Apple-Sicherheit: Fast 30 Lücken in iOS und macOS geschlossen
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 01:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat Sicherheitsupdates für iOS 26.6.1, iPadOS 26.6.1 und macOS Tahoe 26.6.2 veröffentlicht, die insgesamt fast 30 Sicherheitslücken beheben. Die Aktualisierungen betreffen sowohl mobile Geräte als auch Mac-Computer und gelten als dringend, da mehrere der geschlossenen Schwachstellen potenziell schwerwiegende Folgen für Nutzer hätten haben können.
Umfang der behobenen Schwachstellen
Die Updates schließen 29 Sicherheitslücken in iOS und iPadOS sowie 28 in macOS. Auffällig ist die hohe Zahl an Fehlern im Browser-Engine WebKit: Allein 21 der insgesamt behobenen Schwachstellen entfallen auf diese Komponente. Neun dieser WebKit-Lücken wurden von OpenAI Codex Security entdeckt. Eine davon, die als CVE-2026-64778 geführte Schwachstelle in der WebKit-History-Funktion, hätte Datenlecks verursachen können.
Neben den WebKit-Fehlern behoben die Updates Schwachstellen in mehreren weiteren Systemkomponenten: Ein Audio-Leak wurde über CVE-2026-65339 geschlossen, zwei ImageIO-Lücken über CVE-2026-65347 und CVE-2026-65346, eine Schwachstelle in IOGPUFamily über CVE-2026-64788 sowie drei Kernel-Fehler unter den Kennungen CVE-2026-65343, CVE-2026-65349 und CVE-2026-65330. Zusätzlich wurde eine Telephony-Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-65329 adressiert.
Besonders kritische Einzelfälle
Unter den behobenen Lücken sticht CVE-2026-65346 hervor, ein Integer-Overflow in ImageIO, der Codeausführung auf betroffenen Geräten ermöglichen konnte.
Diese Schwachstelle betraf macOS Tahoe sowie iPhone-Modelle ab dem iPhone 11. Sicherheitsexperten warnten, dass gerade diese Art von Fehler für die Auslieferung von Spyware ausgenutzt werden könnte, da ImageIO-Lücken oft ohne Nutzerinteraktion – etwa allein durch das Anzeigen einer manipulierten Bilddatei – ausgelöst werden können.
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Ebenfalls von Bedeutung war CVE-2026-65329 in der Telephony-Komponente, über die sich die IPSec-Authentifizierung umgehen ließ – ein Mechanismus, der eigentlich verschlüsselte Netzwerkverbindungen absichern soll.
Weitere veröffentlichte Aktualisierungen
Parallel zu den Hauptupdates brachte Apple auch iOS 18.7.10 und iPadOS 18.7.10 für ältere Geräte heraus. Diese Version behebt nach Angaben von Sicherheitsforschern über 120 Fehler, davon mehr als 40 allein in WebKit.
Zudem erschienen visionOS 26.6.1 sowie Safari 26.6.1 für Nutzer von macOS Sonoma und macOS Sequoia. Ergänzend veröffentlichte Apple Release Candidates für die kommenden Versionen macOS Tahoe 26.7 und macOS Sequoia 15.8.
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Die Sicherheitsupdates enthalten laut Berichten auch Fixes, die bereits Teil der iOS 27 Beta waren, und wurden nach ihrer ersten Veröffentlichung am 17. August 2026 auch am Folgetag weiter ausgeliefert.
Dritte Sicherheitsrunde binnen drei Wochen
Die aktuellen Updates markieren bereits die dritte Sicherheitsaktualisierung innerhalb von drei Wochen – ein Hinweis auf die Häufigkeit, mit der Apple derzeit auf neu entdeckte Schwachstellen reagiert.
Nach Angaben von Sicherheitsforschern sind bislang keine aktiven Ausnutzungen der nun geschlossenen Lücken bekannt. Dennoch raten Experten dazu, die Updates umgehend zu installieren, da insbesondere die ImageIO-Schwachstelle als potenzielles Einfallstor für gezielte Angriffe gilt.
Die Updates stehen für iPhone-Modelle ab dem iPhone 11 sowie für kompatible iPad-Modelle zur Verfügung. Nutzer können die Installation über die Systemeinstellungen ihrer Geräte anstoßen.
