Backen als Therapie: 74% der Gen Z nutzen es zum Stressabbau
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:04 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Backkultur in Deutschland ist durch eine hohe WertschĂ€tzung fĂŒr handwerkliche Eigenleistung und soziale Interaktion geprĂ€gt. Dies geht aus der Dr. Oetker Backstudie 2026 hervor, fĂŒr die die YouGov Deutschland GmbH im Juli 2026 insgesamt 2.032 Personen ab 18 Jahren befragt hat.
Die im Rahmen einer quotierten und gewichteten Online-Umfrage erhobenen Daten bieten detaillierte Einblicke in die Motivationen, bevorzugten GebÀckarten und generationalen Unterschiede innerhalb der Bevölkerung.
HĂ€ufigkeit und handwerklicher Anspruch
Ein GroĂteil der Menschen in Deutschland widmet sich regelmĂ€Ăig der Zubereitung von Backwaren. Laut den Ergebnissen backen 68 % der Befragten mindestens einmal pro Jahr Kuchen, Torten, PlĂ€tzchen oder Muffins. Dabei zeigt sich eine signifikante Kernfamilie von regelmĂ€Ăigen HobbybĂ€ckern: 11 % geben an, mindestens einmal pro Woche zu backen, wĂ€hrend 26 % dies monatlich tun. Weitere 21 % sind mindestens einmal im Halbjahr aktiv. DemgegenĂŒber stehen 14 %, die seltener backen, und 18 %, die angeben, nie zu backen.
Die Studie unterstreicht zudem einen hohen QualitÀtsanspruch. So legen 83 % der Befragten Wert darauf, dass Backwaren selbstgemacht sind. Bei der Auswahl der Zutaten zeigen sich 89 % der Teilnehmenden qualitÀtsbewusst.
Trotz dieses Fokus auf Eigenleistung greifen 31 % auf Backmischungen zurĂŒck. Fertigprodukte spielen eine untergeordnete Rolle: 16 % nutzen TiefkĂŒhlkuchen und 15 % greifen zu Fertigkuchen. Ein Viertel der Befragten entscheidet je nach Anlass flexibel zwischen verschiedenen Zubereitungsformen.
Psychologische Faktoren und soziale Bedeutung
Das Backen wird in Deutschland weniger als reine Pflichtaufgabe, sondern primĂ€r als emotionales und kreatives Ventil wahrgenommen. FĂŒr 82 % der Befragten steht der Genussmoment im Vordergrund. 70 % nutzen den Prozess, um ihre KreativitĂ€t auszuleben. Zudem wird das Backen als Mittel zur StressbewĂ€ltigung eingesetzt: 59 % sehen darin eine persönliche Auszeit, und 55 % nutzen die TĂ€tigkeit explizit zum Stressabbau.
Ein wesentlicher Faktor ist die soziale Komponente. 79 % derjenigen, die mindestens jĂ€hrlich backen, tun dies gerne, um anderen eine Freude zu bereiten. FĂŒr jeden dritten Befragten ist dieser Wunsch, anderen eine Freude zu machen, sogar der Hauptanlass fĂŒr die TĂ€tigkeit.
74 % der Gen Z nutzen Backen gezielt zum Stressabbau, 73 % verbinden damit ein GemeinschaftsgefĂŒhl â das zeigt die aktuelle Backstudie. Wer den Alltag hinter sich lassen will, findet hier den Einstieg. Jetzt kostenlosen Back-Leitfaden anfordern
Fast die HÀlfte der Teilnehmer (49 %) empfindet das Backen als einen verbindenden Moment. Interessanterweise ist diese Wahrnehmung bei MÀnnern mit 55 % stÀrker ausgeprÀgt als bei Frauen mit 45 %.
Generationale Unterschiede und GebÀckprÀferenzen
Die Analyse zeigt deutliche Differenzen zwischen den Alterskohorten. Insbesondere die Gen Z (JahrgĂ€nge 1997 bis 2012) misst dem Backen eine hohe funktionale Bedeutung fĂŒr das psychische Wohlbefinden bei. In dieser Gruppe geben 72 % an, das Backen als Auszeit zu nutzen, 74 % dient es dem Stressabbau und 76 % nutzen es als kreatives Medium.
Auch der soziale Aspekt ist hier stark gewichtet: 73 % der Gen Z verbinden mit dem gemeinsamen Backen oder Teilen von Backwaren ein GemeinschaftsgefĂŒhl, wĂ€hrend dieser Wert bei der Generation der Boomer (JahrgĂ€nge 1946 bis 1964) lediglich bei 36 % liegt.
Auch bei der Wahl der bevorzugten Backwaren zeigen sich altersbedingte Unterschiede. WĂ€hrend Obstkuchen und KĂ€sekuchen mit jeweils 62 % insgesamt am beliebtesten sind, werden sie besonders von der Gruppe der ĂŒber 55-JĂ€hrigen favorisiert (77 % fĂŒr Obstkuchen, 72 % fĂŒr KĂ€sekuchen).
Bei den 18- bis 24-JĂ€hrigen liegen die Werte fĂŒr diese Klassiker deutlich niedriger bei 34 % beziehungsweise 33 %. Stattdessen bevorzugen jĂŒngere Generationen KleingebĂ€ck. In der Gruppe der Millennials (JahrgĂ€nge 1981 bis 1996) sind Muffins (66 %) und Cookies (64 %) besonders populĂ€r. Cake-Pops finden vor allem in der Gen Z mit 20 % Zuspruch.
AnlÀsse und Traditionen
Backen ist in Deutschland fest in kulturelle Traditionen eingebunden. 83 % der Befragten geben an, dass das Backen fest zu bestimmten AnlÀssen gehört. Der hÀufigste Grund ist der Geburtstag (54 %), gefolgt von Weihnachten (49 %), Besuchen von GÀsten (48 %) und allgemeinen Familienfeiern (43 %).
Nicht nur backen, sondern runterkommen: 72 % der Gen Z nutzen den Ofen als persönliche Auszeit, 76 % als kreatives Ventil. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie aus einer Stunde Teig eine echte Pause machen. Achtsam-Backen-Guide jetzt sichern
Dennoch ist das Backen nicht ausschlieĂlich anlassgebunden: 45 % backen aus reiner Lust am Tun und 41 % geben an, auch ohne speziellen Anlass zum RĂŒhrlöffel zu greifen. Nur 34 % der Befragten empfinden die TĂ€tigkeit gelegentlich als eine Notwendigkeit oder ein âMussâ.
