Android-Update: Google schließt kritische Remote-Code-Lücken
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 00:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google hat sein monatliches Sicherheitsupdate für Android veröffentlicht. Die Aktualisierung behebt mehrere kritische Schwachstellen, die Angreifern die Ausführung von Schadcode aus der Ferne ermöglichen könnten – ohne dass Nutzer eingreifen müssen.
Update für Android 14 bis 16
Die Korrekturen betreffen die Versionen Android 14, 15 und 16. Die Patches werden in zwei Stufen mit den Patch-Level-Daten vom 1. und 5. August ausgeliefert. Besonders heikel: Die Remote-Code-Execution-Lücken erlauben Angreifern, Befehle auf betroffenen Geräten auszuführen, ohne dass eine Interaktion des Nutzers nötig ist.
Googles Pixel-Smartphones erhalten die Updates sofort. Andere Hersteller folgen zeitversetzt – Branchenbeobachter rechnen bei Samsung mit einer Auslieferung innerhalb weniger Tage. Bei weiteren Marken kann es mehrere Wochen dauern. Der aktuelle Patch-Stand lässt sich in den Systemeinstellungen unter „Sicherheitsaktualisierung“ prüfen.
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Samsung schließt 56 Lücken
Samsung hat Details zu seinem Sicherheitswartungs-Release für Galaxy-Geräte vorgelegt. Insgesamt 56 Schwachstellen werden dort geschlossen. 38 Korrekturen stammen aus Googles Android-Bulletin, 18 betreffen herstellerspezifische Komponenten. Acht der behobenen Lücken stuft Samsung als kritisch ein.
Für ältere Geräte ohne offiziellen Support empfiehlt sich ein Blick auf alternative Betriebssysteme wie GrapheneOS, die weiterhin Sicherheitsupdates liefern.
Auch Apple und andere betroffen
Parallel zu Android hat Apple Updates für iOS und macOS veröffentlicht. 23 Schwachstellen wurden adressiert, darunter eine kritische Lücke im Screen-Sharing-Bereich (CVE-2026-65400), die Fernzugriff ohne Anmeldung im selben Netzwerk ermöglichte. Sicherheitsanalysten von iVerify bringen die Lücken mit dem Coruna-Exploit-Kit in Verbindung, das bereits rund 42.000 Geräte infiziert haben soll.
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Unterdessen warnen Experten vor neuen Angriffswellen: Microsoft meldet die Kampagne ClickFix, die EtherHiding-Techniken zur Verbreitung des Lumma-Stealers nutzt. Beim Bekleidungsunternehmen Levi Strauss gelang ein Social-Engineering-Angriff auf Mitarbeiter-Computer – Kundendaten seien nicht betroffen. Beim Analyse-Software-Anbieter Metabase kam es Anfang August zu einem Datenabfluss durch eine SQL-Injection-Lücke.
