Alzheimer-Studie, XanaMIA

Alzheimer-Studie XanaMIA: Ergebnisse zu Xanamem werden im November erwartet

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 20:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die XanaMIA-Studie mit 247 Alzheimer-Betroffenen hat den letzten Teilnehmerbesuch abgeschlossen; Actinogen Medical rechnet im November 2026 mit ersten Ergebnissen.

Actinogen Medical schließt letzten Besuch in Alzheimer-Studie ab
Ein steriles, modernes klinisches Forschungslabor mit wissenschaftlichen AnalysegerÀten auf einem Edelstahltisch. Illustration mit AI erstellt.

Das australische Biotechnologieunternehmen Actinogen Medical Limited hat den letzten Teilnehmerbesuch seiner pivotalen Phase-2b/3-Studie XanaMIA zur Behandlung von Alzheimer in den USA abgeschlossen. Damit ist ein zentraler Meilenstein im Studienprogramm zum Wirkstoffkandidaten Xanamem (emestedastat) erreicht. Topline-Ergebnisse werden laut Unternehmensangaben weiterhin fĂŒr November 2026 erwartet.

Studiendesign und Teilnehmerprofil

XanaMIA umfasst 247 Personen mit leichter bis mittelschwerer Alzheimerkrankheit und erhöhtem pTau181-Wert im Plasma. Die randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie prĂŒft eine tĂ€gliche Dosis von 10 mg Xanamem gegenĂŒber Placebo ĂŒber einen Zeitraum von 36 Wochen, gefolgt von einer vierwöchigen Nachbeobachtungsphase. Im Anschluss ist eine mögliche offene VerlĂ€ngerungsphase mit weiterhin 10 mg Xanamem tĂ€glich vorgesehen.

Die Rekrutierung der Teilnehmenden erfolgte zu 45 Prozent in Australien und zu 55 Prozent in den USA. Zu den Ausgangswerten der Studienteilnehmer zÀhlen ein Durchschnittsalter von 75 Jahren, ein Frauenanteil von 49 Prozent sowie ein Anteil von 66 Prozent ApoE4-TrÀgern.

Der durchschnittliche pTau181-Wert im Plasma lag bei 2,6 pg/mL (Standardabweichung 1,3), der CDR-SB-Wert bei 4,3 Punkten (Standardabweichung 2,0). Als primĂ€rer Endpunkt der Studie dient die Clinical Dementia Rating Scale Sum of Boxes (CDR-SB), ein gĂ€ngiges Maß zur Erfassung des kognitiven und funktionalen Verlaufs bei Demenzerkrankungen.

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Wirkmechanismus des PrĂŒfprĂ€parats

Xanamem, auch als emestedastat bezeichnet, hemmt das Enzym 11?-HSD1 und zielt damit auf die Regulation der Cortisolkontrolle im Gehirn ab. Das PrĂŒfprĂ€parat ist bislang nicht zugelassen und befindet sich weiterhin im klinischen Entwicklungsstadium.

SicherheitsĂŒberwachung ohne AuffĂ€lligkeiten

Im Verlauf der Studie fanden drei unabhĂ€ngige PrĂŒfungen durch ein DatenĂŒberwachungskomitee (DMC) statt, die letzte im Juni 2026 unter Einbeziehung der Daten aller 247 Teilnehmenden. Dabei kam es zu keinen ProtokollĂ€nderungen.

ZusĂ€tzlich erfolgte im Januar 2026 eine vertrauliche Nicht-Futility-PrĂŒfung durch das unabhĂ€ngige DatenĂŒberwachungskomitee. Eine solche PrĂŒfung dient dazu, frĂŒhzeitig festzustellen, ob eine Studie noch aussichtsreich fortgefĂŒhrt werden kann, ohne dabei verblindete Wirksamkeitsdaten offenzulegen.

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Parallel lÀuft seit MÀrz 2026 eine offene VerlÀngerungsphase mit dem aktiven Wirkstoff, die eine Dauer von bis zu 25 Monaten vorsieht. Sie soll zusÀtzliche Erkenntnisse zur lÀngerfristigen VertrÀglichkeit und Wirkung von Xanamem liefern.

Einordnung in den Alzheimer-Markt

Der Bedarf an neuen Therapieoptionen bei Alzheimer bleibt hoch, da bisherige BehandlungsansĂ€tze den Krankheitsverlauf nur begrenzt beeinflussen können. Nach Angaben von Proactive Investors wird der Alzheimer-Markt auf ein Volumen von 20 Milliarden US-Dollar prognostiziert – eine GrĂ¶ĂŸenordnung, die das kommerzielle Interesse an neuen Wirkmechanismen wie der Cortisolregulation im Gehirn unterstreicht.

Mit dem Abschluss des letzten Teilnehmerbesuchs rĂŒckt XanaMIA nun in die Auswertungsphase. Ob der auf die Cortisolkontrolle zielende Ansatz von Xanamem messbare Effekte auf den primĂ€ren Endpunkt CDR-SB zeigt, dĂŒrfte sich mit den fĂŒr November 2026 erwarteten Topline-Ergebnissen zeigen.

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