Betrugsanrufe: TĂ€ter erbeuten fĂŒnfstellige BetrĂ€ge mit Fake-Banking
03.06.2026 - 13:25:41 | boerse-global.de
Die TĂ€ter geben sich als Bankmitarbeiter oder Sicherheitsbeauftragte aus und erbeuten Geld im fĂŒnfstelligen Bereich.
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Falsche Sicherheitsbeauftragte in KĂ€rnten
Anfang Juni wurde eine 39-jĂ€hrige Frau aus Hermagor Opfer eines Trickbetrugs. Ein angeblicher Sicherheitsbeauftragter tĂ€uschte einen unberechtigten Kontozugriff aus dem Ausland vor. Die Frau druckte auf seine Anweisung einen Aktivierungscode an einem Bankterminal aus und schickte ein Foto per Messenger. Die TĂ€ter ĂŒberwiesen daraufhin mehrere tausend Euro.
20.000 Euro Schaden in Weimar
Bereits Ende Mai traf es eine Zahnarztpraxis in Weimar. Eine angebliche Bankangestellte rief an und behauptete eine fehlerhafte Ăberweisung. Die Mitarbeiterin gab eine RĂŒckbuchung frei. Der Schaden: rund 20.000 Euro.
Zweistufige Masche in Vorarlberg
Die Polizei Vorarlberg warnt vor einer neuen Taktik. Zuerst erhalten Opfer SMS oder E-Mails, die angeblich vom Finanzamt (FinanzOnline) stammen. Dann rufen die TĂ€ter an, behaupten einen Hackerangriff und fordern Freigaben im Onlinebanking.
Lokale Vorwahl als Köder in Hessen
Im Wetteraukreis nutzen BetrĂŒger die Friedberger Vorwahl 06031. Wer zurĂŒckruft, hört eine Bandansage, die die Sparkasse Oberhessen imitiert. Die Sparkasse stellt klar: Das Vorgehen ist nicht von ihr. Bisher entstand kein finanzieller Schaden.
Brasilien: Operation âLinha Fantasmaâ
Auch international sind die BetrĂŒger aktiv. Die brasilianische Bundespolizei startete Anfang Juni die Operation âLinha Fantasmaâ gegen Banden mit gefĂ€lschten Service-Hotlines. Ein Mediziner verlor Ende Mai rund 88.900 Reais (ca. 15.700 Euro) â ein falscher WhatsApp-Kontakt gab sich als seine Bankmanagerin aus.
Der brasilianische Bankenverband Febraban warnt vor âSpoofingâ-Technologien. Kriminelle fĂ€lschen damit die echten Telefonnummern der Banken. Der Verband betont: Banken fragen niemals am Telefon nach Passwörtern oder Token-Codes.
Weitere Betrugswellen in Deutschland
Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer Phishing-Welle mit gefĂ€lschten Vorladungen. Das Landeskriminalamt Baden-WĂŒrttemberg meldet manipulierte Zahlungslinks auf Verkaufsplattformen.
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So schĂŒtzen Sie sich
Experten raten bei verdÀchtigen Anrufen:
- Beenden Sie das GesprÀch sofort bei Fragen nach sensiblen Daten.
- Rufen Sie Ihre Bank unter der offiziellen Nummer zurĂŒck.
- Verschicken Sie niemals Fotos von QR-Codes, Aktivierungscodes oder TANs per Messenger.
- Klicken Sie keine Links in SMS oder E-Mails, die zu dringenden Banking-Aktionen auffordern.
Ein Lichtblick: In Klagenfurt verhinderte ein aufmerksamer Bankmitarbeiter Anfang Juni einen Schaden von ĂŒber 100.000 Euro. Er erkannte einen Schockanruf bei einem 74-jĂ€hrigen Kunden und rief die Polizei.
