Android, Sicherheitslücken

Android Juni: 124 Sicherheitslücken gestopft, Zero-Day aktiv

Veröffentlicht am: 29.06.2026 um 13:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google schließt 124 Sicherheitslücken im Android-Juni-Update, darunter eine bereits ausgenutzte Zero-Day-Schwachstelle im Framework.

Android Juni-Update: 124 Patches und aktive Zero-Day-Lücke
Ein stilisiertes, leuchtendes Schildsymbol auf einem digitalen Schaltplatinenhintergrund, das Cybersicherheit und Datenschutz darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Insgesamt stopfen die Patches 124 Schwachstellen im Android-Betriebssystem. Besonders brisant: Eine kritische Zero-Day-Lücke wird bereits für gezielte Angriffe ausgenutzt.

Kritische Lücke im Android Framework

Die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2025-48595 steckt im Android Framework. Sie ermöglicht Angreifern eine Ausweitung von Berechtigungen – ohne dass der Nutzer auch nur klicken muss. Der Zero-Day-Exploit wird bereits in begrenzten, gezielten Attacken eingesetzt.

Betroffen sind die Android-Versionen 14, 15 und 16 sowie die Version 16 QPR2. Sicherheitsverantwortliche raten dringend, die Patch-Ebene der Geräte zeitnah zu prüfen.

Zweistufige Patch-Strategie

Google verteilt das Update erneut in zwei Ebenen. Das gibt den Herstellern mehr Flexibilität bei der Implementierung:

  • Patch-Level 2026-06-01: Enthält 18 kritische Korrekturen in den Kernkomponenten von Android.
  • Patch-Level 2026-06-05: Bringt zusätzliche Fixes für den Kernel und Treiber von Drittanbietern wie Qualcomm und MediaTek.
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Google versorgt seine Pixel-Geräte sofort mit den Updates. Samsung folgt innerhalb weniger Tage für seine Galaxy-Modelle – und schließt dabei gleich 45 eigene Sicherheitslücken, darunter eine acht Jahre alte Schwachstelle im KNOX-Sicherheitskernel.

Bei Mittelklasse-Smartphones oder älteren Modellen anderer Hersteller kann die Bereitstellung dagegen mehrere Wochen dauern.

KI hilft bei der Lückensuche

Die Identifizierung von Schwachstellen wird zunehmend automatisiert. Der Zusammenschluss Athena hat mit KI-Werkzeugen über 20.000 Lücken in verschiedenen Projekten aufgespürt. Das führte zu rund 2.000 Patches für 500 Open-Source-Projekte.

Vorsicht bei Beta-Versionen

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Parallel zum Sicherheitsupdate gibt es Probleme mit der aktuellen Testsoftware. Die Version Android 17 QPR1 Beta 4.1 verursacht auf einigen Geräten Bootloops – das System startet immer wieder neu. Nutzer von Beta-Programmen sollten vorsichtig sein.

Den aktuellen Sicherheitsstatus des eigenen Geräts findet man in den Systemeinstellungen unter „Sicherheit und Updates“. Dort steht das Datum der letzten installierten Patch-Ebene.

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