Apple-Betrug: Seniorin sollte 22.800 Dollar per Bitcoin zahlen
30.06.2026 - 22:05:02 | boerse-global.de
800 US-Dollar an einem Bitcoin-Automaten einzahlen. Der Grund: Angeblich habe ein Virus ihr Gerät mit illegalen Inhalten infiziert. Ein aufmerksamer Mitarbeiter verhinderte die Transaktion.
Die Masche ist alt, die Methode neu. Kriminelle nutzen das Vertrauen in große Technologiekonzerne, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Sie kombinieren technische Schreckensszenarien mit rechtlichen Drohungen. Das Ziel: schnelle Zahlungen per Kryptowährung oder Geschenkkarten.
Psychologischer Druck auf dem Höhepunkt
Der Vorfall in Salina begann harmlos. Ein angeblicher Apple-Mitarbeiter forderte knapp 250 US-Dollar Gebühr. Dann eskalierte die Situation. Die Täter behaupteten, auf dem Gerät der Frau sei ein Virus mit illegalen Inhalten entdeckt worden. Die angebliche Strafe: 22.800 US-Dollar.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Anrufen. „Zahlen Sie niemals per Kryptowährung oder Geschenkkarten an Unbekannte", heißt es in der Mitteilung. Die Masche ist international. In Peccioli, Italien, durchschaute eine Frau einen ähnlichen Betrugsversuch rechtzeitig.
Apple schließt knapp 40 Sicherheitslücken
Während Kriminelle den Apple-Namen missbrauchen, liefert das Unternehmen echte Sicherheitsupdates. iOS, iPadOS und macOS 26.5.2 schließen rund 40 Schwachstellen pro Plattform. Besonders betroffen: der Kernel und die WebKit-Engine.
Die Updates kamen teils vorgezogen. Der Grund: KI-beschleunigte Hacking-Tools erleichtern die Ausnutzung von Sicherheitslücken. Einige Schwachstellen wurden mithilfe von KI-Werkzeugen wie Claude oder Codex Security identifiziert. Die Updates stehen ab dem iPhone 11 und verschiedenen iPad-Generationen zur Verfügung.
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Parallel untersucht Apple ein massives Datenleck beim Zulieferer Tata Electronics. Seit Mitte Juni kursieren vertrauliche Dokumente zum künftigen iPhone 18 Pro im Darknet. Komponentenlisten und Falltest-Bilder wurden von einer Ransomware-Gruppe veröffentlicht.
PayPal-Betrug mit unmöglichem Datum
Die Betrugswelle trifft auch Finanzdienstleister. In Österreich und Deutschland häufen sich gefälschte PayPal-E-Mails. Die Täter fordern Beträge zwischen 950 und 1.250 Euro. Die Frist: angeblich bis zum 31. Juni – ein Datum, das es nicht gibt.
Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Für 2025 beziffern Experten die Verluste durch Business Email Compromise (BEC) auf rund 2,8 Milliarden Euro. Deepfake-Betrugsfälle stiegen um 1.300 Prozent.
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Neue Schutzmaßnahmen der Behörden
Staatliche Stellen reagieren. In der Schweiz müssen Telekommunikationsanbieter ab dem 1. Juli gefälschte Mobilfunknummern kennzeichnen. In Deutschland starteten Polizeibehörden in Berlin, Brandenburg und Thüringen eine Aktionswoche zur Sensibilisierung der Bevölkerung.
Die Botschaft der Ermittler ist klar: Seriöse Unternehmen fordern niemals Zahlungen per Bitcoin oder Geschenkkarten. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und den Vorfall melden.
