Apple-Patent, Ausziehbare

Apple-Patent: Ausziehbare Blutdruckmanschette für iPhone

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 12:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple verbindet ein iPhone-kompatibles Blutdrucksystem mit der Übernahme von Sonera und dessen Technologie zur kontaktlosen Erfassung biomagnetischer Signale.

Apple erhält Patent für flexible Blutdruckmanschette und Sensoren
Ein minimalistisch eingerichtetes, helles medizinisches Forschungslabor mit sterilen Oberflächen und professioneller Ausstattung. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Apple treibt seine Bestrebungen im Bereich der Gesundheitsvorsorge weiter voran und hat ein Patent für eine neuartige Blutdruckmanschette erhalten.

Wie aus Fachberichten von Anfang September 2026 hervorgeht, handelt es sich um eine ausziehbare Konstruktion, die speziell für die Kopplung mit dem iPhone entwickelt wurde. Das Ziel dieser Entwicklung ist eine komfortable Langzeit-Blutdruckmessung, die sich nahtlos in den Alltag der Anwender integrieren lässt.

Flexibilität und Präzision durch dualen Modus

Die im Patent beschriebene Manschette zeichnet sich durch eine besondere Funktionsweise aus, die zwei unterschiedliche Betriebsmodi vorsieht. Im regulären Alltagsbetrieb verbleibt das Band in einem flexiblen Zustand, um den Tragekomfort für den Nutzer zu maximieren. Sobald jedoch eine Messung eingeleitet wird, versteift sich die Manschette, um den für die Datenerhebung erforderlichen Druck aufzubauen.

Technisch ist das System so konzipiert, dass es alle für die Messung notwendigen Komponenten umfasst. Dazu gehören laut den Unterlagen eine integrierte Pumpe, verschiedene Ventile sowie die erforderliche Sensorik. Dieser Ansatz unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen, oft sperrigen Blutdruckmessgeräten und unterstreicht Apples Zielsetzung, medizinische Überwachungsfunktionen in handliche Formfaktoren zu überführen.

Übernahme des Sensor-Startups Sonera

Flankiert werden diese Hardware-Entwicklungen durch die Übernahme des kalifornischen Startups Sonera. Das in Berkeley ansässige Unternehmen wurde durch Meldungen im europäischen Register bekannt.

Sonera hat sich auf die Entwicklung hochspezialisierter Sensoren konzentriert, die biomagnetische Körpersignale ohne direkten Hautkontakt erfassen können. Bereits im Jahr 2023 stellte das Unternehmen mit dem S1 einen Chip vor, der als Grundlage für diese Technologie dient.

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Die Sensoren von Sonera sind in der Lage, Magnetfelder zu messen, die durch Muskel- und Gehirnaktivitäten entstehen. Branchenexperten sehen darin die technologische Basis für zukünftige, nicht-invasive Brain-Computer-Interfaces. Während Apple bisher keine konkreten Pläne für den Einsatz dieser Technologie kommuniziert hat, wird spekuliert, dass die Sensoren in künftige Generationen von Wearables oder Smart Glasses integriert werden könnten.

Strategische Einordnung und Finanzierung

Sonera konnte bis zum Jahr 2023 Risikokapital in Höhe von insgesamt 20 Mio. US-Dollar einsammeln. Über den Kaufpreis, den Apple für das Startup gezahlt hat, wurde bisher Stillschweigen vereinbart. Die Einsatzmöglichkeiten der entwickelten Chip-Technologie sind vielfältig und umfassen neben der allgemeinen Gesundheitsüberwachung in Wearables auch Anwendungen im Bereich der Prothetik sowie im Leistungssport.

Die Kombination aus dem neuen Patent für die Blutdruckmessung und der Akquisition hochmoderner Sensortechnologie verdeutlicht Apples Strategie, die diagnostischen Fähigkeiten seiner Produktpalette systematisch auszubauen.

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Ob und wann die patentierte Blutdruckmanschette oder die biomagnetischen Sensoren in marktreifen Endgeräten erscheinen werden, bleibt abzuwarten. Die Entwicklungen zeigen jedoch, dass das Unternehmen verstärkt auf Technologien setzt, die eine präzise medizinische Datenerfassung ohne Beeinträchtigung des Nutzerkomforts ermöglichen.

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