Botnetz Asocks zerschlagen: 17 Millionen GerÀte weltweit infiziert
01.06.2026 - 18:22:36 | boerse-global.deRund 17 Millionen infizierte GerÀte weltweit waren Teil der kriminellen Infrastruktur. Den Ermittlern gelang es, die zentralen Steuerungseinheiten vom Netz zu nehmen.
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200 Server als RĂŒckgrat des Netzwerks
Das Botnetz stĂŒtzte sich auf etwa 200 Server bei einem Hosting-Anbieter in den Niederlanden. Die Behörden beschlagnahmten die gesamte Infrastruktur. Ăber diese Server steuerten die HintermĂ€nner ein weitreichendes Netzwerk aus kompromittierten EndgerĂ€ten.
Die infizierten GerĂ€te umfassten Computer, Tablets, Smartphones sowie Router und vernetzte Sicherheitskameras (IoT). Insgesamt waren GerĂ€te in 163 LĂ€ndern betroffen. Die EigentĂŒmer wussten nichts von der Infektion.
Krimineller Proxy-Dienst fĂŒr jedermann
Die Betreiber vermarkteten âAsocks" als Dienstleistung. FĂŒr monatliche GebĂŒhren zwischen 5 und 15 US-Dollar konnten Kunden den Dienst nutzen. Das System fungierte als Residential Proxy Service â der Datenverkehr wurde ĂŒber private IP-Adressen der infizierten GerĂ€te umgeleitet.
In der Praxis diente das Netzwerk als Werkzeug fĂŒr diverse illegale AktivitĂ€ten. Dazu zĂ€hlten DDoS-Angriffe, Spam-Mails, Phishing-Kampagnen sowie Betrugsdelikte und die Verbreitung von Schadsoftware. Durch die Nutzung privater IP-Adressen umgingen Angreifer herkömmliche Sicherheitsmechanismen.
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Hinweis eines Sicherheitsforschers fĂŒhrte zur Zerschlagung
Ein IT-Sicherheitsforscher entdeckte UnregelmĂ€Ăigkeiten und meldete sie dem National Cyber Security Center (NCSC). Die niederlĂ€ndische Polizei ĂŒbernahm die Ermittlungen und identifizierte den Hosting-Anbieter. Nach dem Eingreifen der Behörden nahm der Provider die Infrastruktur umgehend offline.
Die Ermittlungen zu den HintermĂ€nnern dauern an. Bisher wurden keine Verhaftungen bekannt gegeben. Die Behörden betonten die Bedeutung des Einsatzes fĂŒr die EindĂ€mmung globaler CyberkriminalitĂ€t.
Parallel dazu meldeten Branchenkreise die Zerschlagung eines weiteren Netzwerks namens âGlassworm". Dieses hatte gezielt Softwareentwickler ĂŒber manipulierte Programmier-Werkzeuge angegriffen.
