Bank-SMS im Visier: BetrĂŒger locken Kunden auf gefĂ€lschte Webseiten
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 08:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Behörden warnen vor einer aktuellen Welle von Kurznachrichten, die gezielt Bankkunden ins Visier nimmt. Wie bild.de am 25. September 2026 berichtete, versuchen Cyberkriminelle, EmpfĂ€nger ĂŒber fingierte SMS auf betrĂŒgerische Webseiten zu locken. Das Ziel der Angreifer besteht darin, vertrauliche Zugangsdaten abzugreifen und so die Bankkonten der Betroffenen zu plĂŒndern.
Zeitdruck und psychologische Hebel
Die Attacken reihen sich in ein breites Spektrum digitaler Betrugsmethoden ein, bei denen Kriminelle menschliche Faktoren gezielt ausnutzen. Einer Untersuchung des britischen Versicherers Lloyds zufolge haben TĂ€ter am Ende der Arbeitswoche besonders leichtes Spiel: Stress, MĂŒdigkeit und verringerte Aufmerksamkeit erhöhen in dieser Zeit das Risiko fĂŒr Betrugsopfer.
Kriminelle versuchen dabei typischerweise, mit gefĂ€lschten Rechnungen, angeblichen Banknachrichten, SchnĂ€ppchen oder Zahlungsforderungen kĂŒnstlichen Zeitdruck aufzubauen.
Verbreitet sind neben fingierten Mitteilungen auch Fake-Shops, gefĂ€lschte Reiseangebote, Stimmenimitationen mittels kĂŒnstlicher Intelligenz sowie manipulierte QR-Codes. Wie bild.de rĂ€t, sollten EmpfĂ€nger derartige Zahlungs- oder Datenforderungen stets in Ruhe prĂŒfen und Unternehmen ausschlieĂlich ĂŒber bekannte, offizielle KanĂ€le kontaktieren.
Parallelen zu TÀuschungsversuchen bei Steuerbehörden
GefĂ€lschte Nachrichten mit Ă€hnlichen Betrugsmustern beobachten Sicherheitsexperten auch im behördlichen Umfeld. Das Fachportal teltarif.de wies auf betrĂŒgerische E-Mails hin, die angebliche Unstimmigkeiten im Steuerkonto behaupten und die EmpfĂ€nger auffordern, ihre persönlichen Daten unverzĂŒglich anzupassen.
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Der in der E-Mail platzierte Verweis mit dem Text âAngaben korrigierenâ leitet Nutzer auf eine imitierte Elster-Seite weiter, auf der Zugangsdaten abgefangen werden. Obwohl die Nachricht eine KlĂ€rung noch am selben Tag einfordert, bleibt sie bezĂŒglich der angeblichen Unstimmigkeiten unkonkret.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt in solchen FÀllen, weder zu antworten noch enthaltene Links zu öffnen, sondern stets die offizielle Internetseite oder App des Dienstes aufzurufen. VerdÀchtige E-Mails können an die Adresse phishing@verbraucherzentrale.nrw weitergeleitet werden.
Vor vergleichbaren FĂ€lschungen warnt zudem die Steuerverwaltung Basel-Stadt. Dort kursieren Phishing-Mails ĂŒber angebliche SteuerrĂŒckzahlungen, Rechnungen und Mahnungen. Einige dieser Schreiben treten unter der Absenderendung â@eservce.bizâ statt der behördlichen Kennung â@bs.châ auf, wĂ€hrend andere Varianten den Absender âETAX.CHâ vorgeben.
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Die Basler Behörde stellte klar, dass sie Zahlungsinformationen ausnahmslos per Post oder ĂŒber eBill versendet. EmpfĂ€nger sollten betroffene E-Mails löschen, keine AnhĂ€nge oder Links anklicken und keinesfalls persönliche Daten mitteilen.
Ermittler gehen gegen betrĂŒgerische Infrastruktur vor
Dass Cyberbetrug zunehmend professionell organisiert ist, zeigt auch das Vorgehen weiterer Ermittlungsbehörden im deutschsprachigen Raum. Institutionen wie das Cyber-Competence-Center, die LandeskriminalÀmter, das Bundeskriminalamt, die Finanzaufsicht BaFin, die Bundesnetzagentur sowie das österreichische Bundeskriminalamt weisen auf FÀlle von Cyber-Trading-Betrug hin.
Dabei setzen TĂ€ter auf gefĂ€lschte Handelsplattformen sowie Anrufe aus auslĂ€ndischen Callcentern, wobei eingezahltes Kapital laut den Behörden nicht angelegt wird. Im Rahmen der BekĂ€mpfung solcher Machenschaften wurden in den vergangenen Monaten bereits weit ĂŒber 2.000 illegale Domains vom Netz genommen.
