Bewegung: Schon fünf Minuten täglich senken Sterberisiko um zehn Prozent
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 04:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wer täglich nur fünf Minuten mehr aktiv ist, senkt sein Sterberisiko um rund zehn Prozent.
Weniger Training, mehr Wirkung
Forschende der Norwegian School of Sport Sciences werteten Daten von rund 135.000 Teilnehmenden aus Großbritannien, den USA und Skandinavien aus. Das Ergebnis: Schon minimale Bewegungssteigerungen wirken sich deutlich auf die Lebenserwartung aus. Wer seine tägliche Sitzzeit um 30 Minuten reduziert, senkt das Risiko um weitere sieben Prozent. Besonders stark profitieren zuvor inaktive Personen.
Auch Krafttraining lohnt sich bereits in geringen Dosen. Laut Studien aus dem British Journal of Sports Medicine und Arthritis Care & Research genügen 40 bis 60 Minuten pro Woche, verteilt auf zwei Tage. Das senkt das Sturz- und Bruchrisiko erheblich. Bei moderater Gebrechlichkeit steigt das Bruchrisiko ohne Training um das Dreifache, bei schwerer Gebrechlichkeit sogar um das Fünffache.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen im Juli 2026 aktualisiert. Sie rät bei der Demenzprävention neben kognitiver Stimulation explizit zu regelmäßiger Bewegung.
Was im Muskel passiert
Eine Studie aus den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) vom November 2025 liefert eine molekularbiologische Erklärung. Das Gen DEAF1 stört den Proteinunterhalt in alternden Muskeln. Seine erhöhte Aktivität überaktiviert den Signalweg mTORC1 und beeinträchtigt die Muskelfunktion. Körperliches Training senkt die DEAF1-Aktivität und normalisiert die Zellprozesse.
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Mediziner des Inselspitals Bern empfehlen Krafttraining ab 40 Jahren. Für den reinen Muskelerhalt reicht eine Einheit pro Woche. Wer Muskelmasse aufbauen will, trainiert zweimal wöchentlich mit acht bis zwölf Wiederholungen.
Training ohne Geräte
Für Menschen mit wenig Zeit gibt es einfache Konzepte. 20-minütige Ganzkörper-Workouts mit Liegestützen und Kniebeugen fordern Kraftausdauer und Herz-Kreislauf-System bei hoher Intensität.
Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Die Autorin Jessie Inchauspé schlägt vor, die Reihenfolge der Nahrungsaufnahme zu ändern, um Blutzuckerspitzen zu vermeiden. Kritiker wie Ernährungsexperte Uwe Knop verweisen auf dünne Beleglage und starke individuelle Unterschiede.
Technisch unterstützt wird das Heimtraining durch eine neue Fitness-Box-Simulation für Spielkonsolen. Spezielle Kameramodi und Bewertungssysteme prüfen die korrekte Ausführung der Übungen.
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Klare Regeln für Fitnessstudios
Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied am 18. Juli 2026: Anbieter dürfen auf Bestätigungsseiten keine ablenkenden Hinweise auf Vertragspausen platzieren, die den Kündigungsprozess behindern. Die Mindestlaufzeit von Verträgen beträgt maximal 24 Monate. Nach Ablauf müssen sie mit einer Monatsfrist jederzeit kündbar sein. Die Regeln sollen Verbrauchern mehr Flexibilität geben – ein wichtiger Punkt angesichts der wachsenden Nachfrage nach individuellen Trainingsmodellen.
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