Apple, Bewegungsdaten

Apple iOS 27.2: Neue Einstellung sperrt Bewegungsdaten pro App

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 02:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Beta erlaubt eine appweise Sperre von Bewegungssensoren, ist bislang jedoch nur mit chinesischem App-Store-Konto verfügbar.

Apple testet in iOS 27.2 Schutz vor bewegungsaktivierter Werbung
Ein minimalistischer, moderner Stadtparkweg in der Abenddämmerung mit leeren Gehwegen und weicher Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Apple hat in der Beta 2 von iOS 27.2 eine neue Datenschutzoption eingeführt, mit der Nutzer Apps gezielt den Zugriff auf Bewegungsdaten wie Gyroskop und Beschleunigungssensor entziehen können. Die Funktion mit dem Namen „Restrict Motion Data" soll verhindern, dass sogenannte Shake-to-Open-Ads unbeabsichtigt ausgelöst werden – Werbeanzeigen, die automatisch aufspringen, sobald ein Nutzer sein Gerät schüttelt.

Neue Einstellung tief im Menü verankert

Die Option findet sich im Pfad Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Bewegung & Fitness > „Restrict Motion Data" > Bearbeiten. Dort können Nutzer künftig app-spezifisch festlegen, welche Anwendungen weiterhin auf Bewegungssensoren zugreifen dürfen und welchen dieser Zugriff verwehrt bleibt. Damit reagiert Apple auf ein Problem, das vor allem in China verbreitet ist: Dort setzen zahlreiche Apps auf Shake-to-Open-Ads, die bei Überschreiten eines bestimmten Bewegungsschwellenwerts automatisch eine Werbeseite öffnen – oft ausgelöst durch unabsichtliche Handbewegungen beim Gehen oder Greifen nach dem Smartphone.

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Funktion bislang nur regional sichtbar

Berichten zufolge taucht die neue Einstellung derzeit ausschließlich bei Nutzern auf, die mit einer Apple-ID aus dem chinesischen App Store angemeldet sind.

Wechseln Nutzer zu einem US-amerikanischen oder einem anderen regionalen Konto, verschwindet der entsprechende Menüpunkt wieder vollständig. Dies deutet darauf hin, dass Apple die Funktion zunächst gezielt für den chinesischen Markt ausrollt, in dem Shake-to-Open-Werbung ein verbreitetes Ärgernis darstellt.

Hintergrund des Problems

Shake-to-Open-Ads nutzen die in Smartphones verbauten Bewegungssensoren, um aus alltäglichen Erschütterungen – etwa beim Laufen, beim Einstecken in eine Tasche oder bei ruckartigen Bewegungen – ein Auslösesignal für Werbeeinblendungen zu machen. Für Nutzer bedeutet das häufig, dass sich ohne bewusste Interaktion plötzlich ein Werbe-Link oder eine App-Weiterleitung öffnet.

Mit der neuen Kontrollmöglichkeit in iOS 27.2 können betroffene Nutzer diesen Mechanismus künftig gezielt für einzelne Apps unterbinden, ohne auf den Zugriff auf Bewegungsdaten für andere, möglicherweise sinnvolle Funktionen verzichten zu müssen – etwa Fitness-Tracking oder Spiele, die Bewegungssteuerung benötigen.

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Ausblick

Da sich die Funktion aktuell noch in der Beta-Phase befindet und regional auf den chinesischen App Store beschränkt ist, bleibt offen, ob und wann Apple „Restrict Motion Data" auch für andere Märkte freischaltet.

Für Nutzer außerhalb Chinas ist die Einstellung in den bisherigen Beta-Versionen von iOS 27.2 nicht sichtbar. Ob die Funktion bis zur finalen Veröffentlichung von iOS 27.2 global ausgerollt wird, lässt sich dem aktuellen Kenntnisstand zufolge noch nicht sagen.

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