Amulet, VERITAS-Studie

Amulet 360: VERITAS-Studie erzielt 96,3 Prozent vollstÀndigen Verschluss

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Klinische Untersuchungen berichten ĂŒber Ergebnisse zu Trikuspidalklappen, Vorhofohr-Verschluss, CT-gesteuerter PCI und robotischen Eingriffen.
Ein leerer, steriler Operationssaal mit moderner medizinischer Beleuchtung und technischer Ausstattung in einer Klinik. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Fachpublikationen und klinische Studienberichte dokumentieren neue minimalinvasive chirurgische AnsĂ€tze sowie komplexe Fallbeispiele aus der interventionellen Kardiologie zur kontinuierlichen Verbesserung der Patientenversorgung. Die vorgestellten Daten umfassen ein breites Spektrum, das von kathetergestĂŒtzten Klappeneingriffen ĂŒber roboterassistierte Systeme bis hin zu bildgebenden Navigationslösungen reicht.

KathetergestĂŒtzte Klappentherapien und GefĂ€ĂŸverschlĂŒsse

Im Bereich der Behandlung der symptomatischen schweren Trikuspidalinsuffizienz lieferte die Untersuchung CLASP II TR neue Vergleichsdaten. In der Studie wurden 450 Patienten randomisiert entweder einer transkatheter-basierten Trikuspidalklappenreparatur mit dem PASCAL-System in Kombination mit einer optimalen medikamentösen Therapie oder der medikamentösen Therapie allein zugeteilt.

Beim primĂ€ren zusammengesetzten Endpunkt ergab sich eine Win Ratio von 1,98 zugunsten des Kathetereingriffs (95% CI 1,47–2,67; p<0,001), was maßgeblich auf Verbesserungen im KCCQ-Score zurĂŒckzufĂŒhren war.

Nach sechs Monaten wiesen 38,8 Prozent der Patienten in der Interventionsgruppe eine große KCCQ-Verbesserung von mindestens 20 Punkten auf, verglichen mit 12,3 Prozent unter alleiniger medikamentöser Therapie (p<0,001). Eine moderate Verbesserung um mindestens 10 Punkte erreichten 57,1 Prozent gegenĂŒber 25,4 Prozent (p<0,001).

Nach einem Jahr lag bei 79,9 Prozent der behandelten Patienten eine höchstens moderate Regurgitation vor, verglichen mit 30,4 Prozent in der Kontrollgruppe. Schwerwiegende unerwĂŒnschte Ereignisse traten bei 20,1 Prozent der Patienten nach der Reparatur auf, wobei schwere Blutungen mit 8,5 Prozent den grĂ¶ĂŸten Anteil ausmachten.

ErgĂ€nzend dazu evaluierte die Studie TRAVEL III den kathetergestĂŒtzten Trikuspidalklappenersatz mittels LuX-Valve Plus bei 126 Hochrisikopatienten mit schwerer Trikuspidalinsuffizienz in den Stadien NYHA III bis IV.

Der primĂ€re Effizienzendpunkt nach sechs Monaten lag bei 82,9 Prozent in der Interventionsgruppe gegenĂŒber 4,8 Prozent in der Kontrollgruppe (Ratenunterschied 78,1 Prozent [95% CI 67,5–88,8]; p<0,001). Eine höchstens moderate Insuffizienz wurde nach einem halben Jahr bei 93 Prozent der Patienten verzeichnet.

FĂŒr den interventionellen Verschluss des linken Vorhofohrs untersuchte die VERITAS-Studie den Einsatz des Amulet 360 bei 458 Patienten mit nichtvalvulĂ€rem Vorhofflimmern. Nach einem Jahr betrug die Rate eines vollstĂ€ndigen Verschlusses 96,3 Prozent (95% CI 93,2–98,2 Prozent).

