Atemwegsinfekte: Beifuß-Tee senkt Herzinfarkt-Risiko nachweislich
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 07:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die traditionelle Heilpflanze wird zunehmend als unterstützende Therapie bei Atemwegsinfekten, Gelenkschmerzen und Verdauungsproblemen eingesetzt. Besonders die Zubereitung als Tee steht im Fokus.
Von Husten bis Hautprobleme
Die Anwendungsgebiete von Beifuß (Artemisia) sind überraschend vielfältig. Neben der lindernden Wirkung bei Erkältungen, Husten und Kopfschmerzen besitzt die Pflanze antioxidative Eigenschaften und fördert die Durchblutung. Auch bei Verdauungsproblemen, zur Reduktion von Bauchfett und gegen Akne kommt der Tee zum Einsatz.
Die Relevanz einer effektiven Behandlung von Atemwegsinfekten wird durch aktuelle Forschung gestützt. Eine Studie von Michael Sieber und Arne Traulsen vom Max-Planck-Institut in Plön zeigt: Atemwegsinfektionen erhöhen das Risiko für Herzinfarkte signifikant. Infektionswellen können den Sterbegipfel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeitlich nach vorne verschieben. Naturheilkundliche Ansätze gelten daher als ergänzende Präventionsmaßnahme.
Das perfekte Rezept für fünf Tage
Für die Behandlung von Husten und Erkältungen empfehlen Fachleute eine spezifische Mischung:
- 100 g frische Beifußblätter
- 50 g Zitronengras
- 100 g Minzblätter
- 100 g Perillablätter
Die Zutaten werden in 0,5 Liter Wasser gekocht und über fünf Tage eingenommen. Als Alternative dienen einfachere Anwendungen von Guavenblättern – entweder als reiner Presssaft mit warmem Wasser oder in Kombination mit Honig.
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Frauengesundheit und äußere Anwendung
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Wirkung bei Menstruationsbeschwerden. Beifuß soll regulierend auf den Zyklus wirken und eine wärmende Wirkung auf die Gebärmutter entfalten.
Bei Gelenkschmerzen hilft ein Badezusatz aus 50 g getrocknetem Beifuß und Ingwer. In der Dermatologie und Haarpflege wird die Pflanze gegen Schuppen und Fußpilz eingesetzt. Regelmäßige, moderate Anwendung soll zudem hautverschönernd wirken.
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Vorsicht bei der Dosierung
Trotz der gesundheitlichen Vorteile warnen Experten vor übermäßigem Konsum. Maximal fünf Zweige Beifuß pro Portion – und das nur dreimal pro Woche.
Eine Gefahr lauert zudem beim Sammeln: die Beifuß-Ambrosie. Im Raum Nürnberg beobachten Behörden eine starke Ausbreitung dieser hochgradig allergieauslösenden Pflanze. Verwechslungen mit dem gewöhnlichen Beifuß sind unbedingt zu vermeiden.
Parallel zur traditionellen Zubereitung entwickelt sich der kommerzielle Teemarkt weiter. Für den Herbst 2026 kündigen Branchenberichte neue Wohlfühlmischungen mit Matcha, Kamille und Zitrone an – ökologisch nachhaltig und plastikfrei verpackt.
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