AOK-Gesundheitsatlas: Jede zweite Frau ab 65 in Kelheim hat Rückenschmerzen
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer AOK-Gesundheitsatlas, dessen Erhebungen auf Daten der Krankenkasse aus dem Jahr 2024 basieren und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet wurden, liefert detaillierte Einblicke in die Verbreitung weit verbreiteter Volkskrankheiten. Die Auswertungen verdeutlichen insbesondere die gesundheitlichen Belastungen älterer Menschen ab 65 Jahren.
Zu den am häufigsten auftretenden Beschwerden in dieser Altersgruppe zählen Rückenschmerzen sowie Bluthochdruck. Regional zeigen sich dabei deutliche Schwerpunkte: Im Landkreis Kelheim klagt beispielsweise jede zweite Frau ab 65 Jahren über chronische Rückenschmerzen.
Regionale Ausprägungen von Muskel-Skelett- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die Auswertungen des Gesundheitsatlas machen sichtbar, wie stark bestimmte Diagnosen auch über alle Altersgruppen hinweg innerhalb einzelner Regionen variieren. In der Stadt Landshut sind 33,89 Prozent der Bevölkerung von Rückenschmerzen betroffen, während der Anteil beim Bluthochdruck bei 31,17 Prozent liegt.
Im Landkreis Landshut erreichen Rückenschmerzen eine Quote von 31,16 Prozent, begleitet von 30,73 Prozent bei Bluthochdruck. Im bayernweiten Vergleich rangieren die Werte bei 31,07 Prozent für Rückenschmerzen und 29,75 Prozent für Bluthochdruck, womit die Zahlen der Stadt Landshut über dem Landesdurchschnitt liegen.
Für den Landkreis Kelheim identifiziert der Gesundheitsatlas Bluthochdruck und Diabetes als zentrale Krankheitslasten der Region, wie Medienberichte Ende Oktober 2026 aufzeigen. Die hohe Betroffenheit älterer Frauen bei chronischen Rückenleiden unterstreicht zudem den spezifischen Versorgungsbedarf vor Ort.
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Stoffwechselerkrankungen und psychische Beschwerden
Neben Leiden des Bewegungsapparats und des Herz-Kreislauf-Systems beleuchtet der Atlas weitere chronische Krankheitsbilder. Bei der Adipositas lag der Anteil unter den AOK-Versicherten im Jahr 2024 in der Stadt Landshut bei 11,85 Prozent. Im Landkreis Landshut waren es 10,26 Prozent, während der bayernweite Wert bei 10,1 Prozent lag.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Diabetes Typ 2 unter Personen ab 20 Jahren: Hier verzeichnete die Stadt Landshut einen Anteil von 12,09 Prozent und der Landkreis Landshut 12,23 Prozent, verglichen mit einem landesweiten Wert von 11 Prozent.
Auch Depressionen stellen eine messbare Belastung dar. Im Jahr 2024 lag die Quote in der Stadt Landshut bei 13,72 Prozent und im Landkreis Landshut bei 12,82 Prozent, während in ganz Bayern ein Wert von 12,8 Prozent erfasst wurde.
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Planungsgrundlage für kommunale Präventionsangebote
Das übergeordnete Ziel der kleinräumigen Datenerhebung im AOK-Gesundheitsatlas liegt in der Unterstützung einer bedarfsgerechten Gesundheitsförderung. Die differenzierten Kennzahlen sollen den Akteuren vor Ort helfen, den konkreten Bedarf an Prävention präziser einzuschätzen.
Auf dieser Grundlage lassen sich zielgerichtete Maßnahmen entwickeln, zu denen unter anderem rückenschonende Bewegungsprogramme für Senioren sowie vertiefte Aufklärungsangebote zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gesunder Ernährung gehören.
