RKI: Corona-Fallzahlen steigen seit einem Monat
17.08.2023 - 12:43:25Die Zahl der im Labor bestÀtigten Corona-FÀlle in Deutschland steigt wieder, allerdings auf relativ niedrigem Niveau. Diese Entwicklung halte seit etwa einem Monat an, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) in ihrem aktuellen Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen. Dieser bezieht sich auf die Woche bis 13. August. Demnach wurden vorige Woche bundesweit rund 2400 nachweislich an Covid-19 Erkrankte gemeldet. Das ist mehr als eine Verdopplung im Vergleich zur Woche bis 9. Juli, als es rund 1000 waren.
Das RKI spricht auch von weiteren Hinweisen auf eine Zunahme der Covid-19-AktivitÀt in Deutschland. Auf eine VerÀnderung der Krankheitsschwere deute nichts hin. «Insgesamt sind die Covid-19-Inzidenzwerte aber weiterhin sehr niedrig», schreiben die RKI-Fachleute.
Variante EG.5 auf dem Vormarsch
Der Anstieg der Meldezahlen geht laut Bericht einher mit einem steigenden Anteil der Variante EG.5. Diese war vergangene Woche von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Kategorie «Virusvarianten von Interesse» hochgestuft worden. Fachleute gehen jedoch nicht von einer besonderen GefÀhrlichkeit der manchmal auch Eris genannten Variante aus.
Laut RKI-Bericht lag die AktivitĂ€t akuter Atemwegserkrankungen allgemein in der Bevölkerung «auf einem niedrigen Sommerniveau». Sie sei neben Corona hauptsĂ€chlich auf Rhinoviren zurĂŒckzufĂŒhren, also Schnupfen- und ErkĂ€ltungserreger. «Wer Symptome einer akuten Atemwegsinfektion hat, sollte drei bis fĂŒnf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Symptomatik zu Hause bleiben», rĂ€t das RKI.
Die WHO hatte den internationalen Corona-Gesundheitsnotstand vor rund drei Monaten fĂŒr beendet erklĂ€rt. Die Datenlage hat sich im Vergleich zu den Pandemiejahren verschlechtert. Die WHO hat nach eigenen Angaben immer weniger Informationen ĂŒber die Corona-Lage in der Welt. Es ist davon auszugehen, dass Labortests auf Sars-CoV-2 auch in Deutschland vor allem noch bei eher schwerer Erkrankten durchgefĂŒhrt werden. So war laut RKI-Bericht in den vergangenen Wochen etwa ein Viertel der gemeldeten Corona-FĂ€lle hospitalisiert. Die Meldezahlen stellen nur einen kleinen Teil des tatsĂ€chlichen Geschehens dar. Viele milde VerlĂ€ufe werden nicht erfasst.


