Amazon, Deutschland

Amazon Deutschland: Wero-Zahlungssystem startet im Checkout

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 22:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amazon führt Wero als Zahlungsoption im deutschen Shop ein. Die Ablösung von iDEAL soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Amazon Deutschland integriert Wero: Start der Übergangsphase bis 2027
Ein Smartphone mit einer modernen Banking-App auf einem Schreibtisch als Symbol für die Integration von Wero bei Amazon. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Online-Versandhändler Amazon hat die europäische Bezahlmethode Wero offiziell in seinen deutschen Webshop integriert. Die neue Zahlungsoption wird im Checkout-Prozess unter der Bezeichnung „Bezahlen mit iDEAL | Wero“ geführt. Dieser Schritt markiert den Beginn einer umfassenden Umstellungsphase, in der das bisherige iDEAL-Verfahren schrittweise in das neue europäische Zahlungssystem überführt wird.

Schrittweiser Übergang und technische Abwicklung

Die Integration von Wero bei Amazon erfolgt in Deutschland im Rahmen einer Übergangsphase, die bis Ende 2027 angesetzt ist. Während dieses Zeitraums werden beide Markennamen parallel geführt, um den Nutzern die Umstellung zu erleichtern. Die Änderung betrifft nach Unternehmensangaben ausschließlich den deutschen Amazon-Shop. Bis zum Abschluss des Vorhabens Ende 2027 soll iDEAL vollständig durch Wero abgelöst worden sein.

Für die Kunden ändert sich im praktischen Ablauf wenig: Die Zahlung wird weiterhin direkt über die Banking-App des Nutzers autorisiert. Laut den beteiligten Akteuren besteht kein Handlungsbedarf für eine Neuanmeldung oder ein manuelles Ummelden der Kundenkonten. Die neue Option steht allerdings nur einem begrenzten Nutzerkreis zur Verfügung. Voraussetzung ist ein Konto bei einer der teilnehmenden Banken. Zu diesen Instituten gehören unter anderem ABN AMRO, ING, N26, Rabobank sowie Revolut.

Wero als europäische Alternative zu US-Anbietern

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Hinter Wero steht die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss von über 30 Banken und Finanzdienstleistern. Zu den Gründungsmitgliedern und Unterstützern zählen bedeutende Häuser wie BNP Paribas, die Deutsche Bank und die ING. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines einheitlichen europäischen Zahlungssystems, das eine unabhängige Alternative zu etablierten US-amerikanischen Diensten wie PayPal, Apple Pay sowie den Kreditkartenanbietern Visa und Mastercard darstellen soll.

Das System startete im Jahr 2024 zunächst für Echtzeitüberweisungen zwischen Privatpersonen (P2P-Transfers). Seit dem Herbst 2025 ist die Lösung auch für Zahlungen in Online-Shops verfügbar. In den Märkten Deutschland, Frankreich und Belgien verzeichnet das System bereits über 43 Millionen registrierte Nutzer und konnte mehr als 100 Millionen Transaktionen abwickeln. Während der E-Commerce-Checkout in diesen drei Ländern bereits aktiv ist, soll die Ausweitung auf die Niederlande und Luxemburg im Laufe des Jahres 2026 folgen.

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Expansion im europäischen Handel

Neben Amazon setzen auch weitere große Handelsunternehmen auf die neue Infrastruktur. Branchengrößen wie Decathlon und Lidl haben Wero bereits integriert. Zudem befinden sich weitere Anbieter in der Testphase, so erprobt beispielsweise das Vergleichsportal CHECK24 die Einbindung der Bezahlmethode.

Besondere Bedeutung hat die Umstellung in den Niederlanden, wo Wero das dort weit verbreitete iDEAL-System bis Ende 2027 vollständig ersetzen soll. Die Integration bei Amazon Deutschland zeigt, dass der Übergang von länderspezifischen Lösungen hin zu einem grenzüberschreitenden europäischen Standard nun auch im deutschen E-Commerce-Sektor an Relevanz gewinnt.

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