Berlin-Marathon, Tigist

Berlin-Marathon: Tigist Assefa jagt den Weltrekord von 2:09:56 Stunden

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 16:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

56.187 Meldungen für den Marathon treffen auf ein dichtes Elitefeld und Tigist Assefas angekündigten Angriff auf die Weltbestmarke.

Berlin-Marathon 2026: Assefa peilt Weltrekord an, Männerfeld stark besetzt
Eine leere, nasse Marathonstrecke in Berlin bei Sonnenaufgang mit weißen Bodenmarkierungen und herbstlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die 52. Ausgabe des Berlin-Marathons am Wochenende des 26. und 27. September 2026 verdeutlicht die zunehmende Dichte von Spitzenleistungen im internationalen Straßenlauf. Für das gesamte Veranstaltungswochenende sind rund 84.000 Teilnehmende aus 162 Nationen gemeldet.

Allein für den klassischen Marathonlauf am 27. September 2026 liegen 56.187 Meldungen vor, darunter etwa 11.000 Starter aus Berlin. Neben dem breitensportlichen Zuspruch rückt die Veranstaltung vor allem die leistungssportlichen Entwicklungen und die Jagd nach historischen Bestmarken in den Mittelpunkt.

Rekordjagd im internationalen Elitefeld

Im Männerfeld muss die Veranstaltung zwar auf den verletzungsbedingt abwesenden Weltrekordler Sabastian Sawe verzichten, dennoch deutet die Konstellation an der Spitze auf ein extrem hohes Renntempo hin.

Wie leichtathletik.de am 25. September 2026 berichtete, hält Race-Direktor Mark Milde einen Angriff auf den Streckenrekord von Eliud Kipchoge für realistisch. Dieser Rekord steht seit dem Jahr 2022 bei 2:01:09 Stunden; Milde erwarte ein Anfangstempo, das auf eine Zielzeit im Bereich von 2:01 Stunden ausgelegt sei.

Das Starterfeld der Männer zeichnet sich durch eine beachtliche Leistungsbreite aus. Als schnellster gemeldeter Athlet geht der Tansanier Gabriel Geay mit einer Bestzeit von 2:03:00 Stunden an den Start. Dahinter folgen mit Getaneh Molla (2:03:34 Stunden), Guye Adola (2:03:46 Stunden) und Shura Kitata (2:03:59 Stunden) gleich drei äthiopische Spitzenläufer mit Zeiten unter 2:04 Stunden.

Zum erweiterten Favoritenkreis zählen zudem Erick Sang aus Kenia mit einer Bestleistung von 2:04:30 Stunden sowie der Äthiopier Selemon Barega mit 2:05:00 Stunden. Insgesamt weisen 26 gemeldete Teilnehmer Vorleistungen von unter 2:08:00 Stunden auf.

Bei den Frauen steht ein historischer Meilenstein im Raum. Die 29-jährige Äthiopierin Tigist Assefa visiert laut einem Bericht der Sportschau vom 26. September 2026 für den Lauf am 27. September 2026 einen neuen Weltrekord an. Um diesen aufzustellen, muss sie die Bestmarke der Kenianerin Ruth Chepngetich von 2:09:56 Stunden unterbieten. Es wäre der 14. Marathon-Weltrekord, der auf der Berliner Strecke erzielt würde.

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Nationale Spitze und internationale Leistungsdichte

Aus deutscher Sicht spiegelt das Feld die sportliche Weiterentwicklung wider. Das Aufgebot wird von Sebastian Hendel mit einer Bestzeit von 2:07:33 Stunden und Haftom Welday mit 2:08:13 Stunden angeführt. Hinzu kommt Aaron Bienenfeld, der mit einer Marke von 2:08:47 Stunden das bislang schnellste deutsche Marathondebüt verbuchen konnte.

International sticht zudem das japanische Aufgebot hervor: Elf Starter aus Japan weisen Bestzeiten im Bereich von 2:06 bis 2:08 Stunden auf; der japanische Rekord liegt bei 2:04:55 Stunden.

Wie intensiv sich Spitzenathleten auf diese Leistungsanforderungen einstellen, zeigen auch aktuelle Einblicke in das deutsche Nationalteam. Domenika Mayer, mit einer Zeit von 2:21:26 Stunden die zweitschnellste deutsche Marathonläuferin der Geschichte und 28. bei den Olympischen Spielen in Paris, trainierte lange trotz eines Achillessehnen-Anwuchses.

Laut einem Bericht vom 26. September 2026 absolviert sie nach einem operativen Eingriff derzeit ein Pensum von rund 150 Kilometern und 25 Trainingsstunden pro Woche, das sie jährlich um zehn Prozent ausbauen möchte. Zu ihren Zielen zählen eine Verbesserung des Streckenrekords in Hannover sowie zukünftige Starts bei den großen Rennen in Berlin, London, Tokio und Chicago.

Rahmenbedingungen und Stellenwert des Rennens

Die organisatorische Dimension unterstreicht den Stellenwert Berlins im internationalen Wettkampfkalender. Im Rahmen des Programms präsentieren sich auf der Marathon Expo im Flughafen Tempelhof über 100 Ausstellende.

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Das Hauptrennen am 27. September 2026 wird vom Sender RTL ab 8:30 Uhr live übertragen; der offizielle Zielschluss ist für 17 Uhr angesetzt. Der Lauf knüpft damit an das Vorjahr an, in dem die Veranstaltung rund 55.000 Marathonläufer und insgesamt fast 80.000 Teilnehmende aus 160 Nationen angezogen hatte.

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