Apple, iPhone Duo

Apple erwartet sieben bis zehn Prozent Umsatzplus trotz Chipkosten

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 02:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Apple erwartet im Weihnachtsquartal zwar sieben bis zehn Prozent mehr Umsatz, muss aber mit sinkender Marge und knappen Lieferungen des faltbaren iPhone Duo rechnen.

Apples Quartalszahlen und Lieferlage

  • Apple steigerte den Quartalsumsatz um zwölf Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar.
  • Der Gewinn wuchs um zwölf Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar.
  • Beim iPhone Duo verschoben sich Liefertermine zum Verkaufsstart schnell in den Januar.
Das iPhone 18 Pro wurde rechtzeitig zum fĂŒr Apple wichtigen WeihnachtsgeschĂ€ft prĂ€sentiert. (Archivbild) - Bild: Angelina Katsanis/AP/dpa

Apple wÀchst vor Weihnachten trotz steigender Chipkosten

Apple geht mit einem wachsenden iPhone-GeschÀft, aber deutlich höheren Speicherchipkosten in das Weihnachtsquartal. Die Börse reagierte enttÀuscht auf den Ausblick, die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um rund drei Prozent.

Umsatz steigt, Marge sinkt

Apple-Chef John Ternus bezeichnete den Kostenanstieg bei Speicherchips als beispiellos und weiter anhaltend. Der Konzern will die Belastung unter anderem durch niedrigere Preise bei anderen Bauteilen abfedern; zugleich stieg das Volumen der ProduktionsauftrÀge binnen drei Monaten um 33 Milliarden Dollar.

FĂŒr das Weihnachtsquartal rechnet Apple mit einer Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent. Im FrĂŒhjahr hatte der Wert noch ĂŒber 50 Prozent gelegen. Beim Umsatz erwartet der Konzern ein Plus von sieben bis zehn Prozent und liegt damit ĂŒber den Erwartungen der Analysten.

iPhone-Umsatz ĂŒbertrifft Erwartungen

Im vergangenen Quartal wuchs der iPhone-Umsatz im Jahresvergleich um 17,5 Prozent auf 57,56 Milliarden Dollar. Damit ĂŒbertraf Apple die AnalystenschĂ€tzungen um rund eine Milliarde Dollar. Eine konkrete Umsatzprognose fĂŒr das WeihnachtsgeschĂ€ft legte der Konzern nicht vor.

iPhone Duo bleibt knapp

Apple brachte im September neue Modelle auf den Markt. In diesem Jahr gehören dazu das iPhone 18 Pro und das iPhone Duo, das erste aufklappbare Smartphone des Konzerns. GĂŒnstigere neue GerĂ€te sollen laut Medienberichten erst im kommenden Jahr folgen.

Beim mehr als 2.000 Euro teuren iPhone Duo bestehen weiterhin EngpĂ€sse. Nach dem Verkaufsstart im Oktober rutschten die Liefertermine schnell in den Januar. Der operative Top-Manager Sabih Khan sagte, es sei schwer vorherzusagen, wie schnell sich Angebot und Nachfrage ausgleichen ließen.

Ternus setzt auf das iPhone als KI-Zentrum

John Ternus ĂŒbernahm den Chefposten von Tim Cook mitten im Quartal. Bei seiner ersten Analystenkonferenz stellte er eine Vision vor, nach der Technologie die Welt besser machen solle.

Das iPhone solle auch in der KI-Ära im Mittelpunkt des Apple-GeschĂ€fts stehen. Der Konzern setzt darauf, dass Kunden ĂŒber iPhones und andere Apple-GerĂ€te auf Anwendungen mit KĂŒnstlicher Intelligenz zugreifen.

Dienstleistungen und China bleiben hinter Erwartungen

Der Quartalsumsatz stieg insgesamt um zwölf Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar, der Gewinn ebenfalls um zwölf Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar. Dazu trugen auch RĂŒckzahlungen von US-Importzöllen bei.

Bei Dienstleistungen und im GeschÀft in China verfehlte Apple trotz ZuwÀchsen höhere Analystenerwartungen. Die Aktie gab im nachbörslichen US-Handel zeitweise rund drei Prozent nach.

Apples WeihnachtsgeschĂ€ft verbindet in diesem Quartal zwei gegenlĂ€ufige Entwicklungen: Das iPhone-GeschĂ€ft wĂ€chst deutlich, zugleich steigen die Kosten fĂŒr Speicherchips stark. FĂŒr den Konzern ist das besonders relevant, weil das iPhone den mit Abstand grĂ¶ĂŸten Umsatzbeitrag liefert und die neuen Modelle traditionell im wichtigen JahresendgeschĂ€ft fĂŒr zusĂ€tzliche Nachfrage sorgen.

Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass Apple die höheren Kosten bislang teilweise durch seine GrĂ¶ĂŸenordnung und die starke Nachfrage abfedern kann. Der iPhone-Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um 17,5 Prozent, der Konzernumsatz insgesamt um zwölf Prozent. Die erwartete Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent liegt jedoch deutlich unter dem Niveau vom FrĂŒhjahr und signalisiert, dass steigende Produktionskosten die ProfitabilitĂ€t belasten.

EngpÀsse erhöhen den Druck

Beim iPhone Duo kommt ein Angebotsproblem hinzu. Wenn Liefertermine fĂŒr ein mehr als 2.000 Dollar teures Modell rasch in den Januar rutschen, kann Apple die Nachfrage im WeihnachtsgeschĂ€ft nicht vollstĂ€ndig in unmittelbar verbuchte VerkĂ€ufe umwandeln. Zugleich zeigt die EinfĂŒhrung, dass das erste faltbare iPhone trotz seines hohen Preises auf erhebliches Interesse stĂ¶ĂŸt.

FĂŒr Kunden können die EngpĂ€sse lĂ€ngere Wartezeiten bedeuten; fĂŒr Apple wird entscheidend sein, wie schnell die Produktion ausgeweitet und die LieferfĂ€higkeit stabilisiert werden kann. Die schwĂ€chere Entwicklung bei Dienstleistungen und in China begrenzt zudem die Möglichkeiten, Belastungen aus Speicherpreisen allein ĂŒber andere GeschĂ€ftsbereiche auszugleichen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Stern: „iPhone-Konzern: Apples iPhone-GeschĂ€ft ĂŒber Börsenerwartungen“ (02.11.2026)

Der Beitrag hebt wie die dpa-Meldung das ĂŒber den Erwartungen liegende iPhone-GeschĂ€ft und die EngpĂ€sse beim iPhone Duo hervor. Anders als die dpa-Meldung konzentriert er sich stĂ€rker auf Umsatz, Gewinn und das neue Faltmodell; die Auswirkungen der Speicherchippreise stehen dort weniger im Mittelpunkt.

Gemeinsam ist beiden Darstellungen der Befund eines starken iPhone-Quartals bei zugleich begrenzter LieferfÀhigkeit des neuen Modells. Offen bleibt, wie rasch Apple die Nachfrage nach dem iPhone Duo bedienen kann.

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