Box-on-Wheels, Stellantis

Box-on-Wheels: Stellantis und UQI zeigen autonomes Logistik-Fahrzeug

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 01:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Stellantis Pro One präsentiert mit UQI Robotics ein fahrerloses Elektrofahrzeug für die urbane Logistik; Europa-Tests sind vorgesehen.

Stellantis Pro One zeigt autonomes Elektrofahrzeug für Lieferdienste
Ein moderner, minimalistischer Logistik-Verladebereich mit glatten Betonoberflächen und natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen der IAA Transportation in Hannover haben Stellantis Pro One und UQI Robotics das Konzeptfahrzeug „Box-on-Wheels“ (BOW) vorgestellt. Bei der Neuentwicklung handelt es sich um ein voll-elektrisches und autonom agierendes Logistikfahrzeug, das speziell für die Anforderungen urbaner Lieferdienste sowie die sogenannte „letzte Meile“ konzipiert wurde. Erste Validierungstests für das System sind für den europäischen Markt geplant.

Modulares Design für den fahrerlosen Betrieb

Das Fahrzeugkonzept BOW zeichnet sich durch eine radikale Abkehr von konventionellen Transporter-Designs aus. Da das Fahrzeug für den rein autonomen Betrieb vorgesehen ist, verzichtet die Konstruktion vollständig auf eine Windschutzscheibe, ein Armaturenbrett, ein Lenkrad oder einen Fahrersitz. Die quadratische Grundform des Fahrzeugs ist darauf ausgelegt, die verfügbare Ladefläche zu maximieren.

Zur Ausstattung des Prototyps gehört ein LiDAR-System auf dem Dach zur Umfelderfassung sowie ein Rolltor am Heck für den Zugang zum Laderaum. Das Einsatzspektrum von BOW umfasst laut den Unternehmen vor allem Zonen mit eingeschränktem Zugang, emissionsfreie Stadtgebiete sowie geschlossene Areale.

Dazu zählen beispielsweise Fabrikgelände, Kliniken und Flughäfen. Stellantis betonte, dass es sich aktuell ausschließlich um ein Konzept handle. Ein konkreter Termin für den kommerziellen Start oder eine Serienproduktion wurde bislang nicht genannt.

Anzeige

Robotik und KI verändern die Logistikbranche grundlegend, wie die Entwicklungen autonomer Lieferfahrzeuge eindrucksvoll zeigen. Dieser kostenlose Report liefert konkrete Einblicke in Unternehmen, die von Milliarden-Investitionen in diese Zukunftstechnologien profitieren. Robotik und KI: Profiteure der neuen Industrieära erkennen

Partnerschaft für den autonomen Fahrstack

Die technische Basis für die autonomen Fahrfunktionen liefert UQI Robotics. Das im Jahr 2020 als Joint Venture von UBTECH und Miracle Automation gegründete Unternehmen ist bereits in über 60 Städten weltweit mit seinen Systemen vertreten und fertigt unter anderem das Modell Chitu Alpha. Für das BOW-Projekt stellt UQI Robotics den sogenannten Autonomie-Stack zur Verfügung.

Technische Leistungsdaten zum BOW-Konzept wurden bisher nicht veröffentlicht. Angaben zur Batteriekapazität, der Motorleistung, der konkreten Autonomiestufe oder der Nutzlast liegen zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor. Das Projekt ist Teil der „FaSTLAne 2030“-Strategie von Stellantis Pro One. Nach den geplanten Tests in Europa wird eine mögliche internationale Expansion des Systems geprüft.

Erweiterung des Portfolios bei Stellantis Pro One

Neben dem autonomen Konzept präsentierte Stellantis Pro One auf einer Ausstellungsfläche von 1.000 Quadratmetern insgesamt 13 Fahrzeuge der Marken Citroën, Fiat Professional, Opel und Peugeot. Die Geschäftseinheit für leichte Nutzfahrzeuge (LCV), zu der auch Ram und Vauxhall gehören, nutzt die Messe zudem für die Einführung eines neuen Logos.

Zu den Exponaten gehört ein neuer kompakter Transporter für das C-Segment, der unter den Modellnamen Citroën Berlingo Van First, Fiat Doblò EasyPro, Opel Combo Start und Peugeot Partner Active vermarktet wird. Diese Fahrzeuge sind mit einer 42-kWh-Batterie ausgestattet, die eine Reichweite von 270 Kilometern ermöglicht. Eine Version als Rechtslenker ist für diese Modelle nicht vorgesehen.

Anzeige

Der technologische Umbruch in der Industrie betrifft nicht nur die Mobilität, sondern die gesamte Wertschöpfungskette. Ein aktueller Report deckt auf, welche Namen hinter der industriellen Revolution 2026 stecken und wer die Gewinner dieses Wandels sind. Jetzt kostenlosen Report zur industriellen Revolution herunterladen

Als weiteres Nischenfahrzeug wurde der Fiat Tris gezeigt. Das dreirädrige Elektrofahrzeug verfügt über eine 6,9-kWh-Batterie und erzielt eine Reichweite von bis zu 90 Kilometern. Bei einem Wendekreis von 3,05 Metern bietet das Fahrzeug eine Nutzlast von über 500 Kilogramm und Raum für zwei Europaletten. Die Ladung erfolgt über eine herkömmliche 220-Volt-Steckdose.

Vernetzung und Flottenmanagement

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf digitalen Dienstleistungen. Mit „Pro One Next“ wurde ein neues Flotten-Betriebssystem vorgestellt, das eine Echtzeitüberwachung von Fahrzeugen ermöglicht. Das System ist bereits für die 800.000 vernetzten Fahrzeuge von Stellantis Pro One ausgelegt. Zur Steuerung und Überwachung der Flotten sind bereits Kommandozentralen in Großbritannien und den USA aktiv.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70113689 |