Binance, Kündigungsrisiko

Binance: Kündigungsrisiko für Mitarbeiter bei Phishing-Tests

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 13:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Kryptobörse Binance entlässt Angestellte, die wiederholt auf simulierte Phishing-Angriffe hereinfallen. Hintergrund ist die hohe Bedrohung durch Social Engineering im Kryptosektor.

Binance droht Mitarbeitern bei Phishing-Fehlern mit Kündigung
Moderne Cybersicherheitszentrale mit digitalen Datenanzeigen zur internen Sicherheitsüberwachung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Kryptobörse Binance setzt ihre eigenen Angestellten unter Druck: Wer wiederholt auf simulierte Phishing-Angriffe hereinfällt, riskiert die Kündigung. Chief Security Officer Jimmy Su bestätigte die ungewöhnlich harte Linie des Unternehmens. Hintergrund ist die wachsende Bedrohung durch Social Engineering – also Angriffe, die nicht auf Technik, sondern auf menschliche Schwächen zielen.

Interne Tests mit Folgen

Seit drei bis vier Jahren betreibt Binance ein internes „Red Team", das die Belegschaft mit fingierten Angriffen auf die Probe stellt. Die Szenarien sind dabei bewusst realistisch gewählt: Gefälschte Recruiter-Anfragen, Einladungen zu nicht existierenden Konferenzen oder manipulierte Zoom-Meeting-Links gehören zum Repertoire.

Anzeige

Rekord-Schäden durch Phishing zeigen, dass technische Filter allein nicht ausreichen, um Unternehmen vor modernen Angriffen zu schützen. In diesem kostenlosen Anti-Phishing-Paket erfahren Sie, wie Sie die Awareness in Ihrem Team nachhaltig stärken. Experten-Leitfaden zur Phishing-Abwehr jetzt gratis herunterladen

Die monatlichen Übungen haben echte Konsequenzen. Wer regelmäßig durchfällt, muss mit der Entlassung rechnen. Zudem fließen die Ergebnisse in die allgemeine Leistungsbewertung der Mitarbeiter ein. Ziel ist es, die Belegschaft wachsam zu halten – schließlich verwaltet Binance rund 137,7 Milliarden Euro an Kundengeldern und betreut über 323 Millionen Nutzer.

Branche unter Beschuss

Die aggressive Sicherheitsstrategie kommt nicht von ungefähr. Laut Daten des Analyseunternehmens AMLBot waren 2025 satte 65 Prozent aller Sicherheitsvorfälle im Kryptosektor auf Social Engineering zurückzuführen. Binance sieht in menschlichem Fehlverhalten die größte Einfallschance für Angreifer.

Anzeige

Da Hacker gezielt psychologische Schwachstellen ausnutzen, um sensible Firmendaten zu erbeuten, wird proaktive Aufklärung für Unternehmen jeder Größe zur Pflicht. Dieser kostenlose Report enthüllt die aktuellsten Methoden der Cyberkriminellen und zeigt wirksame Gegenmaßnahmen auf. Gratis-Report über aktuelle Cyber-Bedrohungen anfordern

Mehrere spektakuläre Hacks der jüngeren Vergangenheit untermauern diese Einschätzung. Erst im April 2026 erbeuteten Angreifer beim Drift-Protocol-Hack umgerechnet 285 Millionen Dollar. Im September 2025 verlor ein Nutzer des Venus-Protokolls rund 13 Millionen Dollar durch einen gezielten Exploit. Mit den permanenten Tests will Binance verhindern, dass ähnliche Angriffe über die eigenen Mitarbeiter gelingen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69877151 |