Apple Trade-In: Ankaufwerte für iPhones und MacBooks um 6,6% gestiegen
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 00:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat sein Rückgabeprogramm in den USA grundlegend überarbeitet und bietet für ältere Geräte nun bis zu 30 Prozent mehr Guthaben. Der Schritt könnte auch den Gebrauchtmarkt in Europa beeinflussen.
Deutliche Aufwertung bei MacBooks und iPhones
Die neuen Konditionen gelten seit Anfang August 2026 und betreffen iPhones, MacBooks, iPads und Apple Watches. Im Schnitt steigen die Ankaufwerte um 6,6 Prozent – einzelne Modelle legten jedoch deutlich stärker zu. Das MacBook Pro bringt nun bis zu 855 Dollar (rund 780 Euro), zuvor waren es maximal 690 Dollar. Beim Mac Studio stieg der Höchstwert von 1.045 auf 1.305 Dollar.
Auch bei den Smartphones gibt es spürbare Verbesserungen: Das iPhone 16 Pro Max wird mit bis zu 720 Dollar vergütet (vorher 695), das iPhone 16 Pro mit 630 statt 560 Dollar. Beim iPad Pro stieg der Wert von 690 auf 720 Dollar, das iPad mini von 265 auf 300 Dollar. Die Watch Series 10 wird mit 165 Dollar veranschlagt – ein Plus von 15 Dollar.
Als Hauptgrund für die höheren Prämien gelten gestiegene Preise für Speicherchips (DRAM und NAND). Branchenbeobachter sehen zudem eine strategische Komponente: Apple will offenbar den Umstieg auf die erwartete iPhone-18-Generation erleichtern.
Android-Geräte erstmals im Ankaufprogramm
Erstmals akzeptiert Apple auch neuere Android-Flaggschiffe im Tauschprogramm. Besitzer des Google Pixel 9, des Samsung Galaxy S21 Ultra sowie des OnePlus 13 und 13R können ihre Geräte nun gegen Apple-Guthaben eintauschen. Der Schritt dürfte vor allem darauf abzielen, Wechselwilligen den Umstieg ins Apple-Ökosystem zu erleichtern.
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Neues Abo-Modell und Produktion in Brasilien
Parallel zum angepassten Ankaufprogramm startete Apple im August 2026 ein Hardware-Abo ohne Zinsaufschlag. Ein iPhone 17 Pro mit 256 Gigabyte Speicher kostet dabei 31,99 Dollar pro Monat über 24 Monate oder 45,99 Dollar über zwölf Monate. Das Modell verkürzt die Upgrade-Zyklen und gibt Apple mehr direkten Kundenkontakt – weg von den Mobilfunkanbietern, die traditionell die Vertriebspartnerschaft dominierten.
Zudem hat der Konzern die Produktion des iPhone 17 in Brasilien aufgenommen. Foxconn montiert die Geräte im Werk Jundiaí im Bundesstaat São Paulo. Profitieren will Apple von lokalen Steuervorteilen und kürzeren Lieferwegen. Preissenkungen für den brasilianischen Markt sind laut Branchenkreisen nicht geplant.
Ausblick: iPhone 18 Pro mit dickerem Gehäuse?
Für das im September erwartete iPhone 18 Pro deuten Gerüchte auf einen 2-Nanometer-A20-Pro-Chip und eine Face-ID-Kamera unter dem Display hin. Die Integration einer neuen Kamera mit variabler Blende könnte das Gehäuse jedoch deutlich dicker machen. Branchenkenner rechnen mit einer Zunahme von rund zwei Millimetern – das Pro-Max-Modell könnte mit etwa 243 Gramm zu den schwersten iPhones aller Zeiten zählen.
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Juristisches Verfahren und Aktienkurs
Weiterhin beschäftigt Apple der Rechtsstreit mit dem Tech-Journalisten Jon Prosser wegen mutmaßlicher Verletzung von Geschäftsgeheimnissen. Ein Statusbericht vom 5. August 2026 verzeichnet Verzögerungen in der Beweisaufnahme: Prossers Anwaltsteam sei seit Anfang Juli nicht erreichbar. Der nächste Bericht ist für den 7. Oktober angesetzt.
Die Apple-Aktie schloss am 7. August 2026 bei 313,33 Dollar – das entspricht einer Marktkapitalisierung von 4,57 Billionen Dollar. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte der Konzern einen Gewinn von 29,58 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 111,18 Milliarden Dollar.
