Antientzündliche Ernährung: Diät senkt Demenzrisiko um 29 Prozent
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 11:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Küchenkräuter können mehr als nur Geschmack liefern. Aktuelle Studien zeigen: Viele Gewürze wirken entzündungshemmend, schützen das Herz-Kreislauf-System und beugen sogar Demenz vor.
Antientzündliche Kost senkt Demenzrisiko um 29 Prozent
Eine im Juni 2026 in JAMA Network Open veröffentlichte Studie belegt den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gehirngesundheit. Demnach senkt eine gezielt antientzündliche Diät das Risiko für Demenzerkrankungen um bis zu 29 Prozent.
Besonders Curcumin spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die tägliche Einnahme von 200 bis 1000 mg Curcumin – kombiniert mit Piperin aus schwarzem Pfeffer – kann den CRP-Wert senken. Dieser Entzündungsmarker gilt als zentraler Indikator für chronische Entzündungsprozesse.
Auch Pilze sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Sie enthalten Ergothionein, eine Aminosäure, die kognitive Defizite reduzieren kann. Wer mindestens zwei Portionen pro Woche isst, profitiert nachweislich davon.
Kaliumreiche Kost schützt das Herz
Kardiologen empfehlen eine tägliche Kaliumzufuhr von rund 3.500 mg. Kartoffeln – am besten gedämpft und mit Schale – liefern davon reichlich. In Kombination mit einer salzarmen Ernährung senkt das Risiko für Herzversagen um 25 Prozent.
Rote Zwiebeln enthalten Anthocyane, Quercetin und Sulfide. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ, blutdrucksenkend und antibiotisch. Der Ballaststoff Inulin unterstützt zusätzlich die Darmflora. Studien aus den Jahren 2015, 2018 und 2021 bestätigen diese Effekte.
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Tee aus der Pflanze Camellia Sinensis zeigt ebenfalls messbare Wirkungen. Vier Tassen pro Tag senken das Diabetesrisiko um 17 Prozent. Schwarzer Tee verbessert die Gefäßfunktion. Vorsicht gilt jedoch bei Grüntee-Extrakten: Ab 800 mg EGCG pro Tag drohen Leberschäden.
Kräuter mit besonderen Heilkräften
Basilikum wirkt entzündungshemmend, Rosmarin antioxidativ und gedächtnisfördernd. Thymian hilft traditionell bei Atemwegsbeschwerden, Minze unterstützt die Verdauung.
Perillablätter aus der asiatischen Küche sind reich an Vitamin A, C und K sowie Rosmarinsäure. Als Tee oder Dampfinhalation lindern sie Erkältungssymptome.
Exotische Kräuter wie winterhartes Olivenkraut, Anisminze oder Marzipan-Salbei erweitern das kulinarische Spektrum – und liefern gleichzeitig wertvolle Pflanzenstoffe.
Vorsicht bei Überdosierung
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Experten warnen vor unkontrolliertem Konsum. Muskatnuss enthält Myristicin, das in hohen Dosen Halluzinationen und Vergiftungserscheinungen auslösen kann. Honig ist für Kinder unter 12 Monaten tabu – er kann Säuglingsbotulismus verursachen.
Patienten mit Nierenerkrankungen sollten ihre Kaliumzufuhr im Auge behalten. Kräutermischungen aus Ingwer, Knoblauch und Zitrone fördern zwar die Durchblutung. Sie können aber keine verkalkten Arterien auflösen oder eine schulmedizinische Behandlung bei koronaren Herzkrankheiten ersetzen.
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