Ausdauer, Kraft

Ausdauer und Kraft: Kombination senkt Sterberisiko um 45 Prozent

15.06.2026 - 17:57:32 | boerse-global.de

Kurze, intensive Trainingseinheiten verbessern Fitness und senken laut Studie das Sterberisiko um bis zu 45 Prozent.

Tabata & Plank: Kurze Workouts mit großer Wirkung auf die Gesundheit
Ausdauer - Eine Person führt eine hochintensive Bodyweight-Übung mit konzentriertem Ausdruck in einem modernen Fitnessstudio aus. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Tabata-Prinzip und gezielte statische Übungen rücken in den Fokus der Sportwissenschaft.

Tabata: Vier Minuten für die Fitness

Das Tabata-Format basiert auf den Forschungen von Izumi Tabata aus den 1990er-Jahren. Der Ablauf: 20 Sekunden maximale Belastung, 10 Sekunden Pause – achtmal wiederholt. Gesamttrainingszeit: gerade einmal vier Minuten.

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Studien zeigen: Diese kurze Dauer reicht aus, um die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit signifikant zu verbessern. Experten beobachten positive Effekte auf den Stoffwechsel, die Fettverbrennung und die Insulinsensitivität. Auch die mentale Belastbarkeit profitiert. Für die Umsetzung eignen sich Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Kniebeugen, Liegestütze, Burpees oder Ausfallschritte.

Plank: Weniger ist mehr

Auch bei statischen Übungen wie dem Unterarmstütz zählt die Qualität mehr als die Dauer. Experte Prof. Dr. Stuart McGill betont: Bereits kurze Intervalle von etwa zehn Sekunden stabilisieren die Rumpfmuskulatur effektiv.

Die Forschung zeigt: Nach etwa sieben bis acht Sekunden kann die Sauerstoffversorgung im Muskelgewebe unterbrochen werden. Eine Haltedauer über 30 bis 60 Sekunden hinaus ist kritisch – die Ermüdung führt oft zu Fehlhaltungen, die die Bandscheiben belasten. Kurze, präzise Intervalle gelten als sicherer und funktionaler für die Rückengesundheit.

Kombination senkt Sterberisiko um 45 Prozent

Eine Langzeitstudie im British Journal of Sports Medicine untersuchte die Daten von rund 150.000 Teilnehmern über 30 Jahre. Das Ergebnis: Eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining von 60 bis 119 Minuten pro Woche senkt das Sterberisiko im Vergleich zu inaktiven Personen um 45 Prozent.

Reines Krafttraining erzielt ebenfalls signifikante Effekte: Bei 90 bis 119 Minuten pro Woche sank das Sterberisiko um 13 Prozent. Ab 120 Minuten Krafttraining pro Woche stellten die Forscher einen Plateau-Effekt fest – keine weitere Risikoreduktion. Besonders deutlich war der Schutzfaktor bei spezifischen Krankheitsbildern: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sanken um 19 Prozent, Demenz um 27 Prozent, und auch bei bestimmten Krebsarten zeigte sich eine präventive Wirkung.

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Bewegung für alle Altersgruppen

Neben dem Hochleistungssport gewinnen angepasste Bewegungskonzepte für ältere Generationen an Bedeutung. In regionalen Einrichtungen wie in Stadtroda fördern Formate wie Rückenpilates und Seniorensport die Mobilität bis ins hohe Alter.

Parallel dazu zeigt die gesellschaftliche Breite des Sports: Die Special Olympics Deutschland fanden im Juni 2026 im Saarbrücker Ludwigspark mit rund 4.300 Athleten statt – ein starkes Zeichen für die integrative Kraft des Sports über alle Leistungs- und Altersklassen hinweg.

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