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Altersvorsorge: Nur 18% der Gen Z sparen für die Rente

14.06.2026 - 22:31:49 | boerse-global.de

Umfrage zeigt: 63 Prozent der Deutschen fürchten finanzielle Engpässe. Besonders die Generation Z spart oft ohne klares Ziel für die Altersvorsorge.

Deutsche Haushalte: Sparen, Konsum und die drohende Rentenlücke
Altersvorsorge - Eine junge Person hält gestresst einen Stapel Geldscheine, mit verschwommenem Hintergrund einer Stadtstraße und Einkaufstüten. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

63 Prozent der Deutschen fürchten, mit ihrem Geld nicht auszukommen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Etwa ein Drittel spart monatlich zwischen 100 und 300 Euro – aber jeder Fünfte legt gar nichts zurück.

Die Generation Z spart – aber falsch

Besonders brisant: die junge Generation. 87 Prozent der 18- bis 25-Jährigen sparen zwar. Doch nur 18 Prozent tun es für die Altersvorsorge. Fallbeispiele aus dem angelsächsischen Raum zeigen das Problem: Junge Menschen haben oft keine Ahnung von Finanzmanagement. Sie sparen, aber nicht für Wohneigentum, Rente oder Versicherungen. Das Geld ist da – aber der Plan fehlt.

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Emotional Shopping: Wenn Konsum zur Sucht wird

Warum kaufen Menschen Dinge, die sie nicht brauchen? Die Psychologie hat einen Namen dafür: „Retail Therapy“ oder Emotionsshopping. Laut der Charlotte Fresenius Hochschule dient Konsum oft der Regulation negativer Gefühle. Eine Studie des International Journal of Forensic Medical Research zeigt: Besonders Frauen neigen zu Impulskäufen, wenn sie unter Druck stehen.

Professor Dr. Patrick Trotzke warnt: Die Grenze zur Kaufsucht ist fließend. Rund 5 Prozent der Deutschen sind betroffen. Die Experten empfehlen: Vor dem Kauf eine Bedenkzeit einlegen. Lieber bar zahlen. Shopping-Apps vom Handy löschen. Bei echter Sucht hilft kognitive Verhaltenstherapie.

Renten-Schock: Beitragssatz steigt

Der Druck auf die Sparer kommt nicht nur von innen. Die Deutsche Rentenversicherung schlägt Alarm. Grund: Die Bundesregierung plant einen Sparkurs. Die Zuschüsse sollen 2027 um 4 Milliarden Euro gekürzt werden. Vorstandschef Alexander Gunkel sagt: Das widerspricht dem Rentenpaket 2025.

Die Folge: Der Beitragssatz könnte von 18,6 auf 18,8 Prozent steigen. Dazu kommt die Rentenerhöhung um 4,2 Prozent zum 1. Juli – das verursacht Mehrkosten von 0,4 Milliarden Euro. Historisch haben Sparer schon einmal gelitten: Zwischen 2010 und 2014 verloren sie rund 190 Milliarden Euro an Zinsguthaben.

„AI Brain Fry“: Wenn der Kopf raucht

Die Belastung ist nicht nur finanziell. Die Boston Consulting Group hat ein neues Phänomen untersucht: „AI Brain Fry“. Die intensive Nutzung von KI-Tools führt zu mentaler Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen. Das beeinträchtigt die Entscheidungsfähigkeit – auch in Finanzfragen.

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Bildungseinrichtungen reagieren. Ein Gymnasium in Wien startete bereits 2025 ein Pilotprojekt: KI und digitaler Humanismus als Wahlpflichtfach. Ziel: die digitale Kompetenz der nächsten Generation stärken.

Die große Herausforderung

Friedrich Merz brachte es beim Tag der Familienunternehmen in Berlin auf den Punkt: Eine wohlhabende Gesellschaft zu verändern, sei schwieriger als der Wiederaufbau nach Krisen. Die Deutschen stecken fest zwischen Konsumgewohnheiten und finanzieller Notwendigkeit. Der Weg raus ist steinig – aber nicht unmöglich.

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