Android-Sicherheitsupdate: Kritische WLAN-Lücke erlaubt Angriffe ohne Zutun
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 20:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google hat mit dem Android Security Bulletin September 2026 eine gravierende Sicherheitslücke geschlossen, die Angriffe über Funkverbindungen ohne jegliche Nutzerinteraktion ermöglicht. Insgesamt umfasst das Update Bereinigungen für 180 Schwachstellen im Betriebssystem, von denen der Konzern 26 als kritisch einstuft.
Als gefährlichstes Einfallstor gilt die Schwachstelle CVE-2026-28662 im externen WPA-Supplicant, der für die WLAN-Authentifizierung zuständig ist. Über diesen Fehler können Angreifer aus der Ferne Schadcode ohne vorherige Rechtevergabe und ohne Zutun des Gerätebesitzers ausführen.
Laut einem Bericht von SecurityWeek stufte Adam Boynton vom IT-Sicherheitsunternehmen Jamf die Lücke als besonders besorgniserregenden Speicherfehler im Wi-Fi-Bereich ein und riet Organisationen zu einer zügigen Verteilung der Softwarekorrekturen.
Geteilte Patch-Ebenen für Betriebssystem und Hardware
Google unterteilt die Verteilung der Sicherheitsupdates wie gewohnt in zwei Stufen. Das Patch-Level 2026-09-01 schließt 95 Schwachstellen in den Bereichen System, Framework und Android Runtime, darunter 23 kritische System- und drei kritische Framework-Fehler. Das weitergehende Patch-Level 2026-09-05 liefert zusätzlich 85 Korrekturen für Kernel- und Chipsatz-Komponenten der Hersteller Arm, Qualcomm, MediaTek sowie Unisoc.
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Einen vollständigen Schutz gegen alle erfassten Sicherheitsrisiken bieten laut Google ausschließlich Geräte, die mindestens das Patch-Level 2026-09-05 aufweisen.
Während hauseigene Pixel-Smartphones die Aktualisierung direkt erhalten, vergehen bei Geräten anderer Hersteller je nach Modell und Gerätealter Tage bis Monate, bis die Software bereitgestellt wird. Der aktuelle Stand lässt sich in den Geräteeinstellungen unter den Punkten für Telefoninformationen und Software-Updates einsehen.
Rollout bei Drittherstellern und Vorfälle bei Pixel-Modellen
Dritthersteller haben mit der Bereitstellung der Anpassungen begonnen. Xiaomi integriert den September-Sicherheitspatch 2026 in das System-Update HyperOS 4 für Endgeräte der Marken Xiaomi, Redmi und Poco.
Das Paket behebt laut Android-Sicherheitsbulletin mehrere Schwachstellen zur Ausführung von Remote-Code sowie Fehler zur unerlaubten Rechteausweitung durch Apps und enthält Ergänzungen für Komponenten von Qualcomm, MediaTek sowie Grafikprozessoren der Typen ARM-Mali und PowerVR.
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Die Verteilung startet laut Berichten in China sowie für ausgewählte globale und europäische Modellversionen, darunter die Geräte Xiaomi 15, Xiaomi 15 Ultra, Xiaomi 17T, Xiaomi 17T Pro, Xiaomi MIX FLIP 2, das Tablet Xiaomi Pad 7S Pro 12.5 sowie die Modelle Redmi K80, Redmi K80 Pro, Redmi K100 Pro Max, Poco F7 Pro, Poco F7 Ultra und Poco F9 Ultra. Zur Installation empfiehlt der Hersteller eine stabile WLAN-Verbindung und mindestens 50 Prozent verbleibende Akkuladung.
Gleichzeitig traten bei einigen Pixel-Smartphones nach dem September Pixel Drop technische Schwierigkeiten auf. Betroffene Nutzer eines Pixel 10 Pro XL meldeten abbrechende Mustereingaben, die ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen erforderten, während auf dem Pixel 8a und Pixel 8 Pro nach der Eingabe der ersten PIN-Ziffer fehlerhafte PIN-Meldungen mit anschließender Sperrzeit auftraten.
Zudem führte die Testversion Android 17 QPR1 bei einem Pixel 9 zu einem vollständigen Einfrieren des Geräts. Google untersucht die Entsperrprobleme und empfiehlt Betroffenen Hilfsschritte wie Neustarts, Netzwerkrücksetzungen, den abgesicherten Modus oder als letzten Ausweg die Wiederherstellung der Werkseinstellungen nach einer Datensicherung.
