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Android 17: Google sperrt Geräte nach 20 Fehlversuchen dauerhaft

Veröffentlicht am: 01.07.2026 um 17:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google begrenzt PIN-Eingaben bei Android 17, während WhatsApp und Zalo ihre Sicherheitsfunktionen ausbauen. Das BSI veröffentlicht neue Richtlinien.

Android 17 & Messenger: Neue Sicherheitsfeatures gegen Cyberkriminalität
Ein Smartphone mit einem sicheren Anmeldebildschirm und einem Vorhängeschloss-Symbol, umgeben von digitalen Sicherheitselementen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Angesichts steigender Zahlen bei der Internetkriminalität verschärfen Tech-Konzerne und Behörden die Sicherheit für Smartphones und Messenger. Im Fokus: strengere Zugriffsbeschränkungen und eine Ausweitung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Android 17 begrenzt PIN-Versuche drastisch

Google plant mit Android 17 eine deutliche Verschärfung der Sicherheitsregeln für den Sperrbildschirm. Die Anzahl der zulässigen Fehlversuche wird drastisch reduziert, um das unbefugte Erraten von Zugangscodes zu erschweren.

Künftig sind nur noch sechs Versuche innerhalb einer Minute zulässig. Über längere Zeiträume gestaffelt erlaubt das System sieben Eingaben in sechs Minuten sowie acht Versuche innerhalb von 25 Minuten. Auf einen Tag gerechnet sind maximal zwölf Versuche möglich, über fünf Jahre insgesamt 19. Nach dem 20. Fehlversuch wird das Gerät dauerhaft gesperrt.

Doppelte Eingaben der identischen falschen PIN werden nicht als zusätzlicher Versuch gewertet. Zudem sollen die Sperrhinweise verständlicher werden – konkrete Zeitangaben in Minuten statt in Sekunden.

Messenger setzen auf Nutzernamen und Passkeys

Parallel dazu erweitern große Messenger-Anbieter ihre Sicherheitsfunktionen. WhatsApp hat die Registrierung von eindeutigen Nutzernamen gestartet. Die Funktion, die bis Ende des Jahres vollständig verfügbar sein soll, erlaubt die Kommunikation ohne Preisgabe der eigenen Telefonnummer. Die Nutzernamen lassen sich mit einem vierstelligen Sicherheitscode schützen.

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Ergänzend testet WhatsApp die Integration von Passkeys für die Verknüpfung neuer Geräte. Diese Technologie basiert auf biometrischen Daten oder der Geräte-PIN und soll eine sicherere Alternative zum Scannen von QR-Codes bieten.

Auch der Anbieter Zalo hat seine Sicherheitsarchitektur angepasst. Bei der Anmeldung auf neuen Geräten ist nun zwingend ein Einmalpasswort (OTP) erforderlich – per E-Mail, Telefon oder über bereits verifizierte Geräte.

Behörden mahnen zur Vorsicht

Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen wird durch aktuelle Erhebungen untermauert. Laut dem Cybersicherheitsmonitor 2026 des BSI wurde in Deutschland bereits jeder Zehnte Opfer von Cyberkriminalität. Eine Umfrage des Zahlungsdienstleisters Adyen ergab zudem: Jeder vierte Konsument war in den vergangenen zwölf Monaten von Betrug beim Online-Shopping betroffen, die durchschnittlichen Verluste lagen bei knapp 400 Euro.

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Das BSI hat vor diesem Hintergrund die Technische Richtlinie Passkey Server in Version 1.0 veröffentlicht. Sie richtet sich an Betreiber von Online-Diensten und beschreibt den Einsatz von FIDO2-Servern als aktuellen Stand der Technik zum Schutz vor Phishing.

Experten raten weiterhin zur konsequenten Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßigen Backups. Herkömmliche Passwörter allein bieten oft keinen ausreichenden Schutz gegen spezialisierte Angriffe.

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