Bimekizumab, Therapie

Bimekizumab: Neue Therapie für Psoriasis-Arthritis und drei Erkrankungen

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 06:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Südkoreas Arzneimittelbehörde erweitert die Zulassung von Bimekizumab auf drei Erkrankungen; Grundlage bilden mehrere Phase-III-Studien.

Bimekizumab erhält in Südkorea drei neue Anwendungsgebiete
Moderne, sterile Laborumgebung mit medizinischen Glasphiolen und Laborausrüstung in weichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Überblick über die Indikationserweiterung

Südkoreas Arzneimittelbehörde MFDS hat dem IL-17A/F-Inhibitor Bimekizumab Ende Dezember 2025 die Zulassung für drei zusätzliche Indikationen erteilt: Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis und Hidradenitis suppurativa. Damit erweitert sich das Einsatzspektrum des Wirkstoffs in Südkorea über die bereits bestehende Anwendung hinaus auf ein breiteres Feld entzündlicher Gelenk- und Hauterkrankungen, wie das Fachportal medipana.com berichtete.

Bimekizumab zählt zur Wirkstoffklasse der Interleukin-17-Inhibitoren und richtet sich gegen zwei Zielstrukturen zugleich, IL-17A und IL-17F. Diese doppelte Hemmung unterscheidet den Wirkstoff von älteren Präparaten, die sich ausschließlich auf IL-17A konzentrieren.

Grundlage der Zulassung: Phase-III-Studienprogramm

Die Entscheidung der MFDS stützt sich auf ein umfangreiches klinisches Studienprogramm der Phase III. Konkret verweist die Zulassung auf die Studien BE OPTIMAL, BE COMPLETE, BE MOBILE 1 und 2 sowie BE HEARD 1 und 2. Dieses mehrteilige Studiendesign deckt die drei neu zugelassenen Indikationen jeweils separat ab: Während BE OPTIMAL und BE COMPLETE sich der Psoriasis-Arthritis widmen, betreffen die BE-MOBILE-Studien die axiale Spondyloarthritis.

Die BE-HEARD-Studien wiederum liefern die Datengrundlage für den Einsatz bei Hidradenitis suppurativa, einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung, die sich durch schmerzhafte Knoten und Abszesse vor allem in Hautfalten äußert.

Bedeutung für Patientinnen und Patienten

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Die MFDS hat Bimekizumab Ende Dezember 2025 für Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis und Hidradenitis suppurativa zugelassen — Grundlage sind die Phase-III-Programme BE OPTIMAL, BE COMPLETE, BE MOBILE 1/2 und BE HEARD 1/2. Wer die duale IL-17A/F-Hemmung im Praxisalltag einordnen will, findet hier die Studienlage kompakt und eine Schritt-für-Schritt-Checkliste für die Verordnung. Kostenlosen Verordnungs-Leitfaden anfordern

Für Betroffene der drei nun zugelassenen Erkrankungen bedeutet die Entscheidung der MFDS eine zusätzliche Therapieoption. Psoriasis-Arthritis und axiale Spondyloarthritis gehören zu den chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen, bei denen Patienten häufig auf mehrere Wirkstoffklassen angewiesen sind, wenn eine Behandlung nicht ausreichend anschlägt oder nicht vertragen wird. Hidradenitis suppurativa gilt zudem als eine Erkrankung, für die über lange Zeit nur wenige zugelassene systemische Therapien zur Verfügung standen.

Die Erweiterung des Indikationsspektrums durch die südkoreanische Behörde reiht sich in eine Entwicklung ein, bei der IL-17-Inhibitoren zunehmend auch außerhalb ihrer ursprünglichen Anwendungsgebiete in der Dermatologie Bedeutung für die Rheumatologie gewinnen.

Die duale Hemmung von IL-17A und IL-17F wird in der Fachdiskussion als möglicher Vorteil gegenüber selektiveren Wirkstoffen diskutiert, da beide Zytokine an entzündlichen Prozessen in Haut und Gelenken beteiligt sein können.

Einordnung

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Bei Hidradenitis suppurativa standen über lange Zeit nur wenige zugelassene systemische Therapien zur Verfügung — und nicht jeder Patient spricht auf ein reines IL-17A-Präparat an. Der Leitfaden zeigt, welche Studien BE HEARD 1 und 2 zu Bimekizumab liefern und wie Sie die neue Option in drei Schritten für Ihre Patienten prüfen. IL-17A/F-Praxisleitfaden jetzt sichern

Die MFDS-Zulassung vom Dezember 2025 betrifft zunächst ausschließlich den südkoreanischen Markt. Sie fügt sich jedoch in ein internationales Zulassungsgeschehen ein, bei dem Bimekizumab in verschiedenen Regionen für ein wachsendes Indikationsspektrum geprüft und freigegeben wird.

Für Ärztinnen und Ärzte in Südkorea eröffnet die Entscheidung nun die Möglichkeit, den Wirkstoff bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis, axialer Spondyloarthritis oder Hidradenitis suppurativa einzusetzen, sofern die jeweiligen Erstattungs- und Verordnungsvoraussetzungen erfüllt sind. Weitere Details zu Erstattungsregelungen und praktischen Verordnungsbedingungen wurden im Zusammenhang mit der Zulassung nicht mitgeteilt.

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