Android 17 startet heute: Neue Sicherheitsfunktionen gegen Trojaner
16.06.2026 - 21:15:47 | boerse-global.de
Der Banking-Trojaner „Rokarolla“ und eine kritische Sicherheitslücke setzen Millionen Geräte unter Druck.
Banking, PayPal und WhatsApp – auf keinem Gerät speichern wir so viele sensible Daten wie auf dem Smartphone. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritt-für-Schritt-Maßnahmen, um Ihr Android-Gerät effektiv vor Hackern und Viren zu schützen. Optimalen Smartphone-Schutz jetzt gratis sichern
„Rokarolla“ kapert Banking-Apps
Der von Zimperium zLabs identifizierte Trojaner zielt auf 217 Krypto- und Banking-Apps ab. Die Schadsoftware kapert die Zwischenablage, blockiert Anrufe von Banken und übernimmt mit 137 verschiedenen Befehlen die vollständige Kontrolle über das Gerät.
Die Verbreitung läuft über präparierte Webseiten. Dort setzen die Angreifer auf Phishing-Techniken und gefälschte Overlays, um Nutzer zur Preisgabe sensibler Daten zu bewegen.
Google bestätigt Zero-Day-Lücke
Parallel zur Trojaner-Welle bestätigte Google eine Sicherheitslücke im Android-Framework. Die Schwachstelle CVE-2025-48595 betrifft die Versionen 14 bis 16 und ermöglicht Codeausführung ohne Nutzerinteraktion. Laut Sicherheitsforschern wird die Lücke bereits für gezielte Angriffe genutzt.
Der Sicherheitspatch mit dem Level 2026-06-05 schließt die kritischen Lücken. Hersteller wie Xiaomi verteilen die Updates bereits für Modelle wie das 15 Pro, Ultra und das 14T Pro.
Ein veraltetes System ist wie eine offene Haustür für Cyberkriminelle, die gezielt Sicherheitslücken ausnutzen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie mit den richtigen Updates und Einstellungen Datenverlust und Malware dauerhaft verhindern. 5 Schritte für ein sicheres Android-Smartphone entdecken
Android 17 bringt neue Schutzfunktionen
Mit dem Start von Android 17 am heutigen Dienstag führt Google zusätzliche Sicherheitsmechanismen ein. Das neue Betriebssystem steht zunächst für die Pixel-Reihe ab Version 6 bereit.
Die Funktion „Als verloren markieren“ aktiviert eine biometrische Sperre und verhindert unbefugten Datenzugriff. Zudem können Nutzer den Standortzugriff für Apps temporär beschränken – das minimiert das Risiko einer dauerhaften Überwachung durch Schadsoftware.
Was tun bei einer Infektion?
Verbraucherschützer raten zu schnellem Handeln: Betroffene sollten umgehend ihre Bank informieren und alle Passwörter ändern. Besonders tückisch: Betrüger versuchen über gefälschte Webseiten oder Anrufe, die sich als offizielle Stellen ausgeben, an persönliche Daten zu gelangen.
Für Nutzer mit Softwareproblemen wie Bootloops nach Updates hat Google ein webbasiertes Tool veröffentlicht. Es ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Neuinstallation einer Android-Beta – die persönlichen Daten bleiben dabei erhalten. Eine Erfolgsgarantie gibt es allerdings nicht.
Aktuelle Updates der Google Play Dienste verbessern zudem die Backup-Verwaltung. Seit Mitte Juni lassen sich WhatsApp-Sicherungen direkt in den Android-Geräteeinstellungen verwalten. Das vereinfacht die Kontrolle über die in Google Drive verschlüsselten Daten.
