Alzheimer-Früherkennung, Bluttests

Alzheimer-Früherkennung: Bluttests erkennen Demenz mit 90% Sicherheit

06.07.2026 - 00:30:17 | boerse-global.de

Neue Daten belegen Sicherheit der Transkraniellen Pulsstimulation bei Alzheimer. Parallel dazu verbessern Bluttests und Antikörper die Behandlung.

Alzheimer-Therapie: TPS-Verfahren zeigt Sicherheit bei tausenden Sitzungen
Alzheimer-Früherkennung - Nahaufnahme eines modernen medizinischen Geräts, das auf den Kopf eines Patienten gerichtet ist und ein sanftes Licht ausstrahlt. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neben Medikamenten rückt die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) immer stärker in den Fokus – und das mit guten Sicherheitsdaten.

Klinische Praxis: Tausende Sitzungen ohne schwere Nebenwirkungen

Aktuelle Zahlen aus 2025 und dem ersten Halbjahr 2026 belegen eine wachsende Verbreitung der TPS. In 33 spezialisierten Zentren wurden 785 Alzheimer-Patienten behandelt. Über 17.690 dokumentierte Sitzungen hinweg traten keine klinisch relevanten Nebenwirkungen auf. Nur milde Kopfschmerzen wurden vereinzelt gemeldet.

Das Standardprotokoll sieht sechs Initialbehandlungen innerhalb von zwei Wochen vor. Ziel ist es, die Krankheitsprogression zu verlangsamen oder zu stoppen. Erste Berichte deuten darauf hin, dass sich der Zustand der Patienten nicht weiter verschlechterte.

Bis Mitte 2026 wurden weltweit rund 290.000 TPS-Sitzungen durchgeführt. Das Verfahren hat seit 2018 eine CE-Zulassung für die Alzheimer-Behandlung.

Internationale Forschung: Von Hongkong bis Wien

Die wissenschaftliche Basis der TPS wächst. Eine der größten Studien kommt von der Universität Hongkong – mit 180 Probanden. Parallel dazu untersucht die Medizinische Universität Wien die Wirksamkeit bei Long-Covid-Patienten. Die randomisierte, vierfach verblindete Studie behandelt 102 Teilnehmer mit kognitiven Langzeitfolgen.

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Zur systematischen Erfassung von Langzeitdaten wurde ein Alzheimer-Register an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eingerichtet. In der DACH-Region bieten inzwischen über 100 Kliniken die TPS an.

Neue Medikamente und bessere Diagnostik

Seit Juni 2026 sind in Deutschland zwei neue Antikörper-Therapien verfügbar: Lecanemab und Donanemab. Sie richten sich gegen Amyloid-Plaques im Gehirn. Rund 120.000 Patienten kommen dafür infrage. Die TPS versteht sich als ergänzendes, nicht-invasives Verfahren.

Auch in der Prävention gibt es Fortschritte. Eine NIH-Studie vom Juli 2026 zeigt: Diabetes-Medikamente könnten das Alzheimer-Risiko senken. SGLT2-Hemmer reduzierten das Risiko um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent.

Doch Vorsicht bei Magenmedikamenten: Eine Studie in Nature Metabolism mit rund 66.000 Probanden warnt vor Protonenpumpenhemmern (PPI). Die Dauertherapie könnte das Demenzrisiko um bis zu 44 Prozent erhöhen.

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Ein Durchbruch in der Diagnostik: Seit Juli 2026 sind hochpräzise Bluttests (p-Tau217) verfügbar. Sie erkennen Alzheimer mit über 90 Prozent Genauigkeit – bevor erste Symptome auftreten.

Die Kombination aus besserer Früherkennung, neuen Medikamenten und physikalischen Verfahren wie der TPS eröffnet völlig neue Perspektiven im Kampf gegen Demenz.

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