Allernova, SĂ€uglinge

Allernova AR: Elf SĂ€uglinge erkrankten nach Verzehr der Spezialnahrung

14.06.2026 - 01:09:14 | boerse-global.de

Behörden rufen Charge 183403 der Spezialnahrung Allernova AR zurĂŒck. Mehrere SĂ€uglinge zeigten Magen-Darm-Beschwerden, ein Kind wurde stationĂ€r behandelt.

Allernova AR RĂŒckruf: Elf SĂ€uglinge nach Verzehr erkrankt
Allernova - Nahaufnahme einer Dose SĂ€uglingsnahrung mit einem unscharfen Hintergrund, die ein Warnsymbol und einen Etikettenausschnitt zeigt. 14.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die Spezialnahrung des Herstellers Laboratoires Novalac ist eigentlich fĂŒr Kinder mit Kuhmilchproteinallergie gedacht – eine besonders schutzbedĂŒrftige Gruppe. Doch genau hier gibt es jetzt Probleme.

Betroffen ist die Charge mit der Nummer 183403. Sie richtet sich an SĂ€uglinge und Kleinkinder zwischen 0 und 36 Monaten.

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Beschwerden und ein Krankenhausaufenthalt

Die französische Behörde Anses erhielt elf Meldungen ĂŒber gastrointestinale Beschwerden. Die betroffenen Kinder litten unter Durchfall und Erbrechen. Ein weiterer Fall ging ĂŒber die Plattform SignalConso ein.

In einem dokumentierten Fall musste ein SĂ€ugling sogar ins Krankenhaus. Die Ärzte stellten dort Adenoviren fest. Ob ein direkter Zusammenhang zur Nahrung besteht, ist noch unklar.

Frankreich startet, Vietnam zieht nach

Am 12. Juni 2026 ordnete das französische Gesundheitsministerium einen freiwilligen RĂŒckruf an. Die Entscheidung fiel aus Vorsorge – die Behörden wollten jedes Risiko vermeiden.

Nur einen Tag spĂ€ter reagierte Vietnam. Das dortige Lebensmittelsicherheitsamt forderte einen sofortigen Vertriebsstopp. Auch E-Commerce-Plattformen mĂŒssen die betroffene Charge aus dem Verkehr ziehen.

Die vietnamesischen Behörden setzten eine Frist: Bis zum 20. Juni 2026 mĂŒssen die HĂ€ndler ihre RĂŒckrufergebnisse melden.

Kein Zusammenhang mit anderen RĂŒckrufen

Die aktuellen Maßnahmen haben nichts mit frĂŒheren Warnungen zu tun. Im Februar 2026 hatte die EU neue Grenzwerte fĂŒr Cereulid-Toxine festgelegt. Damals waren andere SĂ€uglingsnahrungen in Ungarn betroffen.

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Trotzdem zeigt die HĂ€ufung der RĂŒckrufe Mitte Juni 2026 ein klares Bild: Die Behörden kontrollieren streng.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz rief die RĂŒgenwalder MĂŒhle vegane Ersatzprodukte wegen möglicher Plastikteilchen zurĂŒck. Italien warnte vor Leinsamen mit zu viel BlausĂ€ure und SchafskĂ€se mit Listerien-Verdacht. Polen meldete GebĂ€ck mit erhöhtem Acrylamidgehalt. Spanien prĂŒfte ein Dessert von NestlĂ© wegen nicht deklarierter Allergene.

Die PrioritĂ€t bleibt klar: Die Charge 183403 muss vollstĂ€ndig vom Markt verschwinden. FĂŒr die betroffenen Familien heißt das: Produkte mit dieser Nummer nicht verwenden.

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