Apple-Chips, Konzern

Apple-Chips: Konzern kauft Halbleiter-Startups gegen Nvidia-Abhängigkeit

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 01:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple verhandelt über Übernahmen von Chip-Startups, um eigene KI-Server-Prozessoren zu entwickeln und die Dominanz von Nvidia zu reduzieren.

Apple plant Chip-Zukäufe: Weniger Abhängigkeit von Nvidia
Stilisierte, leuchtende neuronale Netzwerk-Platine mit schwachem Apple-Logo, die KI und Halbleitertechnologie darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple verhandelt mit Investmentbankern über den Erwerb von Chip-Unternehmen, wie am 15. Juli 2026 bekannt wurde. Ziel ist die Entwicklung eigener KI-Server-Prozessoren, um Leistungslücken in der aktuellen Infrastruktur zu schließen. Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Dominanz von Nvidia im Bereich der Künstlichen Intelligenz.

Performance-Engpässe und Verzögerungen

Die hauseigene Server-Hardware kommt an ihre Grenzen. Aktuelle Systeme mit M2-Ultra-Chips sind für anspruchsvolle KI-Workloads nicht leistungsfähig genug. Apple muss daher für rechenintensive Aufgaben – darunter bestimmte Siri-Funktionen und komplexe Modelle – auf Nvidia-GPUs in der Google Cloud zurückgreifen.

Der Zeitplan für maßgeschneiderte Server-Chips stockt. Ein internes Nachfolgeprojekt mit dem Codenamen Baltra verzögert sich über 2026 hinaus. Zwar ist zwischenzeitlich ein Upgrade auf den M5 Ultra geplant, doch ein echter Spezialchip, der mit der Spitzenkonkurrenz mithalten kann – möglicherweise als M7 Ultra bezeichnet – wird frühestens 2029 erwartet.

Milliarden-Reserven für die Einkaufstour

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Finanzvorstand Kevan Parekh hat die langjährige Strategie der „Netto-Cash-Neutralität" aufgegeben. Das schafft Spielraum für deutlich größere Übernahmen. Zum 28. März 2026 verfügte Apple über Barreserven von rund 45,6 Milliarden Euro.

Bereits im Januar 2026 schlug Apple zu: Die Übernahme von Q.ai kostete geschätzte zwei Milliarden Euro. Zudem fanden Gespräche mit PrismML über Technologie zur Komprimierung von KI-Modellen auf dem Gerät statt. Die Strategie erinnert an den Aufbau der eigenen Chip-Sparte, die 2008 mit dem Kauf von PA Semi für 278 Millionen Euro begann.

Führungswechsel und globale Expansion

Im September 2026 wird John Ternus Tim Cook als CEO ablösen. Hardware-Chef Johny Srouji bleibt an Bord und treibt die Chip-Entwicklung weiter voran.

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Parallel zu den Eigenentwicklungen pflegt Apple weiterhin große Zulieferer-Beziehungen. Der Vertrag mit Broadcom wurde kürzlich bis 2031 verlängert – ein Deal mit einem Volumen von über 30 Milliarden Euro.

Grünes Licht für Apple Intelligence in China

Ein wichtiger Meilenstein gelang am 15. Juli 2026: Die chinesischen Behörden genehmigten den Start von Apple Intelligence im Reich der Mitte. Partner vor Ort sind unter anderem Alibaba und Baidu. Die Apple-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten und legte um 4,01 Prozent auf 327,50 Euro zu.

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