ASUS ROG GR70: Mini-PC mit RTX 5070 und 96 GB RAM ab 2.900 Euro
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 02:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Hersteller wie ASUS und Minisforum bringen Hardware auf den Markt, die mit neuester Grafikgeneration und KI-Fähigkeiten glänzt. Der Trend ist klar: Desktop-Klasse im Mini-Format.
ASUS ROG GR70 und Minisforum MS-03: Zwei Schwergewichte
Am 11. Juli 2026 präsentierte ASUS den ROG GR70, einen High-End-Mini-PC mit Nvidia GeForce RTX 5070 Laptop-Grafik. Zur Wahl stehen Prozessoren wie der Ryzen 9 9955HX – auch mit 3D-V-Cache-Technologie. Der Preis beginnt bei rund 2.900 Euro. Das System unterstützt bis zu 96 Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher und setzt auf eine Dreifach-Lüfter-Kühlung. Zur Ausstattung gehören WLAN 7 und Anschlussmöglichkeiten für bis zu fünf Monitore.
Nur einen Tag später zog Minisforum nach: Der MS-03 wird vom Intel Panther Lake Core Ultra 9 386H angetrieben. Seine kombinierte NPU- und iGPU-Leistung erreicht 90 TOPS für KI-Aufgaben. Besonders hervorzuheben sind die Erweiterungsmöglichkeiten: drei M.2-Steckplätze (zwei davon mit PCIe 5.0) sowie ein PCIe 4.0 x16-Slot für eine flache 75-Watt-Grafikkarte. Netzwerkseitig bietet das Modell zwei 10GbE-SFP+-Ports und Wi-Fi 7. Vorbestellungen starten am 23. Juli 2026.
KI im Fokus: Spezialisierte Mini-Rechner
Analysten beobachten einen Boom bei Mini-PCs, die speziell für lokale KI-Modelle ausgelegt sind. Der BOSGAME M5 setzt auf 128 Gigabyte LPDDR5X Unified Memory, um große Sprachmodelle zu bewältigen. Angetrieben vom Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen, liegt der Preis bei stolzen 3.050 Euro.
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Eine günstigere Alternative bietet der GEEKOM A9 Max AI für rund 1.300 Euro. Er kombiniert den Ryzen AI 9 HX 370 mit Radeon 890M Grafik. Auch GMKtec mischt mit dem EVO-X2 AI mit, der ebenfalls auf den Ryzen AI Max+ 395 setzt und bis zu 128 Gigabyte DDR5 unterstützt.
SteamOS erlebt ein Comeback
Der Markt für spieleorientierte Betriebssysteme wird vielfältiger. Am 12. Juli 2026 kündigte LDLC die PC Box an – eine neue Option für Fans des Steam-Machine-Konzepts. Das System wird mit einer Anleitung zur Installation von SteamOS ausgeliefert und kombiniert eine AMD Radeon RX 9060 XT mit einem Ryzen 5 8400F. Als Bausatz kostet es 1.000 Euro, fertig montiert 1.040 Euro.
Valves eigene Steam Machine bleibt der integrierteste Ansatz: Sie nutzt einen halb-kundenspezifischen Zen4-Prozessor und RDNA3-Grafik. Das Besondere ist die enge Abstimmung zwischen Hardware und SteamOS.
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Neue Speicherstandards und Ausblick
Die Speichertechnologie macht ebenfalls Fortschritte. Im Juli kamen die AMD EXPO Ultra Low Latency-Profile auf den Markt. Sie versprechen bis zu 13 Prozent höhere Bildraten im Vergleich zu Standard-DDR5-4800-Kits – benötigen aber Premium-Hardware und aktuelle BIOS-Versionen.
Der nächste große Sprung zeichnet sich bereits ab: Am 22. und 23. Juli 2026 will AMD die Zen-6-Architektur für Server vorstellen. Die auf 2-Nanometer-Technik basierende Plattform dürfte in späteren Zyklen auch den Consumer-Markt erreichen.
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