Football-Kollisionen, Chris

ALS und Football-Kollisionen: Ärzte sehen bei Chris Johnson keinen Zusammenhang

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 23:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der frühere NFL-Spieler nutzt ein augengesteuertes Tablet; Ärzte fanden bislang keinen eindeutigen Zusammenhang mit seiner Football-Karriere.

Chris Johnson: ALS schränkt Alltag und Selbstständigkeit stark ein
Ein sonnendurchflutetes Wohnzimmer mit einem leeren Stuhl vor einem Fenster, das den Blick auf einen ruhigen Garten freigibt. Illustration mit AI erstellt.

Die Diagnose einer neurodegenerativen Erkrankung wie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) bedeutet für Betroffene und deren Umfeld einen tiefgreifenden Einschnitt. Wie stark dieser Verlauf das tägliche Leben verändern kann, zeigt das Beispiel des 41-jährigen ehemaligen NFL-Profis Chris Johnson.

Seit seiner Diagnose im Mai 2025 hat der frühere Spitzensportler einen Großteil seiner körperlichen Selbstständigkeit verloren. Inzwischen ist Johnson nicht mehr sprechfähig und verständigt sich im Alltag über ein augengesteuertes Tablet.

Schleichender Beginn und rascher Verlust der Selbstständigkeit

Die ersten Anzeichen der Erkrankung machten sich bei Johnson durch eine Schwäche in der rechten Hand bemerkbar. Bei ALS werden motorische Nervenzellen geschädigt, was im Verlauf zu fortschreitenden Lähmungserscheinungen der Muskulatur führt.

Bei dem früheren Football-Spieler griff die Krankheit rasch weiter um sich. Neben dem Verlust der Sprechfähigkeit ist inzwischen auch die Atemfunktion beeinträchtigt, sodass ein CPAP-Gerät seine Atmung unterstützen muss.

Der Alltag erfordert eine kontinuierliche Betreuung. Johnsons Ehefrau Brittany fungiert seit 17 Monaten als seine wichtigste Pflegeperson. Sie unterstützt ihn bei grundlegenden täglichen Verrichtungen wie der Nahrungsaufnahme und dem Umziehen.

Zudem führt sie regelmäßig Dehnübungen mit ihm durch, um der zunehmenden Versteifung der Muskulatur entgegenzuwirken. Die Bewältigung solch schwerer Einschränkungen verlangt pflegenden Angehörigen sowie Erkrankten auch mental enorme Anpassungsleistungen ab.

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Gang an die Ă–ffentlichkeit und abgesagte Termine

Rund zwölf Wochen vor Ende September 2026 entschied sich Johnson dazu, seine Erkrankung öffentlich zu machen, und sprach im US-Fernsehen in der Sendung „Good Morning America“ über seine Situation. Die Öffentlichkeit erfuhr damit von den massiven körperlichen Einbußen des einstigen Spitzenathleten, der jahrelang zu den schnellsten Spielern im US-Profisport zählte.

Die Schwere des Leidens zeigt sich auch an verpassten Meilensteinen: Am 13. September 2026 sollte Johnson in den „Ring of Honor“ seines früheren Teams Tennessee Titans aufgenommen werden. Die geplante feierliche Zeremonie musste jedoch kurzfristig verschoben werden, da eine Reise nach Nashville für ihn gesundheitlich nicht mehr realisierbar war.

Medizinische Ursachen und Zusammenhänge

Nach dem Bekanntwerden von Erkrankungen bei ehemaligen Kontaktsportlern steht häufig die Frage im Raum, ob Kopfverletzungen oder Kollisionen während der aktiven Karriere als Auslöser infrage kommen.

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Im Fall von Chris Johnson ergaben die medizinischen Untersuchungen dazu jedoch kein eindeutiges Bild: Die behandelnden Ärzte stellten bislang keinen Zusammenhang zwischen der ALS-Diagnose und den früheren Zusammenstößen im Verlauf seiner sportlichen Laufbahn fest.

Die Krankheit gilt medizinisch weiterhin als komplex und in weiten Teilen ursächlich ungeklärt, während Betroffene vor der Herausforderung stehen, ihren Alltag trotz kontinuierlich abnehmender Kräfte zu organisieren.

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