AndroidMagicAd1, Trojaner

Android.MagicAd.1: Trojaner in über 50 Apps aus offiziellen Stores

15.06.2026 - 14:36:48 | boerse-global.de

Sicherheitsforscher entdecken Schadsoftware in über 50 Apps offizieller Stores. Der Trojaner nutzt Systemkomponenten für versteckte Werbung.

Android-Trojaner MagicAd: 50 Apps in Samsung und Xiaomi Stores infiziert
AndroidMagicAd1 - A smartphone screen with a network of glowing red nodes, symbolizing a digital threat or malware spreading through a system. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sicherheitsforscher von Doctor Web haben einen neuen Android-Trojaner aufgespürt, der in über 50 Apps aus offiziellen Hersteller-Stores versteckt war. Die Schadsoftware namens Android.MagicAd.1 wurde in Anwendungen für den Samsung Galaxy Store und Xiaomi GetApps entdeckt. Besonders perfide: Der Trojaner nutzt Systemkomponenten des Betriebssystems aus, um sich zu verstecken.

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Angriff auf Systemebene

Der Trojaner setzt auf eine raffinierte Methode. Sobald eine infizierte App geschlossen wird, aktiviert er sich im Hintergrund. Er manipuliert gezielt den Android-Binder-Mechanismus sowie System-Apps wie den Mi Browser und Miui SystemUI. Das Ziel: Aufdringliche Werbung einblenden, ohne dass der Nutzer etwas bemerkt.

Die Masche ist simpel, aber effektiv. Die Werbung läuft im Verborgenen und generiert betrügerische Einnahmen für die Angreifer. Ein typischer Fall von Adware, die auf dem Vormarsch ist.

Schnelle Reaktion der Hersteller

Die betroffenen Apps waren nur kurz in den offiziellen Katalogen verfügbar. Noch am heutigen Montag wurden sie aus den Stores von Samsung und Xiaomi entfernt. Wer die Apps bereits heruntergeladen hat, muss sie allerdings manuell vom Gerät löschen. Ein automatischer Schutz besteht nicht.

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Wachsende Bedrohung durch Adware

Der Fall MagicAd ist kein Einzelfall. Zeitgleich identifizierten Forscher 152 Chrome-Erweiterungen, die in ein massives Werbebetrugs-Netzwerk verstrickt waren. Die Erweiterungen – getarnt als Live-Hintergründe oder neue Tab-Designs – wurden rund 105.000 Mal installiert. Auch sie nutzten Hintergrund-Skripte, um Web-Traffic zu manipulieren und Daten für Werbebetrug zu sammeln.

Die Entwicklung zeigt: Adware wird immer professioneller. Angreifer setzen zunehmend auf legitime Systemprozesse, um ihre Schadsoftware zu tarnen und am Leben zu erhalten. Für Nutzer heißt das: Vorsicht bei Apps aus offiziellen Stores – auch sie sind nicht mehr sicher.

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