Android 17 Beta 4: Screen Reactions und neue Kamera-Features
15.06.2026 - 05:14:59 | boerse-global.de
Googles neueste Android-Version kommt ohne die Pixel-6-Reihe aus, während Samsung ein beliebtes Mittelklasse-Modell aus der Update-Liste streicht.
Der Mobilfunkmarkt erlebt im Juni 2026 einen bedeutenden Wandel: Google veröffentlichte am 10. Juni die vierte Beta von Android 17 QPR1 – und schloss dabei überraschend das Pixel 6 und Pixel 6 Pro aus. Parallel dazu zog Samsung den Stecker für das Galaxy M53 5G, das nach vier Jahren seinen letzten Sicherheitspatch erhielt.
Millionen Android-Nutzer sind täglich Hackern schutzlos ausgeliefert – ohne es zu wissen. Ein veraltetes Smartphone ist wie eine offene Haustür für Cyberkriminelle. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie sich schützen. 5 einfache Schritte für mehr Smartphone-Sicherheit jetzt entdecken
Wer bekommt Android 17 Beta 4?
Die aktuelle Beta-Version mit der Build-Nummer CP31.260522.006 bringt den Sicherheitspatch vom Mai 2026 mit. Während Besitzer eines Pixel 6 oder Pixel 6 Pro vorerst leer ausgehen, sollen diese Geräte in späteren Testphasen wieder dazustoßen. Das Pixel 6a und alle neueren Modelle sind weiterhin berechtigt.
Die wichtigste Neuerung: die Screen Reactions-Funktion. Sie erlaubt es, den Bildschirm aufzuzeichnen und gleichzeitig das Frontkamera-Bild einzublenden – beides landet in einer einzigen Videodatei. Zudem wurden mehrere technische Probleme behoben, darunter ein Bug, der den Mauszeiger unsichtbar machte, sowie Performance-Probleme bei OpenGL ES und 3D-Rendering. Branchenbeobachter rechnen mit einer stabilen Version noch vor Ende Juni.
Samsung beendet Ära des Galaxy M53 5G
Das Galaxy M53 5G, das im April 2022 in Indien mit Android 12 und One UI 4.1 startete, erhält keine Updates mehr. Samsung strich das Gerät offiziell aus seiner Quartals-Update-Liste für Juni 2026.
Dabei übertraf der Hersteller seine eigenen Versprechen: Statt der ursprünglich zugesagten zwei Jahre OS-Upgrades erhielt das Mittelklasse-Smartphone vier große System-Updates – bis hin zu Android 16 und One UI 8.0 im Oktober 2025. Das letzte Firmware-Update Ende Mai 2026 schloss 45 Sicherheitslücken, darunter fünf kritische und 28 mit hohem Risiko. Das Gerät bleibt funktionsfähig, erhält aber künftig weder Sicherheits- noch System-Updates.
Regelmäßige Software-Updates allein reichen oft nicht aus, um Ihr Android-Gerät gegen moderne Bedrohungen abzusichern. Welche fünf weiteren Maßnahmen Experten empfehlen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber für Android herunterladen
Entwickler profitieren von neuen Tools
Auch in der Entwicklerwelt tut sich einiges: Die im Juni 2026 veröffentlichten Versionen Jetpack Compose 1.10 und 1.11 bringen neue APIs wie Styles, Grid, FlexBox und MediaQuery. Die Effizienzgewinne sind beachtlich – Entwickler bei TikTok berichten von einer 58-prozentigen Reduktion des Code-Volumens nach der Migration.
Die kommende Version 1.12 wird die Latte höher legen: Sie setzt compileSdk 37 und das Android Gradle Plugin (AGP) 9 voraus.
Im Bildungssektor verschiebt Instructure die Abschaltung bestimmter Student Pathways und Programm-Assessment-Funktionen innerhalb der Canvas-Plattform. Statt der ursprünglich geplanten Stilllegung läuft der Support nun bis zum 30. Dezember 2026. Die Produktionsumgebungen werden ab dem 17. Juni 2026 entsprechend aktualisiert.
Sicherheitsupdates auch für Enterprise-Software
Neben den mobilen Plattformen erhalten auch Unternehmensanwendungen regelmäßige Wartung. Bereits im Februar 2026 wurden Sicherheitsupdates für Systemtools wie snpguest veröffentlicht, die Schwachstellen bei Stack-Überläufen und Speicherverwaltung schließen. Die Programmiersprache Go sprang auf Version 1.26.0 und führte ein neues Garbage-Collection-System ein, das den Overhead um 10 bis 40 Prozent senkt – ein deutlicher Gewinn für hochparallele Anwendungen.
