Bankwartungen August: Sofortzahlungen und Apps zeitweise offline
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 03:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Europas Finanzinstitute nutzen die zweite Augustwoche für umfangreiche technische Wartungsarbeiten. Betroffen sind Sofortzahlungen, Banking-Apps und Kartenfunktionen – parallel warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen Phishing-Welle und Verdi kündigt Warnstreiks bei der Postbank an.
Wartungsfenster: Diese Bankdienste sind zeitweise offline
Belfius stellt in der Nacht zum 10. August zwischen 1:00 und 6:00 Uhr ihre Systeme um. Kunden können in diesem Zeitraum weder Sofortzahlungen auslösen noch Überweisungen über den Wero-Dienst tätigen. Wer dringende Zahlungen plant, sollte diese besser auf den Vormittag verschieben.
Bereits am vergangenen Samstag hatte die ING Bank ?l?ski gewartet: Zwischen 8:00 und 18:00 Uhr war das Broker-Modul der Plattform Moje ING nicht erreichbar. Die übrigen Banking-Funktionen blieben nach Unternehmensangaben durchgehend verfügbar.
Auch außerhalb des Bankensektors stehen Einschränkungen an. Die Leibniz Universität Hannover erneuert ab dem Abend des 11. August ihr Datennetz – von 20:00 Uhr bis 9:00 Uhr am Folgetag kann es zu Störungen kommen. Die Stadtverwaltung Groß-Gerau schließt am 14. und 21. August ihre Türen: Rathaus, Stadtkasse und Steueramt stellen auf neue IT-Systeme um.
Sparkasse: Neues Kartendesign und Abschied von alter App
Die Sparkassen-Finanzgruppe leitet einen umfassenden Umbau ein – sowohl bei den physischen Karten als auch bei der digitalen Authentifizierung. Ab dem 17. August rollt das Institut automatisch ein neues Kartendesign aus. Es ist die erste größere optische Überarbeitung seit 15 Jahren. Die Funktionen bleiben unverändert, doch die Kartendaten wandern auf die Rückseite.
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Im Digitalbereich feiert der Broker S-Neo kürzlich seinen bundesweiten Start. Gleichzeitig bereitet die Gruppe die Ablösung alter Technik vor: Die App S-ID-Check wird zum Jahresende eingestellt. Neue Registrierungen sind bereits seit Januar nicht mehr möglich. Kunden sollen auf die S-pushTAN-App umsteigen, um Online-Kartenzahlungen über das 3D-Secure-Verfahren freizugeben.
Ein juristischer Erfolg gelang der Verbraucherzentrale Sachsen: Die Sparkasse Zwickau hat am 7. August eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Das Institut darf keine Pop-up-Fenster mehr einsetzen, die Kunden ohne klare Ablehnungsmöglichkeit zur Zustimmung drängten.
Phishing-Welle und Warnstreiks: Doppelte Gefahr für Bankkunden
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt Alarm: Aktuell kursieren betrügerische E-Mails, die angeblich Sicherheitsupdates für das S-pushTAN-Verfahren ankündigen oder mit der Kontosperrung drohen. Die Nachrichten führen zu täuschend echten Fake-Websites, die Login-Daten und ChipTAN-Codes abgreifen sollen.
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Besonders perfide: In einigen Fällen folgen Telefonanrufe mit manipulierten Banknummern. Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter der Bank aus und versuchen, Kunden zu autorisierten Überweisungen an die Betrüger zu bewegen. Die Devise lautet: Bei unerwarteten Kontaktversuchen sofort misstrauisch werden und keine Zugangsdaten preisgeben.
Parallel dazu erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Postbank. Am 7. August kündigte die Gewerkschaft Warnstreiks an, konkrete Termine nannte sie zunächst nicht. Filialen könnten kurzfristig schließen. Kunden sollten verstärkt Online-Banking nutzen und die lokalen Nachrichten im Blick behalten.
