Bozen investiert 22,5 Millionen Euro: Neue Schwimmhalle mit 50-Meter-Becken
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 17:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zahlreiche Städte und Gemeinden treiben den Ausbau ihrer Sportstätten voran. Von modernen Multifunktionshallen über erweiterte Schwimmbäder bis hin zu spezialisierten Skateanlagen investiert die öffentliche Hand teils zweistellige Millionenbeträge, um das lokale Bewegungsangebot für Schulen, Vereine und den Breitensport zukunftsfähig aufzustellen.
Multifunktionale Hallenbauten für Schulen und Vereine
Einen Schwerpunkt bilden vielseitig nutzbare Hallen. In der Gemeinde Jennersdorf startete der Bau einer Multifunktionssporthalle mit Errichtungskosten von rund 11,2 Mio. Euro. Das Gebäude auf einem 5.026 m² großen Areal umfasst 3.750 m² Nutzfläche und wird als Hybridbau mit Luft-Wärmepumpe, Klimageräten und Photovoltaik realisiert.
Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2028 entstehen zudem 14 nicht überdachte Stellplätze, darunter zwei barrierefreie Besucherparkplätze. Die Halle soll künftig unter anderem Volleyball und Judo zugutekommen sowie den Fidas Volleys Meisterschaftsspiele der 2. Bundesliga erleichtern.
In Meißen begann am 6. Oktober 2026 der Bau einer Dreifeldsporthalle am Gymnasium Franziskaneum. Bei Gesamtkosten von rund 9,96 Mio. Euro steuert der Freistaat 5,8 Mio. Euro bei, während die Stadt voraussichtlich gut 4,1 Mio. Euro aus Eigenmitteln trägt; das Grundstück wurde für 169.000 Euro erworben.
Geplant sind eine teilbare Halle, eine Tribüne für bis zu 150 Personen, ein Gymnastikgebäude und Photovoltaik. Für den Rohbau wurden rund 3 Mio. Euro vergeben, für fest eingebaute Sportgeräte rund 180.000 Euro. Die Fertigstellung könnte im Frühjahr 2028 erfolgen.
Ebenfalls am 6. Oktober 2026 fand in Karlshuld der Spatenstich für den Umbau der dortigen Mehrzweckhalle statt, ein als Elf-Millionen-Euro-Projekt beziffertes Vorhaben, dessen Planung sich fast ein Jahrzehnt hingezogen hatte.
In Bautzen steht unterdessen der Rohbau der Dr.-Salvador-Allende-Turnhalle: Die Einfeldhalle mit Schwingboden, Fußbodenheizung, Lüftung, Photovoltaik und Gründach soll im August 2027 fertiggestellt werden. In Erftstadt schlägt eine Ein-Feld-Halle mit rund 2,5 Mio. Euro zu Buche, finanziert überwiegend aus Mitteln des nordrhein-westfälischen Wiederaufbaufonds.
Modernisierung von Eis- und Schwimmsportstätten
Auch im Wasser- und Wintersportbereich laufen umfangreiche Projekte. Südtirol sicherte der Stadt Meran Landesbeiträge von über 20 Mio. Euro zu; bei der Sportzone Meranarena übernimmt das Land voraussichtlich 65 % der Investitionskosten für den Neubau der Rockarena sowie die Eislaufanlagenerneuerung.
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In Bozen fließen rund 22,5 Mio. Euro Landesmittel in eine neue Schwimmhalle mit 50-m-Hauptbecken in der Sportzone Pfarrhof. Für die Erweiterung der Sparkasse Arena um eine zweite Eisfläche stellt das Land knapp 10 Mio. Euro bereit.
Für das Bad Wunstorf Elements läuft eine EU-weite Projektsteuerungsausschreibung mit einer Teilnahmefrist bis zum 6. November 2026. Für rund 39,5 Mio. Euro netto sind unter anderem ein neues 50-m-Sportbecken, Rutschen und Außenbecken vorgesehen; die Bauphase ist von Mai 2029 bis Dezember 2031 projektiert.
Unmittelbar vor der Nutzung steht die Schwimmhalle am Schulcampus Lochham in Gräfelfing: Sie öffnet am 15. Oktober 2026 für die Öffentlichkeit und ersetzt ein Hallenbad aus dem Jahr 1972. Erwachsene ab 16 Jahren zahlen dort 6 Euro Eintritt, ermäßigt 4,50 Euro.
Freianlagen, Trendsport und Großareale
Über Hallen und Becken hinaus modernisieren Kommunen ihre Außenanlagen. Der Sportausschuss in Krefeld befasste sich mit Plänen für die Anlagen Traar (rund 2,6 Mio. Euro für Kunstrasen und Umfeld ab Frühjahr 2027) und Fischeln (rund 3,8 Mio. Euro für Rundlaufbahn, Naturrasen und Bewegungspark).
Der Berliner Senat sicherte bereits im Juli 2026 die Finanzierung einer rund 3 Mio. Euro teuren Sanierung der Sportwiese, wo ab 2027 ein Stadion mit mehr als 20.000 Plätzen entstehen soll; der Bund übernimmt 45 %, das Land 55 % der Kosten.
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Im Bereich des Trendsports nahm das AJZ Chemnitz auf dem Außengelände der Skaterhalle „Druckbude“ eine Minirampe in Betrieb, die von Sachsenlotto bereitgestellt wurde.
Die Halle verzeichnet durchschnittlich 50 Besucher am Tag und im Winter etwa 100. International sticht der Neubau des Sportlycée in Mamer (Luxemburg) hervor, den Mobilitäts- und Bautenministerin Yuriko Backes am 1. Oktober 2026 vorstellte: Das Gesamtprojekt wird auf rund 308 Mio. Euro geschätzt, wovon rund 152 Mio. Euro direkt auf Sportinfrastruktur entfallen.