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Der interventionelle Vorhofohr-Verschluss steht und fĂ€llt mit der Frage, welcher Patient wirklich profitiert — und welcher nicht. Die VERITAS-Daten zum Amulet 360 zeigen nach einem Jahr 96,3 Prozent vollstĂ€ndigen Verschluss bei einer klinisch relevanten Device-Thrombose von 0,4 Prozent. Unser kostenloses Studien-Dossier ordnet diese Zahlen ein und liefert Ihnen die Selektions-Checkliste fĂŒr den Klinikalltag. Studien-Dossier jetzt anfordern

Eine klinisch relevante Device-Thrombose trat bei 0,4 Prozent auf, wĂ€hrend die GesamtmortalitĂ€t bei 3,9 Prozent und die kardiovaskulĂ€re MortalitĂ€t bei 1,9 Prozent lagen. Schwerere Blutungen wurden bei 6,6 Prozent, ischĂ€mische SchlaganfĂ€lle oder systemische Embolien bei 1,8 Prozent und interventionspflichtige PerikardergĂŒsse bei 0,9 Prozent verzeichnet; GerĂ€teembolisationen blieben aus.

Koronarinterventionen und interventionelle Bildgebung

FĂŒr die perkutane Koronarintervention verglich die P4-Studie an 1.105 Patienten den Einsatz der koronaren Computertomographie-Angiographie mit dem intravaskulĂ€ren Ultraschall zur Steuerung des Eingriffs.

Hinsichtlich des Therapieversagens am ZielgefĂ€ĂŸ nach zwölf Monaten erwies sich das CT-Verfahren mit 4,1 Prozent (23 Patienten) gegenĂŒber 4,6 Prozent (25 Patienten) als nicht unterlegen. Die mediane Prozedurdauer war mit 46 Minuten kĂŒrzer als in der Vergleichsgruppe mit 63 Minuten, und der Kontrastmittelverbrauch fiel mit 150 gegenĂŒber 170 Millilitern geringer aus (p<0,001).

Im Bereich der intravaskulĂ€ren Lithotripsie untersuchte die Studie TECTONIC CAD das SonicForce-System bei 335 Patienten an 40 US-Zentren. Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 30 Tagen lag die Rate fĂŒr ein Ziel-LĂ€sions-Versagen bei 0,3 Prozent, wĂ€hrend die prozedurale Erfolgsquote 97 Prozent erreichte.

Roboterassistenz und Technologieentwicklung

Erste Anwendungen am Menschen verzeichnete die Stereotaxis-Tochter Robocath. Bei 20 Patienten verlief der robotische Eingriff zu 100 Prozent klinisch erfolgreich, bei einem technischen Erfolg von 95 Prozent durch eine notwendige manuelle Konversion.

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Bei Patienten mit Vorhofflimmern und erhöhtem Blutungsrisiko ist die Antikoagulation oft der schwierigste Teil der Entscheidung. Der interventionelle Vorhofohr-Verschluss ist eine Option — aber nur mit belastbaren Langzeitdaten zu Device-Thrombose, Perikarderguss und Embolisation. Unsere Vergleichstabelle stellt die Komplikationsraten nebeneinander, damit Sie das Blutungsrisiko sauber gegen das Eingriffsrisiko abwĂ€gen. Vergleichstabelle jetzt kostenlos sichern

Innerhalb von 30 Tagen traten keine gerĂ€tebezogenen unerwĂŒnschten Ereignisse auf, zudem entfiel die Strahlenexposition fĂŒr das Ă€rztliche Personal. Das System ist fĂŒr die simultane Steuerung von bis zu fĂŒnf Devices ausgelegt.

ErgĂ€nzend stellte GE HealthCare das deckenmontierte Navigationssystem Allia Celeo vor, das eine KI-gestĂŒtzte Bildkette sowie Analysewerkzeuge integriert und ĂŒber eine CE-Kennzeichnung verfĂŒgt, wĂ€hrend das PrĂŒfverfahren bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA noch anhĂ€ngig ist.

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