AufgerÀumtes, Zuhause

AufgerĂ€umtes Zuhause: 80% fĂŒhlen sich ausgeglichener

Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 07:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt: 80 Prozent fĂŒhlen sich in sauberen RĂ€umen ausgeglichener. Die Haushaltspflegebranche wĂ€chst und setzt auf Nachhaltigkeit.

AufgerĂ€umtes Zuhause: 80% fĂŒhlen sich ausgeglichener Illustration mit AI erstellt.
AufgerĂ€umtes Zuhause: 80% fĂŒhlen sich ausgeglichener Illustration mit AI erstellt.

Die KĂ€rcher-Reinigungssstudie 2025 belegt: Ganze 80 Prozent der Befragten in Deutschland fĂŒhlen sich in einer sauberen Wohnung ausgeglichener. 73 Prozent gaben an, motivierter zu sein. Und 83 Prozent empfinden ein echtes Erfolgserlebnis, nachdem sie ihre vier WĂ€nde auf Vordermann gebracht haben.

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Die Industrie boomt – und die Psyche profitiert

Kein Wunder also, dass die Haushaltspflegebranche brummt. 2025 stieg der Umsatz in Deutschland um 2,9 Prozent auf insgesamt 35,6 Milliarden Euro. Die Psychologin Sara Navarrete bringt es auf den Punkt: „Physisches und mentales Chaos hĂ€ngen zusammen.“ Ihre klare Empfehlung: Alles, was weder Frieden noch Nutzen oder Bedeutung bringt, sollte raus. Nur so entsteht mentale Klarheit.

Clevere Methoden fĂŒr Kleiderschrank und Festplatte

Ordnungsexperten schwören auf bewĂ€hrte Systeme. Die „Eins-rein, eins-raus“-Regel ist ein Klassiker: FĂŒr jedes neue KleidungsstĂŒck muss ein altes weichen. Wer sich schwer tut, kann eine temporĂ€re „Vielleicht-Stange“ einrichten – fĂŒr Teile, die man noch nicht weggeben möchte.

Eine Alternative: Alles in drei Kategorien sortieren – verkaufen oder auf den Flohmarkt, entsorgen oder in die „Ein-Jahres-Frist“-Kiste. Letztere ist fĂŒr StĂŒcke, die man theoretisch tragen wĂŒrde, aber aktuell nicht anzieht.

Auch digital wird ausgemistet. Moderne Datenmanagement-Apps nutzen Wischmechaniken wie bei Dating-Plattformen: Nach links löschen, nach rechts behalten. Nutzer berichten von bis zu zehn Gigabyte freiem Speicher – durch das Entfernen von Screenshots, Duplikaten und Social-Media-Bildern. Durchschnittlich 200 Fotos pro Monat entstehen so, in den Ferien sogar bis zu 700.

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Profi-RÀumungen: Nachhaltigkeit als GeschÀftsmodell

Wer umzieht oder einen Haushalt auflöst, staunt nicht schlecht ĂŒber die schiere Menge. Profis wie die Stuttgarter Firmen SUMO und PlatzMacher schĂ€tzen: Eine durchschnittliche Dreizimmerwohnung enthĂ€lt zwischen acht und zwölf Tonnen Hausrat.

Doch der Trend geht zur Nachhaltigkeit. Nur noch etwa ein Drittel der gerĂ€umten GegenstĂ€nde landet im RestmĂŒll. Zwei Drittel werden recycelt oder wiederverwendet – ĂŒber SozialkaufhĂ€user, AntiquitĂ€tenhĂ€ndler oder Textilsammlungen. Einige Dienstleister bieten sogar eine „Wertverrechnung“ an: Der Wiederverkaufswert von Möbeln, GerĂ€ten oder AntiquitĂ€ten wird von der Rechnung abgezogen.

Gemeinsam gegen die Wegwerfgesellschaft

Auch BĂŒrgerinitiativen machen mit. Am 13. Juni 2026 findet in Kötschach eine „Reparieren statt Wegwerfen“-Aktion statt. Ehrenamtliche helfen bei der Reparatur von Elektronik, Kleidung und Spielzeug – sogar 3D-Druck fĂŒr Ersatzteile ist im Angebot. Und in Sundern beteiligten sich Ende Mai fast 50 BĂŒrger an einer AufrĂ€umaktion im öffentlichen Raum.

Clever putzen: Weniger ist mehr

Die Verbraucherzentrale NRW rĂ€t zum Minimalismus auch bei Putzmitteln. Ein kompaktes Vollwaschmittel und ein Wollwaschmittel reichen fĂŒr fast alle FĂ€lle aus. WeichspĂŒler, HygienespĂŒler und Duftperlen? ÜberflĂŒssig. Pulverwaschmittel schneiden in Tests oft besser ab als FlĂŒssigprodukte. Und: Eco-Programme bei 30 bis 40 Grad reichen fĂŒr den normalen Haushalt völlig aus – das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

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