Android, PIN-Sperren

Android 17: PIN-Sperren nach 20 Versuchen statt 1.800

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 22:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Android 17 begrenzt PIN-Eingaben auf 20 Fehlversuche. Neue Migrationstools und KI-gestützter CodeMender erhöhen die Sicherheit.

Android 17: Neue PIN-Sperre stoppt Brute-Force-Angriffe
Ein modernes Smartphone auf einem Schreibtisch als Symbol für erhöhte Sicherheit bei der PIN-Eingabe unter Android 17. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die neue Android-Version macht Schluss mit unbegrenzten PIN-Eingaben. Statt bisher 1.800 sind künftig nur noch 20 Fehlversuche erlaubt – danach droht eine Wartezeit von 14 Jahren.

Gestaffelte Sperrzeiten verhindern Brute-Force-Angriffe

Google setzt auf ein abgestuftes System: Bereits nach fünf falschen PINs innerhalb einer Minute steigen die Wartezeiten massiv an. Der 20. Fehlversuch wäre erst nach einer theoretischen Wartezeit von 14 Jahren möglich. Damit sollen Brute-Force-Angriffe und unbefugter physischer Zugriff praktisch unmöglich werden.

Um versehentliche Sperren zu vermeiden, integrierte Google eine Duplikaterkennung. Identische, nacheinander eingegebene falsche PINs zählen nicht mehrfach. Die Funktion lief bereits in einer Vorabversion (QPR2) Ende 2025 und kommt nun in Android 17 breit zum Einsatz.

iPhones wechseln leichter zu Android

Parallel zu den Sicherheits-Upgrades verbessert Android 17 den Umstieg von iOS. Ein neues Migrationstool überträgt drahtlos Kontakte, Fotos, Nachrichten, WLAN-Zugangsdaten, eSIM-Profile sowie gespeicherte Passwörter und Passkeys. Der Rollout startet auf aktuellen Pixel-Geräten und neuen Samsung-Foldables.

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Auch Wearables profitieren: Die Funktion „Phone to Watch Unlock“ entsperrt die Smartwatch automatisch, sobald das verbundene Smartphone autorisiert wurde. Einmalige Einrichtung mit PIN oder Muster der Uhr vorausgesetzt.

2,67 Millionen Schadsoftware-Attacken im ersten Quartal

Die Verschärfung der PIN-Sperren kommt nicht von ungefähr. Branchenberichten zufolge registrierten Sicherheitsforscher im ersten Quartal 2026 rund 2,67 Millionen Schadsoftware-Angriffe auf Smartphones. Besonders alarmierend: Android-Banking-Trojaner legten um 56 Prozent zu.

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Phishing bleibt die größte digitale Bedrohung – verantwortlich für rund 90 Prozent aller Cyberangriffe, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Google reagiert auch mit KI: Der neue Agent „CodeMender“ erkennt und schließt Sicherheitslücken automatisch. In ersten Tests identifizierte das System mehrere Schwachstellen in der V8-Engine.

Die neuen Sicherheitsfeatures sind Teil einer umfassenden Diebstahlschutz-Strategie. Im Laufe des Jahres sollen weitere Hersteller folgen – auch getrieben durch regulatorische Anforderungen der EU-Kommission.

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