Alzheimer-Therapie: TPS zeigt Erfolg bei 785 Patienten in 2025
04.07.2026 - 02:51:10 | boerse-global.de
Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) etabliert sich als vielversprechender Therapieansatz bei neurodegenerativen Erkrankungen. Ein aktueller Bericht von Alzheimer Deutschland zeigt: Die Behandlungszahlen steigen rasant, und die internationale Forschung intensiviert sich.
TPS in der Praxis: 785 Patienten, 17.690 Sitzungen
Eine Erhebung unter 33 TPS-Zentren für das Jahr 2025 belegt das wachsende Interesse an der Methode. Allein in diesen Einrichtungen wurden 785 Alzheimer-Patienten behandelt – insgesamt über 17.690 Sitzungen. Weltweit schätzen Experten die Zahl der durchgeführten TPS-Sitzungen bei Alzheimer auf rund 290.000.
Die Auswertung liefert ermutigende Daten: Bei den behandelten Patienten zeigte sich kein weiteres Fortschreiten der Krankheit. Klinisch relevante Nebenwirkungen traten nicht auf. Das Verfahren nutzt niedrigenergetische Stoßwellen, um gezielt Hirnareale zu stimulieren. Das soll Regenerationsprozesse fördern.
Aktuell ist die Technologie in über 100 Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar.
Große Studien: Hongkong, Wien und Düsseldorf forschen
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Die wissenschaftliche Absicherung der TPS läuft auf Hochtouren. In Hongkong startet die weltweit größte Studie mit 180 Teilnehmern. Parallel dazu untersucht die Medizinische Universität Wien die Wirkung bei Long COVID. Die vierfach verblindete Studie prüft, ob neuromodulatorische Verfahren Langzeitfolgen einer Corona-Infektion lindern können.
Das Alzheimer-Register der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf liefert kontinuierlich Daten zur Langzeitwirkung und Sicherheit. Die Forschung zielt darauf ab, die Evidenzbasis für TPS nicht nur bei Alzheimer, sondern auch bei Parkinson und Depressionen zu verbreitern.
Schallwellen und Antikörper: Neue Waffen gegen Alzheimer
Seit Juni 2026 sind zwei neue Amyloid-Antikörper verfügbar – doch die Kombination mit TPS könnte den Durchbruch bringen. Unser Experten-Interview erklärt, wie Sie beide Ansätze nutzen können. Experten-Interview jetzt sichern
Neben der Impuls-Stimulation rücken weitere physikalische Ansätze in den Fokus. Eine Studie des Kunming Institute of Zoology, veröffentlicht im Fachmagazin PNAS, untersuchte 40-Hertz-Schallstimulation. Bei Rhesusaffen führte tägliche, einstündige Beschallung über eine Woche zu einer Verdopplung der Beta-Amyloid-Werte im Liquor. Der Effekt – der den Abtransport schädlicher Ablagerungen beschleunigen könnte – blieb über fünf Wochen stabil.
Die Neuromodulation kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Seit Juni 2026 sind in Deutschland mit Lecanemab und Donanemab zwei Amyloid-Antikörper verfügbar. Experten schätzen: Die neuen Medikamente könnten für etwa 120.000 der 1,2 Millionen Alzheimer-Patienten infrage kommen. Die Kombination aus pharmakologischen Wirkstoffen und physikalischen Verfahren bildet den Kern moderner Behandlungsstrategien gegen Demenz.
