Bao, Hong

Bao Gu und Ge Hong: Neue Kolumne erschließt über 90 Moxibustion-Rezepturen

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 06:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine neue Online-Reihe verbindet Bao Gus überliefertes Moxibustionswissen mit saisonalen Gesundheitstipps und hauseigenen Rezepturen.

Guangzhou-Klinik startet digitale Kolumne zu Lingnan-Medizin und Bao Gu
Getrocknete Beifußblätter auf einem Stein vor einer nebligen Berglandschaft Illustration mit AI erstellt.

Die Vermittlung traditioneller medizinischer Fachkenntnisse aus der Lingnan-Region erfährt durch eine neue mediale Kooperation eine verstärkte digitale Präsenz.

Die „Ge Hong und Bao Gu Lingnan Medizin-Kultur-Fördergruppe“, eine Fachabteilung des der Medizinischen Universität Guangzhou angegliederten Krankenhauses für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), hat gemeinsam mit dem Nachrichtenportal Southern Network eine spezialisierte Online-Kolumne ins Leben gerufen.

Unter dem Titel „Lingnan Seasons · Bao Gu Medical Talk“ nutzt das Format die Struktur der vierundzwanzig Sonnenbegriffe des traditionellen Kalenders, um historisches Heilwissen und präventive Gesundheitsstrategien für ein breites Publikum aufzubereiten.

Historisches Erbe der Moxibustion-Pionierin Bao Gu

Im Zentrum der neuen Publikationsreihe steht die historische Figur der Bao Gu, die als erste historisch belegbare Expertin für Moxibustion in der chinesischen Geschichte gilt. Die Fachgruppe des Krankenhauses stützt sich bei der Aufarbeitung auf Überlieferungen, wonach Bao Gu über Jahre hinweg in Regionen wie dem Yuexiu-Gebirge, dem Luofou-Gebirge und dem Xiqiao-Gebirge praktizierte.

Dort setzte sie insbesondere die Rote Beifuß-Moxibustion ein, um Hautleiden wie Warzen zu behandeln. Historische Aufzeichnungen belegen eine hohe Wirksamkeit ihrer Behandlungen, die oft unmittelbar nach der Anwendung zum Erfolg führten.

Ein wesentlicher Teil der kolumnistischen Arbeit besteht in der Interpretation des Werkes „Zhouhou Beiji Fang“ (Handbuch der Rezepturen für Notfälle), das von ihrem Ehemann Ge Hong verfasst wurde.

Heutige Forscher gehen davon aus, dass ein Großteil der über 90 darin enthaltenen Moxibustion-Rezepturen auf das Wirken von Bao Gu zurückzuführen ist. Die Kolumne verbindet diese historischen Fallgeschichten mit der modernen Anwendung der Lingnan-Medizin.

Wissenstransfer entlang der vierundzwanzig Sonnenbegriffe

Die Veröffentlichung der Fachbeiträge folgt einem festen Zeitplan, der sich am traditionellen chinesischen Kalender orientiert. Die Artikelserie startete zur Sommersonnenwende im Jahr 2026 und wird seither fortlaufend zu jedem neuen Sonnenabschnitt aktualisiert. Ziel ist es, die Bevölkerung für eine jahreszeitlich angepasste Lebensweise und Gesundheitsvorsorge zu sensibilisieren.

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Die Lingnan-Tradition richtet ihre Gesundheitspflege seit jeher nach den vierundzwanzig Sonnenbegriffen — und genau darin liegt ihre Alltagstauglichkeit. Unser kostenloser Leitfaden übersetzt dieses saisonale Denken in konkrete Schritte: welche Zutat im Sommer beruhigt, was im Herbst die Atemwege stützt und wie Sie Moxibustion und Tees sinnvoll in Ihre Routine einbauen. Kostenlosen Selbstfürsorge-Leitfaden anfordern

So thematisierte die Kolumne zur Sommersonnenwende die Verwendung der Flachen Binse (Dengxincao), um die typische Hitzebelastung des Sommers zu lindern. Historisch wird berichtet, dass Bao Gu diese Pflanze bereits im Yuegang-Tempel im Yuexiu-Gebirge einsetzte, um gesundheitliche Beschwerden zu lindern.

In den Beiträgen zum Herbstbeginn (Liqiu) stand wiederum die Verwendung von gereifter Mandarinenschale (Chenpi) im Fokus, um Trockenheitssymptome zu mildern und die Atemwege zu unterstützen. Zum Zeitpunkt des „Weißen Taus“ (Bailu) empfahlen die Experten eine Suppe aus Lilienknollen und Schneebirnen, um die für die Lingnan-Region typische Mischung aus Trockenheit und Feuchtigkeit auszugleichen.

Praktische Anwendung durch hauseigene Rezepturen

Begleitend zur theoretischen Vermittlung in der Kolumne bietet das der Medizinischen Universität Guangzhou angegliederte Krankenhaus für Traditionelle Chinesische Medizin konkrete pharmazeutische Lösungen an, die in der eigenen Herstellung gefertigt werden. Diese Präparate sind auf die jeweiligen saisonalen Bedürfnisse abgestimmt.

Für die Sommermonate hat das Krankenhaus eine spezielle Mischung zur Beruhigung des Geistes entwickelt. Diese enthält neben der Flachen Binse auch Bestandteile wie Lilienknollen, Schlangenbart und Lotossamen. Sie wird gezielt gegen Reizbarkeit und Schlaflosigkeit eingesetzt. Für die Herbstzeit stehen verschiedene Teezubereitungen zur Verfügung, die in praktischen Aufgussbeuteln angeboten werden:

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Reizbarkeit und Schlaflosigkeit in den heißen Monaten, Husten und Halsschmerzen beim Übergang in den Herbst — die Lingnan-Küche kennt für jede dieser Phasen eine Antwort. Der Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie mit Lilienknollen, Chenpi und saisonalen Aufgüssen Trockenheit und Hitze ausgleichen und Ihren Körper durch das Jahr begleiten. Saisonale Rezepturen jetzt entdecken

  • Ein spezieller Tee zur Linderung von Wind-Trockenheits-Husten und Halsschmerzen, der die Lungenfunktion unterstützt.
  • Eine Rezeptur zur Klärung von Hitze und Entgiftung bei entzündlichen Halsschmerzen.
  • Ein Kräutertee auf Basis von Agastache (Huoxiang), der bei Blähungen und Völlegefühl durch sommerliche Kälteexposition helfen soll.

Durch die Verknüpfung historischer Fachliteratur mit diesen modernen Darreichungsformen strebt die Fachgruppe eine kontinuierliche Förderung der medizinischen Kultur der Lingnan-Region an. Die fortlaufende Aktualisierung der Kolumne soll sicherstellen, dass die Bevölkerung über das gesamte Jahr hinweg Zugang zu fundiertem TCM-Wissen erhält.

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