Akupunktur-Fortbildung, Fachgesellschaften

Akupunktur-Fortbildung: Fachgesellschaften setzen neue Spezialisierungsstandards

11.06.2026 - 21:22:59 | boerse-global.de

Fachgesellschaften forcieren evidenzbasierte Fortbildungen in Akupunktur und TCM, während Hochschulen neue Zertifikatskurse anbieten.

Akupunktur und TCM: Neue Spezialisierungsstandards 2026
Akupunktur-Fortbildung - Nahaufnahme einer Hand, die eine Akupunkturnadel in die Haut eines Patienten setzt, mit verschwommenen TCM-Kräutern im Hintergrund. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Fachgesellschaften forcieren wissenschaftlich fundierte Fortbildungen für Ärzte und Therapeuten.

Wissenschaftliche Fachgesellschaften treiben Spezialisierung voran

Die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA), die Österreichische Gesellschaft für Akupunktur (ÖGA) und die Deutsche Gesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie (DGfAN) setzen neue Maßstäbe. Ihr zentrales Fachorgan, die Deutsche Zeitschrift für Akupunktur (DZA), erscheint mit einer Druckauflage von rund 13.000 Exemplaren.

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Die Ausgaben der ersten Jahreshälfte 2026 fokussieren auf hochspezialisierte Themen. Im Zentrum stehen Behandlungskonzepte für Adipositas und die Therapie von Neuropathien. Konkret geht es um Polyneuropathie und den Einsatz von Trauma-Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen.

Die Verbände wollen die Akupunktur als evidenzbasierte Methode in der Mind-Body-Medizin festigen.

TCM erobert die Tiermedizin

Auch in der Tiergesundheit wächst der Markt für TCM-Verfahren. Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker – oft berufsbegleitend als Online-Studium – vermittelt Methoden wie Akupunktur und Phytotherapie. Allerdings: Der Titel ist nicht staatlich geschützt, eine staatliche Prüfung gibt es nicht.

Tierheilpraktiker verstehen ihre Arbeit als Ergänzung zur klassischen Tiermedizin. Operationen, Impfungen oder die Verschreibung apothekenpflichtiger Medikamente bleiben Tierärzten vorbehalten. Die Alternativ-Anbieter konzentrieren sich auf Akupunktur, Ernährungsberatung und Physiotherapie.

Hochschulen bieten interdisziplinäre Zertifikatskurse

Staatliche Hochschulen springen auf den Weiterbildungs-Trend auf. Die Justus-Liebig-Universität Gießen bietet einen interdisziplinären Zertifikatskurs für tiergestützte Dienstleistungen an. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2026, der Kurs startet im Oktober.

Das Programm verbindet Veterinärmedizin mit Sozial- und Kulturwissenschaften. Absolventen erhalten ein Hochschulzertifikat auf EQR7-Niveau. Einsatzmöglichkeiten gibt es in der Altenpflege, in Hospizen oder Krankenhäusern.

Flexible Ausbildungsformen gewinnen parallel an Bedeutung. Regionale Initiativen wie in Ostwürttemberg diskutierten Anfang Juni 2026 über Teilzeitausbildungen und betriebliche Umschulungen. Ziel: dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

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Mind-Body-Medizin fĂĽr Privatpersonen

Neben der Fachausbildung konsolidiert sich der Markt für präventive Gesundheitsdienstleistungen. Bundesweit entstehen kuratierte Retreats mit Meditation, Atemarbeit und Yoga. Die Dauer: drei bis sieben Tage. Die Standorte reichen von der Uckermark bis in den Schwarzwald.

Auch ayurvedische Konzepte finden sich in diesem Segment. Sie ergänzen – wie die TCM – das Spektrum der ganzheitlichen Gesundheitsfortbildung für Privatpersonen und Fachpersonal.

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