Betrug, Fake-Anzeigen

Betrug durch Fake-Anzeigen: BaFin warnt vor basiswallet.co

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 08:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aktuelle FÀlle zeigen: Kriminelle erbeuten mit tÀuschend echten Online-Anzeigen hohe Summen. Behörden warnen vor neuen Maschen.

Betrugswelle: GefĂ€lschte Krypto- und Autoanzeigen fĂŒhren zu MillionenschĂ€den
Nahaufnahme einer Person an einem Laptop in einem abgedunkelten BĂŒro, die ein GefĂŒhl von digitalem Betrugsrisiko vermittelt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Kriminelle Netzwerke nutzen derzeit verstärkt täuschend echte Online-Anzeigen für Kryptowährungs-Investitionen und Fahrzeugverkäufe, um Nutzer zu hohen Überweisungen zu bewegen.

Die Maschen werden dabei immer professioneller, wobei die Täter sowohl fingierte Anlageplattformen als auch manipulierte Dokumente einsetzen, um hohe Summen zu erbeuten. Aktuelle Fälle und Warnungen von Behörden verdeutlichen das Ausmaß des Schadens, der Privatpersonen und Käufer trifft.

Massive Verluste durch Krypto-Anlagebetrug

Ein besonders schwerwiegender Fall wurde aus den Niederlanden bekannt. Eine 43-jährige Frau aus Wateringen verlor ca. 2,4 Mio. Euro durch eine Anlagebetrugsmasche, die mit Online-Werbung begann. In der Anfangsphase seien laut Berichten noch vermeintliche Auszahlungen erfolgt, um Vertrauen zu suggerieren.

Später habe ein angeblicher Berater jedoch immer höhere Zahlungen gefordert, die angeblich zur Freischaltung des Kapitals notwendig waren. Der Rechtsbeistand der Betroffenen versucht nun in einem Eilverfahren, die Kryptobörse KuCoin zur Herausgabe von Täterdaten zu zwingen. Eine gerichtliche Entscheidung hierzu wird für die kommende Woche erwartet.

Auch im deutschen Raum registrieren Behörden ähnliche Vorfälle. Eine 58-jährige Frau aus dem Raum Zittau verlor ca. 90.000 Euro an Betrüger, nachdem sie auf einer vermeintlich seriösen Online-Plattform investiert hatte. Die Polizei Görlitz hat in diesem Fall Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

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Aufsichtsbehörden und Ministerien warnen vor unbefugten Diensten

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine offizielle Warnung vor dem Anbieter basiswallet.co herausgegeben. Das Unternehmen biete Kryptowerte-Dienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis an und unterliege nicht der staatlichen Aufsicht.

Die Warnung der BaFin stützt sich auf § 10 Abs. 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes. Anlegern wird dringend geraten, die Unternehmensdatenbank der Aufsicht zu nutzen, um die Seriosität von Dienstleistern vorab zu prüfen. Besondere Vorsicht sei geboten, wenn für angeblich fällige Auszahlungen vorab weitere Zahlungen verlangt werden.

Parallel dazu warnen die Bundeskasse sowie das Bundesministerium der Finanzen (BMF) vor betrügerischen Zahlungsaufforderungen. Die Täter nutzen dabei teilweise echte Bankverbindungen der Bundeskasse oder missbrauchen das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) als Absender.

Eine häufige Methode sei das Versprechen von Kryptogewinnen gegen eine vorherige Gebühr, etwa unter dem Vorwand der Geldwäscheprävention (AMLA). Das BMF stellt klar, dass es sich hierbei um Betrug handelt und fordert dazu auf, keinerlei Zahlungen zu leisten und bei Verdacht die Polizei zu informieren.

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Risiken beim Fahrzeugkauf und rechtliche Konsequenzen

Neben dem Kryptosektor ist auch der Fahrzeughandel betroffen. Ein Mann aus einer Juragemeinde überwies über 20.000 Euro für eine vermeintliche Mietwagen-Buchung, nachdem er auf eine gefälschte Werbe-E-Mail reagiert hatte. Die Polizei Donauwörth ermittelt nun wegen Warenbetrugs sowie der Fälschung beweiserheblicher Daten.

Ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg (Az. 5 U 89/25) unterstreicht zudem das finanzielle Risiko für Käufer bei manipulierter Kommunikation. In dem zugrunde liegenden Fall aus dem Jahr 2024 hatte ein Käufer einen Gebrauchtwagen für knapp 17.000 Euro erworben.

Die IBAN in einem PDF-Anhang der Rechnung war jedoch von Betrügern manipuliert worden. Das Gericht entschied, dass der Käufer den Kaufpreis erneut an das Autohaus leisten muss, da die Überweisung an das Betrügerkonto den ursprünglichen Zahlungsanspruch des Händlers nicht erfüllt hat.

International berichtet die Retail Motor Industry Organisation (NADA) über eine Zunahme KI-gestützter Betrugsmaschen im Fahrzeugsektor, insbesondere in Südafrika. Dort wurden zwischen April 2025 und März 2026 insgesamt 147.149 Fälle von Wirtschaftskriminalität registriert, was einem Anstieg von 2,5 % entspricht.

Als Warnsignale gelten hierbei unter anderem der Druck zu schnellen Anzahlungen, das Umgehen offizieller Bankauktionen sowie die Verweigerung von Fahrzeugbesichtigungen.

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