Bluthochdruck, PET-Tracer

Bluthochdruck: Neuer PET-Tracer soll therapieresistente FÀlle prÀziser erkennen

09.06.2026 - 14:31:50 | boerse-global.de

US-Behörde erlaubt Phase-3-Studie fĂŒr neuartigen PET-Tracer. Pentixapharm plant MarkteinfĂŒhrung des CXCR4-Diagnostikums bis 2030.

Pentixapharm: FDA genehmigt Studie zu Bluthochdruck-Diagnostikum
Bluthochdruck - Nahaufnahme eines PET-Scans des menschlichen Herzens mit leuchtenden Tracern auf einem medizinischen Monitor in einem Labor. 09.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der Tracer [??Ga]Ga-PentixaFor soll therapieresistente Bluthochdruck-Patienten prÀziser klassifizieren.

CXCR4-Bildgebung gegen therapieresistente Hypertonie

Bis zu zehn Prozent aller Bluthochdruck-Patienten leiden an primĂ€rem Aldosteronismus. Die Erkrankung fĂŒhrt hĂ€ufig dazu, dass herkömmliche Medikamente nicht mehr wirken. Der neue Ansatz setzt auf die Darstellung des CXCR4-Rezeptors mittels PET/CT.

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Die multizentrische PANDA-Studie soll den Tracer nun klinisch validieren. Pentixapharm stuft das Verfahren als „First-in-Class“-Diagnostikum ein. Damit ließen sich Patienten mit primĂ€rem Aldosteronismus gezielter identifizieren – die Grundlage fĂŒr personalisierte Behandlungen.

Start in der zweiten JahreshÀlfte geplant

Rund 270 Patienten sollen an der Untersuchung teilnehmen. Der Start ist fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026 vorgesehen. Die MarkteinfĂŒhrung in den USA peilt das Unternehmen fĂŒr 2030 an.

CEO Dr. Dirk Pleimes betont das Ziel eines raschen Studienstarts. Parallel sucht Pentixapharm nach Partnern fĂŒr die weitere Kommerzialisierung.

Kapitalerhöhung zur Finanzierung

FĂŒr die klinische Phase und die Unternehmensentwicklung ist eine Bezugsrechtskapitalerhöhung von bis zu zehn Millionen Aktien geplant. Das Unternehmen erwartet einen Mitteleingang von mindestens 20 Millionen Euro.

Die HauptaktionĂ€rin Eckert Wagniskapital hĂ€lt rund 36 Prozent der Anteile und will ihre Bezugsrechte voll ausĂŒben. Parallel lĂ€uft eine Bilanzkontrolle des Konzernabschlusses 2024 durch die BaFin – der Vorstand rechnet mit keinen wesentlichen Fehlern.

Weitere Fortschritte in der kardiovaskulÀren Bildgebung

Auch andere Forschungsgruppen arbeiten an neuen Verfahren. Forscher des UniversitĂ€tsklinikums WĂŒrzburg prĂ€sentierten am 8. Juni 2026 Ergebnisse einer First-in-Human-Studie zum PET-Tracer [Âč?F]Fluproxadin. Er stellt den Noradrenalin-Transporter (NET) hochauflösend dar – und damit das sympathische Nervensystem. KĂŒnftig könnte das Verfahren bei Herz- und Nervenerkrankungen helfen.

Parallel dazu erhielt das Unternehmen Anteris Technologies die Genehmigung der französischen Behörde ANSM fĂŒr die globale PARADIGM-Pivot-Studie. In der randomisierten Untersuchung mit rund 1.000 Patienten wird ein neues Transkatheter-Herzklappensystem gegen bestehende Lösungen getestet.

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Genetik und personalisierte Therapie

Eine Analyse der DECLARE-TIMI 58-Studie in Nature Medicine (8. Juni 2026) zeigt: SGLT2-Hemmer wie Dapagliflozin senken das Risiko fĂŒr Krankenhausaufenthalte wegen HerzschwĂ€che bei Patienten mit bestimmten genetischen Risikofaktoren deutlich.

Die Entwicklungen unterstreichen den Trend zur personalisierten Medizin in der Kardiologie. PrÀzise Diagnostik und genetisch informierte Therapie wachsen zunehmend zusammen.

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