Android-Betrug: 36-Jähriger soll 2.805 schädliche APK-Dateien verkauft haben
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die indischen Strafverfolgungsbehörden haben einen mutmaßlichen Cyberkriminellen festgenommen, der tausende manipulierte Android-Anwendungsdateien (APK) programmiert und an Betrügernetzwerke vertrieben haben soll.
Wie Medien am 6. Oktober 2026 unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden berichteten, erfolgte der Zugriff in einer gemeinsamen Operation der Mumbai Crime Branch und der Khajrana-Polizei. Dem 36-jährigen Softwareentwickler wird vorgeworfen, über Jahre hinweg Werkzeuge für groß angelegte Betrugsmaschen auf Smartphones bereitgestellt zu haben.
Tausende manipulierte Installationsdateien im Umlauf
Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Polizeiangaben um den 36-jährigen Pankaj Avhdesh Gupta (in Berichten auch als Pankaj Avdesh Gupta geführt) aus Indore im Bundesstaat Madhya Pradesh. Die Ermittler der Mumbai Crime Branch legen ihm zur Last, insgesamt 2.805 schädliche APK-Dateien entwickelt und an andere Cyberbetrüger verkauft zu haben. Gupta soll den Behörden zufolge seit rund drei Jahren in diesem Bereich aktiv gewesen sein.
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Die Reichweite der Angriffe war beträchtlich. Laut Angaben der Mumbai Crime Branch waren 9.673 Menschen in Indien von Betrugsversuchen betroffen, die mit den manipulierten Anwendungen in Verbindung stehen. Insgesamt gingen bei den Behörden 1.074 Beschwerden ein, darunter 143 Fälle aus dem Bundesstaat Maharashtra sowie 36 Anzeigen direkt aus der Metropole Mumbai.
Hohe Schäden und laufende Ermittlungen zu Hintermännern
Das finanzielle Ausmaß der Angriffe ist Gegenstand intensiver Nachforschungen. Die Mumbai Crime Branch bezifferte den bislang bekannt gewordenen Schaden auf rund 15,75 Crore Rupien, betonte jedoch, dass der tatsächliche Betrag deutlich höher liegen könne. Ermittler schätzen, dass der mutmaßliche Gesamtschaden 150 Crore Rupien übersteigen dürfte.
Ins Rollen gebracht worden waren die behördlichen Untersuchungen durch einen Vorfall vom 13. August. Damals war ein 72-jähriger Mann um 5,62 Lakh Rupien betrogen worden, woraufhin die Kriminalpolizei die digitalen Spuren der eingesetzten Software zurückverfolgte.
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Bei dem Zugriff stellten die Beamten umfangreiches IT-Equipment sicher. Beschlagnahmt wurden eine CPU, drei Festplatten, ein USB-Stick, ein Internet-Router sowie drei Mobiltelefone. Die Mumbai Crime Branch ermittelt derweil weiter, um die Abnehmer und Netzwerke zu identifizieren, die die manipulierten APK-Dateien erworben und für ihre Angriffe gegen Smartphone-Nutzer eingesetzt haben.
