Amit Shah in Punjab: E-Mail-Drohung löst Evakuierungen an Schulen aus
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 21:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsbehörden in Indien haben nach einer Welle von Bombendrohungen per E-Mail gegen zahlreiche Schulen, Gerichte und politische BĂŒros umfassende Ermittlungen eingeleitet. Die Drohungen gingen ĂŒber bisher nicht identifizierte E-Mail-Konten ein und lösten in mehreren Regionen Evakuierungen und umfangreiche DurchsuchungsmaĂnahmen aus.
Mehrere Bildungseinrichtungen in Punjab und Haryana evakuiert
In den Bundesstaaten Punjab und Haryana erhielten zahlreiche Schulen gleichartige Drohschreiben. GebÀude wurden vorsorglich gerÀumt und von den EinsatzkrÀften durchsucht, verdÀchtige GegenstÀnde wurden dabei nicht entdeckt. In der Region hatten sich Àhnliche Drohungen bereits in den vergangenen Monaten wiederholt als Fehlalarme herausgestellt.
In Ferozepur war unter anderem die staatliche MĂ€dchenschule School of Eminence betroffen. Die Droh-E-Mail erwĂ€hnte den fĂŒr den 30. September geplanten Besuch von Innenminister Amit Shah in Jalandhar und drohte mit einer Sprengung der Einrichtung.
Die Polizei evakuierte SchĂŒlerinnen sowie das Personal und durchsuchte die KlassenrĂ€ume, das SchulgelĂ€nde und das angrenzende Areal ohne Befund. Neben der MĂ€dchenschule gingen auch bei staatlichen Schulen fĂŒr Jungen sowie der privaten St Farid School Drohungen ein.
Laut der jeweiligen Schulleitung traf eine Nachricht gegen 10 Uhr ein und verwies auf eine bevorstehende Reise von Amit Shah in den Bundesstaat Punjab. EinsatzkrĂ€fte und Spezialteams sicherten die Schulen, wĂ€hrend SchĂŒler vorsorglich auf den Schulhof gefĂŒhrt wurden. SSP Bhupinder Singh zufolge ermitteln die Polizei und ein Cyberteam, um Absender und Herkunft der E-Mails zu identifizieren.
Auch in Panchkula fĂŒhrten E-Mails zu groĂflĂ€chigen SicherheitsmaĂnahmen. Mindestens zwei Privatschulen waren dort betroffen. Unter anderem evakuierten die Satluj Public School im Sektor 4, die Little Flower School im Sektor 14 und die New India Senior Secondary School im Sektor 15 ihre Einrichtungen.
BombenentschĂ€rfer, Hundestaffeln, Feuerwehr und Polizei durchsuchten die drei Schulen und gaben nach rund zwei Stunden Entwarnung, da keine verdĂ€chtigen Objekte festgestellt wurden. Auch hier ĂŒbernahm die Cyberzelle der Polizei die Ermittlungen zu den digitalen Absendern.
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Drohungen gegen RegierungsgebÀude und Justiz
Die Drohungen beschrĂ€nkten sich nicht auf Bildungseinrichtungen. Eine E-Mail in Panchkula warnte neben Schulen auch vor AnschlĂ€gen auf BĂŒros der Partei BJP in Delhi, Mumbai und Chandigarh. Zudem wurden fĂŒhrende Parteivertreter genannt, darunter Innenminister Amit Shah sowie Haryanas MinisterprĂ€sident Nayab Singh Saini. Die Sicherheitsbehörden verstĂ€rkten daraufhin ihre SchutzmaĂnahmen.
Im Sektor 1 von Panchkula ging eine Bombendrohung an die offizielle E-Mail-Adresse des Sessionsrichters des dortigen Bezirksgerichts. Die Polizei evakuierte das JustizgelÀnde und untersuchte ParkplÀtze, AktenrÀume, Kammern sowie Toiletten, fand jedoch ebenfalls keine gefÀhrlichen GegenstÀnde.
Zudem liefen nach dem Eingang einer E-Mail mit einer Sprengdrohung Durchsuchungen im Haryana-Zivilsekretariat in Chandigarh, an denen SicherheitskrÀfte und eine Hundestaffel beteiligt waren. In den vergangenen Tagen waren bereits Gerichte, Schulen und Behörden in Panchkula, Gurugram und Chandigarh mit vergleichbaren Warnungen konfrontiert worden.
Das Bezirksgericht in Ferozepur war am 12. September 2026 zum fĂŒnften Mal innerhalb von rund neun Monaten Ziel einer solchen Warnung geworden, nachdem frĂŒhere VorfĂ€lle auf den 8. Januar, 6. April, 12. August und 26. August datiert waren. Auch bei jener Durchsuchung war nichts VerdĂ€chtiges aufgefunden worden.
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Parallele VorfÀlle im Ausland
Ăhnliche Drohungen beschĂ€ftigten zeitgleich auch Behörden auĂerhalb Indiens. Die britische Polizei von Thames Valley stufte eine E-Mail-Drohung gegen Schulen in Bracknell Forest nach einer ĂberprĂŒfung als nicht glaubwĂŒrdig ein. Es gebe keine Hinweise auf eine tatsĂ€chliche Gefahr fĂŒr SchĂŒler, Personal oder die Schulen selbst. Einige Einrichtungen hatten vor Ort vorsorglich Lockdown-Verfahren eingeleitet. Die Ermittlungen zur IdentitĂ€t der Absender dauern auch dort an.
