Applebee’s-Sicherheitslücke: Kundendaten ließen sich auch manipulieren
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 18:54 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie US-amerikanische Restaurantkette Applebee’s, die zum Konzern Dine Brands gehört, hat eine erhebliche Sicherheitslücke in ihrer Android-Anwendung geschlossen. Ursache für das Sicherheitsproblem war ein direkt im Quellcode der App fest hinterlegtes Passwort für eine interne Datenbank.
Entdeckt worden war der Fehler von dem IT-Sicherheitsforscher Robert Wiggins des britischen Unternehmens What Security. Die Behebung der Schwachstelle wurde am Donnerstag, 29.10.2026, bestätigt.
Wiggins hatte die Zugangsdaten im Oktober 2026 mithilfe einer KI-gestützten Code-Analyse in tausenden Programmzeilen identifiziert. Die betroffene Anwendung verzeichnet im Google Play Store über 1 Mio. Downloads. Das im Code hinterlegte Credential ermöglichte ungeschützten Zugriff auf eine interne Kundendatenbank.
Wie Wiggins feststellte, ließ das System über diesen Weg nicht nur das Auslesen, sondern auch die direkte Bearbeitung und Manipulation gespeicherter Kundendaten zu.
Sensible Kundendaten über Schwachstelle zugänglich
Die über die Datenbank exponierten Datenfelder umfassten persönliche Informationen wie vollständige Namen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Postleitzahlen sowie den Veteranenstatus von Nutzern.
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Darüber hinaus waren E-Mail-Adressen samt Verifizierungsstatus, das Erstellungsdatum des jeweiligen Accounts, Zähler für Anmeldevorgänge und die IP-Adressen der letzten Logins einsehbar, welche Rückschlüsse auf den ungefähren Standort zulassen. Zahlungsdaten oder Benutzerpasswörter waren nach vorliegenden Informationen nicht exponiert.
Das US-Technikportal TechCrunch überprüfte die Schwachstelle vor der Bereinigung unabhängig. Dabei gelang es, das Problem mithilfe eines eigens erstellten Testkontos zu verifizieren und die Möglichkeit zur eigenständigen Änderung von Datenbankeinträgen zu bestätigen.
Ausmaß des Vorfalls noch ungeklärt
Die genaue Zahl der potenziell von der Lücke betroffenen Personen ist bislang unbekannt. Das Bonusprogramm von Applebee’s zählte im Jahr 2025 mindestens 8,5 Mio. registrierte Mitglieder. Dine Brands erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Unbefugte außerhalb des Sicherheitsforschers auf die Datenbank zugegriffen hätten. Eine interne Untersuchung des Vorfalls dauert an.
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Zu Einzelheiten wie den Systemprotokollen, der genauen zeitlichen Dauer der Exposition, einer möglichen direkten Benachrichtigung der Kunden oder Meldungen an zuständige Regulierungsbehörden machte Dine Brands bis zum Redaktionsschluss keine Angaben.
Für Sicherheitsforscher hatte sich die Meldung des Problems zudem schwierig gestaltet: Weder bei Applebee’s noch beim Mutterkonzern Dine Brands war ein offizieller Kommunikationsweg zur Meldung von Schwachstellen eingerichtet.
