Android-Sicherheit, Google

Android-Sicherheit: Google startet Spoofing-Schutz im Juni

03.06.2026 - 18:37:31 | boerse-global.de

Google fĂŒhrt eine Sicherheitsfunktion gegen vorgetĂ€uschte Telefonnummern ein. Android-Nutzer erhalten Warnungen bei nicht verifizierten Anrufen.

Android-Sicherheit: Google startet Spoofing-Schutz im Juni - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Android-Sicherheit: Google startet Spoofing-Schutz im Juni - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Sie soll sogenanntes Spoofing verhindern – das VortĂ€uschen falscher Telefonnummern. Der globale Rollout startet im Juni 2026.

Digitaler Handschlag verifiziert Anrufer

Die Technologie nutzt den Standard Rich Communication Services (RCS). Per digitalem HĂ€ndeschĂŒtteln prĂŒft das System die IdentitĂ€t des Anrufers. Kann die Echtheit nicht bestĂ€tigt werden, erscheint eine Warnung auf dem Display.

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ZunÀchst erhalten GerÀte der hauseigenen Pixel-Serie die Neuerung. Voraussetzung ist Android Version 12 oder neuer. Die Funktion ergÀnzt bestehende Systeme zur Erkennung verifizierter Finanzanrufe.

44 Prozent zahlen innerhalb von 30 Minuten

Die wirtschaftlichen SchÀden durch digitale Betrugsmethoden sind enorm. Laut Kaspersky liegt der durchschnittliche Verlust pro Opfer von Messenger-Betrug in Deutschland bei 1.180 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt von 630 Euro.

Besonders alarmierend: 44 Prozent der Betroffenen ĂŒberweisen Geld innerhalb von nur 30 Minuten nach der ersten Kontaktaufnahme. Sicherheitsforscher beobachten zudem eine starke Zunahme KI-gestĂŒtzter Angriffe. Allein die spezialisierte Phishing-Plattform Kali365 soll seit 2025 einen Gesamtschaden von rund 240 Millionen Euro verursacht haben.

Warnungen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland

Die Schweiz verzeichnete einen Anstieg der Phishing-Delikte um 25 Prozent auf 7.409 FĂ€lle im vergangenen Jahr. Die Polizei startete die PrĂ€ventionskampagne „LINDA“ – sie ruft zu erhöhter Skepsis gegenĂŒber unbekannten Links und Absendern auf.

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Die steigende Zahl der Phishing-Angriffe zeigt, wie professionell Kriminelle heute agieren und gezielt SicherheitslĂŒcken in veralteten Systemen ausnutzen. Ein aktueller Report erklĂ€rt, wie Sie Ihr Android-GerĂ€t durch die richtigen Updates und Einstellungen dauerhaft vor Malware und unbefugtem Zugriff schĂŒtzen. Kostenlosen Sicherheits-Report fĂŒr Android-Updates herunterladen

In Österreich versenden Kriminelle gefĂ€lschte SMS im Namen der Pensionsversicherung sowie E-Mails der ASFINAG. Unter dem Vorwand offener Forderungen wollen sie an Bank- und Kreditkartendaten gelangen.

In Hessen warnt die Kriminalpolizei im Wetteraukreis vor Anrufen mit Friedberger Vorwahl. Eine Bandansage gibt vor, von der Sparkasse Oberhessen zu stammen. In ThĂŒringen meldete die Rhön-Rennsteig-Sparkasse Betrugsanrufe, bei denen die echte Telefonnummer des Instituts auf dem Display erschien.

Neue Tricks: ASCII-Codes und stille Anrufe

Sicherheitsforscher entdecken stĂ€ndig neue Methoden. Dazu gehören QR-Codes aus Textzeichen (ASCII-Art), die herkömmliche Sicherheitsfilter in E-Mails umgehen. Auch „Silent Calls“ nehmen zu – stumme Anrufe, die nur prĂŒfen, ob eine Nummer erreichbar ist.

Bei der Haftung fĂŒr Online-Banking-Betrug zeigt die Rechtsprechung: Banken haften grundsĂ€tzlich fĂŒr nicht autorisierte Zahlungen. Bei grober FahrlĂ€ssigkeit des Kunden kann das anders aussehen. Bei professionellem Spoofing mit KI-Stimmen und echten Rufnummern entfĂ€llt die grobe FahrlĂ€ssigkeit laut Experten jedoch oft.

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