Betrug auf Facebook/ Instagram: 544 gefÀlschte Anzeigen in 3 Monaten
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 07:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BetrĂŒger nutzen zunehmend Deepfakes und Phishing-Maschen, um Nutzer auf Facebook, Instagram und WhatsApp zu tĂ€uschen. Eine Studie des Forschungsinstituts NetLab UFRJ dokumentiert allein zwischen April und Juni 544 betrĂŒgerische Anzeigen auf 48 Seiten. Besonders perfide: Fast die HĂ€lfte bewarb ein gefĂ€lschtes staatliches Hilfsprogramm namens âLibera Brasilâ.
KI macht Betrug glaubwĂŒrdiger
In mehr als 38 Prozent der FĂ€lle setzten die HintermĂ€nner KĂŒnstliche Intelligenz ein, um ihre Betrugsversuche realistischer wirken zu lassen. Rund 72 Prozent der Anzeigen missbrauchten geschĂŒtzte Regierungsnamen oder Markenlogos. Die Anzeigen blieben im Schnitt drei Tage online â in einem Extremfall sogar ĂŒber drei Wochen. Kritiker werfen Meta vor, von diesen langen Laufzeiten finanziell zu profitieren.
Weltweite Sicherheitsprobleme
Auch auĂerhalb SĂŒdamerikas eskaliert die Lage. Die Polizei im indischen Hyderabad hat Meta wegen Deepfake-Videos vorgeladen, in denen Prominente fĂŒr betrĂŒgerische Anlageplattformen warben. In Deutschland warnen Behörden vor âGhost Pairingâ bei WhatsApp: Angreifer ĂŒbernehmen Profile und bitten Kontakte um Geld. Ein 65-jĂ€hriger Betroffener verlor so ĂŒber 3.000 Euro.
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Zudem nutzen Drogendealer in Berlin WhatsApp zunehmend als Bestellkanal. QR-Codes auf Flyern fĂŒhren direkt zu âKokstaxisâ â die Fallzahlen stiegen um 12,5 Prozent.
Reisebranche im Visier
Die Reisebranche verzeichnet laut Check Point Research 2.291 Cyberangriffe pro Woche â ein Plus von 24 Prozent. BetrĂŒger setzen auf gefĂ€lschte Buchungsseiten und umgehen die Multifaktor-Authentifizierung von Unternehmen. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC meldet fĂŒr 2025 zudem 274 Millionen US-Dollar Schaden durch Mietbetrug. Reisende sollten auch manipulierte Ladestationen meiden.
Metas Bilanz leidet
Die Sicherheitsprobleme treffen Meta in einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Der Umsatz stieg zwar um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar, doch der operative Gewinn sank um 8 Prozent. Die Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur lieĂen den Cashflow um 91 Prozent einbrechen. FĂŒr 2026 plant Meta Investitionsausgaben von bis zu 145 Milliarden US-Dollar â die Aktie verlor nachbörslich deutlich.
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Experten raten bei unaufgeforderten Zahlungsaufforderungen und QR-Codes in Werbesendungen zu Skepsis. Bei unberechtigten Rechnungen hilft ein schriftlicher Widerspruch â ohne voreilige Zahlungen.
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